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Julius Moser: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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Ehrungen: Ehrenbürgerschaft 1962
Anna (Diskussion | Beiträge)
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'''Julius Moser''' (geb. [[1882]] in [[Pforzheim]]; gest. [[1970]] in Pforzheim) war ein Pforzheimer Unternehmer jüdischer Abstammung. Er war Mitgründer des [[Rotary]] Club Pforzheim und bis in die [[1930er]]-Jahre Präsident der [[Industrie- und Handelskammer]] (IHK). Er konnte in der Zeit des [[Nationalsozialismus]] als in sogenannter "privilegierter Mischehe" lebender Nicht-Arier einer Deportation bis Kriegsende entegehen. Erst in den letzten Kriegstagen wurde er mit zusammen mit anderen in das Konzentrationslager (KZ) Theresienstadt transportiert. Durch diesen Umstand entging er dem Bombardement Pforzheims am [[23. Februar 1945]], im Nachhinein ein Glücksfall, da Nicht-Arier nicht in die öffentlichen Schutzräume durften. Er kehrte nach der Befreiung des KZ sofort in seine Heimatstadt zurück und wurde von den amerikanischen Besatzungstruppen schon [[1945]] wieder als Präsident der IHK eingesetzt.
'''Julius Moser''' (geb. [[1882]] in [[Pforzheim]]; gest. [[1970]] in Pforzheim) war ein Pforzheimer Unternehmer jüdischer Abstammung. Er war Mitgründer des [[Rotary]] Club Pforzheim und bis in die [[1930er]]-Jahre Präsident der [[Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald|Industrie- und Handelskammer]] (IHK). Er konnte in der Zeit des [[Nationalsozialismus]] als in sogenannter "privilegierter Mischehe" lebender Nicht-Arier einer Deportation bis Kriegsende entegehen. Erst in den letzten Kriegstagen wurde er mit zusammen mit anderen in das Konzentrationslager (KZ) Theresienstadt transportiert. Durch diesen Umstand entging er dem Bombardement Pforzheims am [[23. Februar 1945]], im Nachhinein ein Glücksfall, da Nicht-Arier nicht in die öffentlichen Schutzräume durften. Er kehrte nach der Befreiung des KZ sofort in seine Heimatstadt zurück und wurde von den amerikanischen Besatzungstruppen schon [[1945]] wieder als Präsident der IHK eingesetzt.


== Ehrungen ==
== Ehrungen ==

Version vom 20. Oktober 2007, 11:44 Uhr

Julius Moser (geb. 1882 in Pforzheim; gest. 1970 in Pforzheim) war ein Pforzheimer Unternehmer jüdischer Abstammung. Er war Mitgründer des Rotary Club Pforzheim und bis in die 1930er-Jahre Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK). Er konnte in der Zeit des Nationalsozialismus als in sogenannter "privilegierter Mischehe" lebender Nicht-Arier einer Deportation bis Kriegsende entegehen. Erst in den letzten Kriegstagen wurde er mit zusammen mit anderen in das Konzentrationslager (KZ) Theresienstadt transportiert. Durch diesen Umstand entging er dem Bombardement Pforzheims am 23. Februar 1945, im Nachhinein ein Glücksfall, da Nicht-Arier nicht in die öffentlichen Schutzräume durften. Er kehrte nach der Befreiung des KZ sofort in seine Heimatstadt zurück und wurde von den amerikanischen Besatzungstruppen schon 1945 wieder als Präsident der IHK eingesetzt.

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