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Hedwig David: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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Nach ihren Lehrerinnenprüfungen in 1912 und 1913 arbeitet Hedwig David als Hilfslehrerin in Randegg, Mannheim und Königsbach. Als nicht planmäßige Lehrkraft erhält sie 1920 eine Stelle am Hilda-Gymnasium Pforzheim und unterrichtet Handarbeit sowie Religion für jüdische Schülerinnen. Trotz guten Bewertungen in ihren Dienstzeugnissen bekommt sie keine dauerhafte Anstellung und wird 1930 Hauptlehrerin in Freiburg. Aufgrund des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ erhält sie am 8. April 1933 wegen ihrer Religionszugehörigkeit Berufsverbot.
Nach ihrem Berufsverbot erteilt David in mehren Gemeinden wie in Freiburg Mannheim und in der „jüdischen Abteilung“ der Osterfeld-Schule Pforzheim Religionsunterricht. In Karlsruhe kann sie 1939 noch einmal in der von der „Reichsvereinigung“ der jüdischen Gemeinden betriebenen Schule weiter unterrichten.
Vom 2. Oktober 1939 stammt ein in der Personalakte enthaltener Erlass, nach dem „ die bestehen öffentlichen jüdischen Schulen den Betrieb einzustellen haben. Demgemäß wird die Volksschulabteilung und die Mädchenfortbildungsschulabteilung für jüdische Fortbildungsschülerinnen in Karlsruhe aufgehoben. Damit endet auch das Dienstverhältnis mit der früheren Hauptlehrerin Hedwig David“.
David wohnt weiterhin in Pforzheim und unterrichtet in einer von jüdischen Eltern organisierten Behelfsschule in der Güterstraße.
Am 30. April 1939 wird David mit ihrer Schwester Sophie David zwangsweise in ein „Judenhaus“ in der Bertholdstr. 4 eingewiesen. Am Morgen des 22. Oktobers 1940 wird David von Gestapo- und Polizeibeamten abgeholt und mit insgesamt 185 jüdischen Mitbürgern/bürgerinnen ins Internierungslager Gurs in Südfrankreich deportiert.
Im Lager Gurs hilft sie im Frühjahr 1941 eine Schule aufzubauen.
Hedwig David wird im August 1942 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet.

Version vom 12. Juli 2007, 11:02 Uhr

Hedwig David (geb. 1898 in Eberbach; gest. 1942 im Konzentrationslager Auschwitz) war Lehrerin in Pforzheim an der Osterfeld-Schule und Opfer des Antisemitismus.


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Nach ihren Lehrerinnenprüfungen in 1912 und 1913 arbeitet Hedwig David als Hilfslehrerin in Randegg, Mannheim und Königsbach. Als nicht planmäßige Lehrkraft erhält sie 1920 eine Stelle am Hilda-Gymnasium Pforzheim und unterrichtet Handarbeit sowie Religion für jüdische Schülerinnen. Trotz guten Bewertungen in ihren Dienstzeugnissen bekommt sie keine dauerhafte Anstellung und wird 1930 Hauptlehrerin in Freiburg. Aufgrund des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ erhält sie am 8. April 1933 wegen ihrer Religionszugehörigkeit Berufsverbot. Nach ihrem Berufsverbot erteilt David in mehren Gemeinden wie in Freiburg Mannheim und in der „jüdischen Abteilung“ der Osterfeld-Schule Pforzheim Religionsunterricht. In Karlsruhe kann sie 1939 noch einmal in der von der „Reichsvereinigung“ der jüdischen Gemeinden betriebenen Schule weiter unterrichten. Vom 2. Oktober 1939 stammt ein in der Personalakte enthaltener Erlass, nach dem „ die bestehen öffentlichen jüdischen Schulen den Betrieb einzustellen haben. Demgemäß wird die Volksschulabteilung und die Mädchenfortbildungsschulabteilung für jüdische Fortbildungsschülerinnen in Karlsruhe aufgehoben. Damit endet auch das Dienstverhältnis mit der früheren Hauptlehrerin Hedwig David“. David wohnt weiterhin in Pforzheim und unterrichtet in einer von jüdischen Eltern organisierten Behelfsschule in der Güterstraße. Am 30. April 1939 wird David mit ihrer Schwester Sophie David zwangsweise in ein „Judenhaus“ in der Bertholdstr. 4 eingewiesen. Am Morgen des 22. Oktobers 1940 wird David von Gestapo- und Polizeibeamten abgeholt und mit insgesamt 185 jüdischen Mitbürgern/bürgerinnen ins Internierungslager Gurs in Südfrankreich deportiert. Im Lager Gurs hilft sie im Frühjahr 1941 eine Schule aufzubauen. Hedwig David wird im August 1942 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet.