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Simon Bloch: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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[[File:Stolperstein Pforzheim Bloch Dr Simon.jpeg|thumb|Stolperstein für Simon Bloch in Pforzheim]]
'''Simon Bloch''' (geboren [[21. Dezember]] [[1886]] in Sulzburg, nach dem [[15. Juli]] [[1941]] nach {{gestorben in|Gurs}} deportiert, dort gestorben) war Gymnasiallehrer und Opfer der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|Nationalsozialisten]]..
'''Simon Bloch''' (geboren [[Geburtstag::21. Dezember]] [[Geburtsjahr::1886]] in {{Geboren in|Sulzburg}}; gestorben in {{gestorben in|Gurs}} nach dem [[15. Juli]] [[Todesjahr::1941]]) war [[Ist::Lehrer|Gymnasiallehrer]] und [[Ist::NS-Opfer|Opfer des Nationalsozialismus]].


==Leben==
== Leben und Wirken ==
Simon Bloch gehörte zur [[Juden|jüdischen]] Gemeinde in [[Tätig in::Pforzheim]] und wohnte in der [[Kaiser-Wilhelm-Straße]] 5.

Simon Bloch gehörte zur [[Juden|jüdischen]] Gemeinde in [[Pforzheim]] und wohnte in der [[Kaiser-Wilhelm-Straße]] 5.
Am 29. Juli 1905 machte er seine Prüfung als Volksschullehrer, am 2. April 1912 seine Prüfung für das höhere Lehramt. Noch im selben Monat begann er seinen Dienst als Lehramtspraktikant. Er wurde am 1. April 1913 entlassen.
Am 29. Juli 1905 machte er seine Prüfung als Volksschullehrer, am 2. April 1912 seine Prüfung für das höhere Lehramt. Noch im selben Monat begann er seinen Dienst als Lehramtspraktikant. Er wurde am 1. April 1913 entlassen.


Im Zeitraum zwischen dem 29. Januar 1915 und dem 8. November 1919 war er Frontkämpfer im 1. Weltkrieg.
Im Zeitraum zwischen dem 29. Januar 1915 und dem 8. November 1919 war er Frontkämpfer im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]].


Ab dem 9. Dezember 1919 war er wieder als Lehramtspraktikant tätig.
Ab dem 9. Dezember 1919 war er wieder als Lehramtspraktikant tätig.
Ab dem 1. April 1920 arbeitete er als Professor in der Friedrich-Oberrealschule in Pforzheim.
Ab dem 1. April 1920 arbeitete er als Professor in der [[Friedrich-Oberrealschule]] in Pforzheim.


Am 1. Januar 1936 wurde er auf Grund des § 4 der 1. Verordnung des Reichsbürgergesetztes als Jude in den Ruhestand versetzt.
Am 1. Januar 1936 wurde er auf Grund des § 4 der 1. Verordnung des Reichsbürgergesetztes als Jude in den Ruhestand versetzt.


Am 22. Oktober [[1940]] holten die Nazis Dr. Bloch aus seiner Wohnung und deportierten ihn wie 194 andere jüdische Menschen aus Pforzheim ins [[Internierungslager Gurs]] in Südfrankreich.
==Deportation==


Dr. Simon Bloch starb im Lager Gurs; sein letztes Lebenszeichen war ein Brief an Herrn Hirschheimer am 15. Juli 1941 aus dem KZ Gurs, in dem er sich im Namen anderer Pforzheimer und Pforzheimerinnen für Hilfspakete bedanke.
Am 22. Oktober [[1940]] holten die Nazis Simon Bloch aus seiner Wohnung und deportierten ihn wie 194 andere jüdische Menschen aus Pforzheim ins [[Internierungslager Gurs]] in Südfrankreich.

Simon Bloch starb im Lager Gurs, sein letztes Lebenszeichen war ein Brief an Herr Hirschheimer am 15.Juli 1941 aus dem KZ Gurs, in dem er sich im Namen anderer Pforzheimer und Pforzheimerinnen für Hilfspakete bedanke.


