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Julius Moser: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Julius Moser''' (* 18. Juli [[1882]] in {{Geboren in|Pforzheim}}; gestorben [[1970]] in [[Gestorben in::Pforzheim]]) war ein Pforzheimer Unternehmer [[jüdisch]]er Abstammung. Er war Mitgründer des [[Rotary]] Club Pforzheim und bis in die [[1930er]]-Jahre Mitglied der Handelskammer Pforzheim. [[1945]] bis [[1959]] war er gewählter Präsident der [[Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald|Industrie- und Handelskammer]] (IHK).
'''Julius Moser''' (* 18. Juli [[1882]] in {{Geboren in|Pforzheim}}; † 12. Februar [[1970]] in [[Gestorben in::Pforzheim]]) war ein Pforzheimer Unternehmer [[jüdisch]]er Abstammung. Er war Mitgründer des [[Rotary]] Club Pforzheim und bis in die [[1930er]]-Jahre Mitglied der Handelskammer Pforzheim. [[1945]] bis [[1959]] war er gewählter Präsident der [[Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald|Industrie- und Handelskammer]] (IHK).


In der Zeit des [[Nationalsozialismus]] konnte er als in sogenannter "privilegierter Mischehe" lebender "Nicht-Arier" einer Deportation bis [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]]sende entgehen. Erst in den letzten Kriegstagen wurde er mit zusammen mit anderen in das Konzentrationslager (KZ) Theresienstadt transportiert. Durch diesen Umstand entging er dem Bombardement Pforzheims am [[23. Februar 1945]], im Nachhinein ein Glücksfall, da "Nicht-Arier" nicht in die öffentlichen Schutzräume durften. Moser kehrte nach der Befreiung des KZ sofort in seine Heimatstadt zurück. Ihm wurde 1945 vom amerikanischen Besatzungs-Kommandanten das Amt als Handelskammerpräsident übertragen und seine Wahl am 5. Oktober 1945 entgültig bestätigt.
In der Zeit des [[Nationalsozialismus]] konnte er als in sogenannter "privilegierter Mischehe" lebender "Nicht-Arier" einer Deportation bis [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]]sende entgehen. Erst in den letzten Kriegstagen wurde er zusammen mit anderen in das Konzentrationslager (KZ) Theresienstadt transportiert. Durch diesen Umstand entging er dem Bombardement Pforzheims am [[23. Februar 1945]], im Nachhinein ein Glücksfall, da "Nicht-Arier" nicht in die öffentlichen Schutzräume durften. Moser kehrte nach der Befreiung des KZ sofort in seine Heimatstadt zurück. Ihm wurde 1945 vom amerikanischen Besatzungs-Kommandanten das Amt als Handelskammerpräsident übertragen und seine Wahl am 5. Oktober 1945 entgültig bestätigt.


== Literatur ==
== Literatur ==

Version vom 18. Juni 2018, 13:35 Uhr

Julius Moser (* 18. Juli 1882 in Pforzheim; † 12. Februar 1970 in Pforzheim) war ein Pforzheimer Unternehmer jüdischer Abstammung. Er war Mitgründer des Rotary Club Pforzheim und bis in die 1930er-Jahre Mitglied der Handelskammer Pforzheim. 1945 bis 1959 war er gewählter Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK).

In der Zeit des Nationalsozialismus konnte er als in sogenannter "privilegierter Mischehe" lebender "Nicht-Arier" einer Deportation bis Kriegsende entgehen. Erst in den letzten Kriegstagen wurde er zusammen mit anderen in das Konzentrationslager (KZ) Theresienstadt transportiert. Durch diesen Umstand entging er dem Bombardement Pforzheims am 23. Februar 1945, im Nachhinein ein Glücksfall, da "Nicht-Arier" nicht in die öffentlichen Schutzräume durften. Moser kehrte nach der Befreiung des KZ sofort in seine Heimatstadt zurück. Ihm wurde 1945 vom amerikanischen Besatzungs-Kommandanten das Amt als Handelskammerpräsident übertragen und seine Wahl am 5. Oktober 1945 entgültig bestätigt.

Literatur

  • Julius Moser: KZ Theresienstadt. Erlebnisse eines "Nichtariers" in den letzten Monaten des Naziregimes, postum erschienen in den Pforzheimer Heften, Nr. 3, Pforzheim 1995 ISBN 3-9803529-7-8
  • 100 Jahre Industrie- und Handelskammer Pforzheim 1954

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