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* [[Johann Georg Friedrich Pflüger]]: ''Geschichte der Stadt Pforzheim'', Pforzheim 1862, S. 87 - 90 |
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* Hans Georg Zier: ''Geschichte der Stadt Pforzheim'', Konrad Theiss Verlag Stuttgart 1982, ISBN 3-8062-0234-6, S. 38 - 40 |
* Hans Georg Zier: ''Geschichte der Stadt Pforzheim'', Konrad Theiss Verlag Stuttgart 1982, ISBN 3-8062-0234-6, S. 38 - 40 |
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* S. F. Gehres: Pforzheims kleine Chronik. Ein Beytrag zur Kunde deutscher Städte und Sitten, Memmingen 1792; 2. vermehrte Aufl. Karlsruhe 1811, S. 18 - 24 |
* S. F. Gehres: ''Pforzheims kleine Chronik. Ein Beytrag zur Kunde deutscher Städte und Sitten,'' Memmingen 1792; 2. vermehrte Aufl. Karlsruhe 1811, S. 18 - 24 |
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* Jacob und Wilhelm Grimm, ''Deutsche Sagen'', Kassel 1816/18, Nr. 354 |
* Jacob und Wilhelm Grimm, ''Deutsche Sagen'', Kassel 1816/18, Nr. 354 |
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Version vom 26. März 2007, 16:03 Uhr
Margaretha von Pforzheim (* um 1260, † laut Überlieferung 1. Juli 1267 in Pforzheim) wurde als angebliches Opfer eines von Juden ausgeführten Ritualmordes im späten Mittelalter als Märtyrerin verehrt. Ihre Legende fand 1816/18 unter dem Titel Das von den Juden getötete Mägdlein in Jacob und Wilhelm Grimms Sammlung Deutsche Sagen Eingang.
Laut Zier, Geschichte der Stadt Pforzheim, wurde die Geschichte des Kindes Margaretha, das 1267 in Pforzheim von Juden ermordet worden sei, durch den belgischen Predigermönch Thomas von Cantimpré (1201 - 1270) überliefert, der sich auf die Berichte zweier Ordensbrüder gestützt haben soll. Sein Bericht enthält bereits die wesentlichen Inhalte der bei den Brüdern Grimm überlieferten Legende.
Der Leichnam des Mädchens wurde in der Schlosskirche in einem Steinsarg beigesetzt, dessen Aufschrift den 1. Juli 1267 als ihr Todesdatum nannte. Zu ihren Ehren wurde auf der Nordseite des Langhauses die Margarethenkapelle errichtet, auf deren Außenseite als Hinweis auf die Widmung ein symbolischer Judenkopf angebracht wurde. Eine Aufzeichnung im Heiligenbuch des Dominikanerinnenklosters Pforzheim besagt, dass der Leichnam bei einer Öffnung des Sarges im Jahr 1507 unverwest vorgefunden worden sei.
Der - nach heutigem Verständnis absurde - Vorwurf eines jüdischen Ritualmordes steht in einer Reihe mit vergleichbaren Fällen, die ab dem 12. Jahrhundert, beginnend in England, in Europa auftraten. Die Grundlage dazu bildete der Aberglaube, Juden würden mehr oder weniger regelmäßig das Blut hierfür zu ermordender christlicher Kinder für magische Zwecke benötigen. (Siehe hierzu auch den Weblink zum Wikipedia-Artikel Ritualmordlegende.)
Literatur
- Johann Georg Friedrich Pflüger: Geschichte der Stadt Pforzheim, Pforzheim 1862, S. 87 - 90
- Hans Georg Zier: Geschichte der Stadt Pforzheim, Konrad Theiss Verlag Stuttgart 1982, ISBN 3-8062-0234-6, S. 38 - 40
- S. F. Gehres: Pforzheims kleine Chronik. Ein Beytrag zur Kunde deutscher Städte und Sitten, Memmingen 1792; 2. vermehrte Aufl. Karlsruhe 1811, S. 18 - 24
- Jacob und Wilhelm Grimm, Deutsche Sagen, Kassel 1816/18, Nr. 354
Weblinks
- - - - Vorlage veraltet, bitte nicht mehr benutzen! - - - Weiteres siehe Vorlage:Wikipedia2 - - - Link war: Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Ritualmordlegende”
- - - - Vorlage veraltet, bitte nicht mehr benutzen! - - - Weiteres siehe Vorlage:Wikipedia2 - - - Link war: Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Thomas von Cantimpré”