==Erinnerung==
==Erinnerung==
Im Rahmen der Aktion [[Stolpersteine]] wurde für Dr. Simon Bloch am 28. April [[2010]] ein Stein vor seiner Wohnadresse in der Kaiser-Wilhelm-Straße 5 in den Boden eingelassen.


==Quellen==
Im Rahmen der Aktion "[[Stolpersteine]]" wurde für Simon Bloch am 28. April [[2010]] ein Stein vor seiner Wohnadresse in der Kaiser-Wilhelm Str. 5 in den Boden eingelassen.
* [[Adressbuch Pforzheim]]
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== Weblinks ==
* Eintrag Dr. Simon Bloch in der Datenbank der zwischen 1919 und 1945 in Pforzheim geborenen bzw. ansässigen jüdischen Bürgerinnen und Bürger und deren Schicksale auf der offiziellen Webpräsenz der Stadt Pforzheim [https://www.pforzheim.de/stadt/stadtgeschichte/gedenken/juedische-buerger/glossar-ansicht.html?tx_glossary2_glossary%5Bglossary%5D=134&tx_glossary2_glossary%5Baction%5D=show&cHash=fa582a49506008ffe5fb746de7df5424 online]


==Quellen==
* Adressbuch Pforzheim
* [[Gerhard Brändle]] mit Sarah Hary: "...als ob wir Feinde wären", Jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim 1933 bis 1945: Vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs, Pforzheim, 2000


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[[Kategorie:Geschichte (Person)]]
[[Kategorie:Mann]]
[[Kategorie:Jude]]
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[[Kategorie:Pädagoge]]
[[Kategorie:NS-Opfer]]
[[Kategorie:NS-Opfer]]

Aktuelle Version vom 28. November 2020, 15:03 Uhr

Stolperstein für Simon Bloch in Pforzheim

Simon Bloch (geboren 21. Dezember 1886 in Sulzburg; gestorben in Gurs nach dem 15. Juli 1941) war Gymnasiallehrer und Opfer des Nationalsozialismus.

Leben und Wirken

Simon Bloch gehörte zur jüdischen Gemeinde in Pforzheim und wohnte in der Kaiser-Wilhelm-Straße 5. Am 29. Juli 1905 machte er seine Prüfung als Volksschullehrer, am 2. April 1912 seine Prüfung für das höhere Lehramt. Noch im selben Monat begann er seinen Dienst als Lehramtspraktikant. Er wurde am 1. April 1913 entlassen.

Im Zeitraum zwischen dem 29. Januar 1915 und dem 8. November 1919 war er Frontkämpfer im Ersten Weltkrieg.

Ab dem 9. Dezember 1919 war er wieder als Lehramtspraktikant tätig. Ab dem 1. April 1920 arbeitete er als Professor in der Friedrich-Oberrealschule in Pforzheim.

Am 1. Januar 1936 wurde er auf Grund des § 4 der 1. Verordnung des Reichsbürgergesetztes als Jude in den Ruhestand versetzt.

Am 22. Oktober 1940 holten die Nazis Dr. Bloch aus seiner Wohnung und deportierten ihn wie 194 andere jüdische Menschen aus Pforzheim ins Internierungslager Gurs in Südfrankreich.

Dr. Simon Bloch starb im Lager Gurs; sein letztes Lebenszeichen war ein Brief an Herrn Hirschheimer am 15. Juli 1941 aus dem KZ Gurs, in dem er sich im Namen anderer Pforzheimer und Pforzheimerinnen für Hilfspakete bedanke.

Erinnerung

Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Dr. Simon Bloch am 28. April 2010 ein Stein vor seiner Wohnadresse in der Kaiser-Wilhelm-Straße 5 in den Boden eingelassen.

Quellen

Weblinks

  • Eintrag Dr. Simon Bloch in der Datenbank der zwischen 1919 und 1945 in Pforzheim geborenen bzw. ansässigen jüdischen Bürgerinnen und Bürger und deren Schicksale auf der offiziellen Webpräsenz der Stadt Pforzheim online