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'''Julius Moser''' (geb. 18. Juli 1882 in Pforzheim; gest. 12. Februar 1970 in Pforzheim) war ein Pforzheimer Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung, der die „[[Scho’a]]“ (hebräisch הַשׁוֹאָה; deutsch Holocaust) überlebt habt. |
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== Leben == |
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Er war [[jüdisch]]er Abstammung. |
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Julius Moser studierte Bauingenieurwesen. Im Ersten Weltkrieg war er Artillerieoffizier. Nach Kriegsende leitete er das Herrenbekleidungsgeschäft seines Vaters. Er war Mitgründer des [[Rotary]] Club Pforzheim und bis in die [[1930er]]-Jahre Mitglied der Handelskammer Pforzheim. |
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Moser musste im 3. Reich aufgrund seiner jüdischen Herkunft sein Geschäft aufzugeben. Anschließend musste er Zwangsarbeit verrichten. Am 14. Februar 1945 wurde er in das KZ Theresienstadt deportiert. Am 17. Juni 1945 kehrte er nach Pforzheim zurück. Von [[1945]] bis [[1959]] war er gewählter Präsident der [[Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald|Industrie- und Handelskammer]] (IHK). Seit 1952 war er Träger des großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Von 1948 bis 1958 war er Stadtrat. Am 18. Juli 1962 wurde er zum Ehrenbürger ernannt. |
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In der Zeit des [[Nationalsozialismus]] konnte er als in sogenannter "privilegierter Mischehe" lebender "Nicht-Arier" einer Deportation bis [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]]sende entgehen. Erst in den letzten Kriegstagen wurde er zusammen mit anderen in das Konzentrationslager (KZ) Theresienstadt transportiert. Durch diesen Umstand entging er dem Bombardement Pforzheims am [[23. Februar 1945]], im Nachhinein ein Glücksfall, da "Nicht-Arier" nicht in die öffentlichen Schutzräume durften. Moser kehrte nach der Befreiung des KZ sofort in seine Heimatstadt zurück. Ihm wurde 1945 vom amerikanischen Besatzungs-Kommandanten das Amt als Handelskammerpräsident übertragen und seine Wahl am 5. Oktober 1945 entgültig bestätigt. |
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== Literatur == |
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* Er wurde [[1962]] [[Ehrenbürger]] der Stadt Pforzheim. |
* Er wurde [[1962]] [[Ehrenbürger]] der Stadt Pforzheim. |
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== Weblinks == |
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* [https://www.pforzheim.de/kultur-freizeit/stadtgeschichte/juedische-buerger/glossar-ansicht.html?tx_glossary2_glossary%5Bglossary%5D=58&tx_glossary2_glossary%5Baction%5D=show&cHash=4e3177b4a2f09ef6c6b21bb150582b13 Eintrag Julius Moser in der Datenbank der "Ehrenbürger" auf der offiziellen Webpräsenz der Stadt Pforzheim] |
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Version vom 18. Juni 2018, 20:40 Uhr
Julius Moser (geb. 18. Juli 1882 in Pforzheim; gest. 12. Februar 1970 in Pforzheim) war ein Pforzheimer Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung, der die „Scho’a“ (hebräisch הַשׁוֹאָה; deutsch Holocaust) überlebt habt.
Leben
Er war jüdischer Abstammung.
Julius Moser studierte Bauingenieurwesen. Im Ersten Weltkrieg war er Artillerieoffizier. Nach Kriegsende leitete er das Herrenbekleidungsgeschäft seines Vaters. Er war Mitgründer des Rotary Club Pforzheim und bis in die 1930er-Jahre Mitglied der Handelskammer Pforzheim.
Moser musste im 3. Reich aufgrund seiner jüdischen Herkunft sein Geschäft aufzugeben. Anschließend musste er Zwangsarbeit verrichten. Am 14. Februar 1945 wurde er in das KZ Theresienstadt deportiert. Am 17. Juni 1945 kehrte er nach Pforzheim zurück. Von 1945 bis 1959 war er gewählter Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK). Seit 1952 war er Träger des großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Von 1948 bis 1958 war er Stadtrat. Am 18. Juli 1962 wurde er zum Ehrenbürger ernannt.
Literatur
- Julius Moser: KZ Theresienstadt. Erlebnisse eines "Nichtariers" in den letzten Monaten des Naziregimes, postum erschienen in den Pforzheimer Heften, Nr. 3, Pforzheim 1995 ISBN 3-9803529-7-8
- 100 Jahre Industrie- und Handelskammer Pforzheim 1954
Ehrungen
- Julius-Moser-Straße
- Er wurde 1962 Ehrenbürger der Stadt Pforzheim.