Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!
Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenz![]()
mail.de
Maultaschen: Unterschied zwischen den Versionen
Ratz (Diskussion | Beiträge) KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
Infos per Mail von Herrn Iseler aus Lauterbach |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
'''Maultaschen''' sind eine Spezialität der schwäbischen Küche. Es handelt sich um mit Fleisch und Spinat gefüllte Nudeltaschen, die traditionell in der Brühe, mit Ei angebraten oder geschmälzt (mit angebratenen Zwiebeln übergossen) gereicht werden. |
'''Maultaschen''' sind eine Spezialität der schwäbischen Küche. Es handelt sich um mit Fleisch und Spinat gefüllte Nudeltaschen, die traditionell in der Brühe, mit Ei angebraten oder geschmälzt (mit angebratenen Zwiebeln übergossen) gereicht werden. Erste schriftliche Erwähnung fand das Gericht in einem böhmisch-sächsischen Kochbuch aus dem 17. Jahrhundert.<ref>Karl Napf: Der Schwabe als solcher, ISBN: 3806211213</ref> |
||
== Legende == |
== Legende == |
||
Eine der Legenden, wie Maultaschen entstanden sind, ist an das [[Kloster Maulbronn]] gebunden: |
Eine der Legenden, wie Maultaschen entstanden sind, ist an das [[Kloster Maulbronn]] gebunden: |
||
Man erzählt sich, dass einer der [[Zisterzienser]]mönche des Klosters auch in der Fastenzeit nicht auf Fleisch verzichten wollte und es daher geschickt in Nudeltaschen versteckte, daher kommt auch der |
Man erzählt sich, dass einer der [[Zisterzienser]]mönche des Klosters auch in der Fastenzeit nicht auf Fleisch verzichten wollte und es daher geschickt in Nudeltaschen versteckte, daher kommt auch der Spitzname '''Herrgottsbescheisserle'''. |
||
== Kritik an der Legende == |
|||
Da, nach den Recherchen von Ralf Jandl (Karl Napf), das Gericht erst im 17. Jahrhundert und dazu in einem böhmischen Kochbuch erstmals erwähnt wurde ist die Legende der Entstehung im Kloster Maulbronn nicht haltbar. Das Kloster war zu dieser Zeit bereits in eine evangelische Klosterschule umgewandelt. Da der Protestantismus keine Abstinenztage kennt, wäre das angebliche Verhalten des Mönchs (der nicht auf Fleisch verzichten wollte) völlig sinnlos gewesen. Stimmig wäre die Geschichte im katholischen Oberschwaben, das damals zu Voderösterreich gehörte, damit zum österreichischen Großreich und damit auch zu demselben Staat wie das Maultaschenerfinderland Böhmen. |
|||
[[Kategorie:Regionale Küche]] |
[[Kategorie:Regionale Küche]] |
||
Version vom 27. März 2008, 18:28 Uhr
Maultaschen sind eine Spezialität der schwäbischen Küche. Es handelt sich um mit Fleisch und Spinat gefüllte Nudeltaschen, die traditionell in der Brühe, mit Ei angebraten oder geschmälzt (mit angebratenen Zwiebeln übergossen) gereicht werden. Erste schriftliche Erwähnung fand das Gericht in einem böhmisch-sächsischen Kochbuch aus dem 17. Jahrhundert.[1]
Legende
Eine der Legenden, wie Maultaschen entstanden sind, ist an das Kloster Maulbronn gebunden:
Man erzählt sich, dass einer der Zisterziensermönche des Klosters auch in der Fastenzeit nicht auf Fleisch verzichten wollte und es daher geschickt in Nudeltaschen versteckte, daher kommt auch der Spitzname Herrgottsbescheisserle.
Kritik an der Legende
Da, nach den Recherchen von Ralf Jandl (Karl Napf), das Gericht erst im 17. Jahrhundert und dazu in einem böhmischen Kochbuch erstmals erwähnt wurde ist die Legende der Entstehung im Kloster Maulbronn nicht haltbar. Das Kloster war zu dieser Zeit bereits in eine evangelische Klosterschule umgewandelt. Da der Protestantismus keine Abstinenztage kennt, wäre das angebliche Verhalten des Mönchs (der nicht auf Fleisch verzichten wollte) völlig sinnlos gewesen. Stimmig wäre die Geschichte im katholischen Oberschwaben, das damals zu Voderösterreich gehörte, damit zum österreichischen Großreich und damit auch zu demselben Staat wie das Maultaschenerfinderland Böhmen.
- ↑ Karl Napf: Der Schwabe als solcher, ISBN: 3806211213