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Alte Kirche (Wilferdingen): Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''alte Kirche''' in Wilferdingen wurde in den Jahren [[1784]] bis [[1786]] erbaut. Sie wurde am [[8. Oktober]] 1786 eingeweiht und im Jahr [[1975]] aufgelassen (aufgelöst). |
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Die Kirche in der Kirchstraße wurde im frühklassizistischen Stil erbaut. Das schlichte Bauwerk besteht aus einem zweigeschossigen Saalbau mit eingeschossigem Sakristeianbau und teils in das Langhaus integriertem Turm mit Eingang und beidseitigem Treppenhaus. |
Die Kirche in der Kirchstraße wurde im frühklassizistischen Stil erbaut. Das schlichte Bauwerk besteht aus einem zweigeschossigen Saalbau mit eingeschossigem Sakristeianbau und teils in das Langhaus integriertem Turm mit Eingang und beidseitigem Treppenhaus. Sie wurde am [[8. Oktober]] 1786 eingeweiht. |
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Die mangelnde Größe und die äußerste Schlichtheit der Kirche gaben bereits 1934 Anlass zu Klagen. Erste Neubaupläne wurden aufgrund des Zweiten Weltkriegs und der nachfolgenden Notzeiten jedoch nicht weiter verfolgt. Erst 1964 beantragte die Gemeinde bei der Oberfinanzdirektion einen Kirchenneubau, der 1969 schließlich genehmigt wurde, so dass 1971 der Bau der [[Christuskirche (Wilferdingen)|Christuskirche]] begann. Zwei der alten Glocken von [[1787]] kamen schon [[1973]] auf den Turm der Christuskirche, deren Fertigstellung sich jedoch aufgrund eines Brandes noch bis 1975 verzögerte. |
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Die Alte Kirche hätte nach Fertigstellung der Christuskirche abgerissen werden sollen, aber das Denkmalamt bestand mindestens auf dem Erhalt des Turms und zweier Fensterachsen des Langhauses, um das traditionelle Orts- und Straßenbild nicht zu beeinträchtigen. So blieb die Kirche doch erhalten, auch wenn es zunächst kein Nutzungs- oder Sanierungskonzept gab. Der Verfall des alten renovierungsbedürftigen Sakralbaus nahm schnell große Ausmaße an. |
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Zwei der alten Glocken von [[1787]] sind noch erhalten. Sie befinden sich seit [[1973]] auf dem Turm der [[Christuskirche (Wilferdingen)|Christuskirche]]. 1975 wurde die alte Kirche aufgelassen (aufgelöst) und die neue Christuskirche eingeweiht. |
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| ⚫ | Etwa 50 engagierte Bürger gründeten zu Beginn des Jahres [[1984]] den ''Förder- und Trägerverein Alte Kirche Wilferdingen''. Dieser kaufte die Kirche im Februar 1984 für 40.000 D-Mark und hat sie instand gesetzt. Möglich war dies nur mit einem Zuschuss des Landesdenkmalamt in Höhe von 200.000 D-Mark. Durch die auch den Einbau eines Toilettentraktes und einer Garderobe umfassenden Baumaßnahmen wurde die Kirche zum Bürgerzentrum ausgebaut. Mit Hilfe der Uhrmacher- und [[Goldschmiedeschule]] [[Pforzheim]] wurde auch die Kirchturmuhr wieder gangbar gemacht. |
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Der Verfall des alten renovierungsbedürftige Sakralbau nahm schnell große Ausmaße an. Etwa 50 engagierte Bürger gründeten [[1984]] den ''Förder- und Trägerverein Alte Kirche Wilferdingen''. |
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*[[Otto Bickel]]: Remchingen. Geschichte seiner Ortsteile und der Adelsfamilie dieses Namens. Remchingen 1993, S. 562-575. |
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Aktuelle Version vom 2. September 2020, 10:48 Uhr

Die Alte Kirche in Remchingens Teilort Wilferdingen wurde in den Jahren 1784 bis 1786 erbaut. Sie wurde nach dem Bau der Christuskirche 1975 säkularisiert und verfiel danach zusehends. Ab 1984 wurde die Kirche wieder instand gesetzt und zum Bürgerzentrum umgebaut.
Geschichte
Beim Bau der Kirche wurden Steine der aufgrund von Baufälligkeit abgerissenen Alt-Remchinger Peter und Paul Kirche, die am Platz des heutigen Bahnhofs stand, mitverwendet.
Die Kirche in der Kirchstraße wurde im frühklassizistischen Stil erbaut. Das schlichte Bauwerk besteht aus einem zweigeschossigen Saalbau mit eingeschossigem Sakristeianbau und teils in das Langhaus integriertem Turm mit Eingang und beidseitigem Treppenhaus. Sie wurde am 8. Oktober 1786 eingeweiht.
Die mangelnde Größe und die äußerste Schlichtheit der Kirche gaben bereits 1934 Anlass zu Klagen. Erste Neubaupläne wurden aufgrund des Zweiten Weltkriegs und der nachfolgenden Notzeiten jedoch nicht weiter verfolgt. Erst 1964 beantragte die Gemeinde bei der Oberfinanzdirektion einen Kirchenneubau, der 1969 schließlich genehmigt wurde, so dass 1971 der Bau der Christuskirche begann. Zwei der alten Glocken von 1787 kamen schon 1973 auf den Turm der Christuskirche, deren Fertigstellung sich jedoch aufgrund eines Brandes noch bis 1975 verzögerte.
Die Alte Kirche hätte nach Fertigstellung der Christuskirche abgerissen werden sollen, aber das Denkmalamt bestand mindestens auf dem Erhalt des Turms und zweier Fensterachsen des Langhauses, um das traditionelle Orts- und Straßenbild nicht zu beeinträchtigen. So blieb die Kirche doch erhalten, auch wenn es zunächst kein Nutzungs- oder Sanierungskonzept gab. Der Verfall des alten renovierungsbedürftigen Sakralbaus nahm schnell große Ausmaße an.
Etwa 50 engagierte Bürger gründeten zu Beginn des Jahres 1984 den Förder- und Trägerverein Alte Kirche Wilferdingen. Dieser kaufte die Kirche im Februar 1984 für 40.000 D-Mark und hat sie instand gesetzt. Möglich war dies nur mit einem Zuschuss des Landesdenkmalamt in Höhe von 200.000 D-Mark. Durch die auch den Einbau eines Toilettentraktes und einer Garderobe umfassenden Baumaßnahmen wurde die Kirche zum Bürgerzentrum ausgebaut. Mit Hilfe der Uhrmacher- und Goldschmiedeschule Pforzheim wurde auch die Kirchturmuhr wieder gangbar gemacht.
Nutzung
Die Kleinkunstinitiative Remchingen nutzt die Alte Kirche regelmäßig für ihre Veranstaltungen. Der ehemalige Kirchenraum wird heute auch von Gymnastikgruppen und einer Krabbelgruppe genutzt.
Die Gemeindebücherei befindet sich auf bei der verglasten Galerie. Der Gesangverein hat im Dachgeschoss seine Chorstube ausgebaut.
Literatur
- Otto Bickel: Remchingen. Geschichte seiner Ortsteile und der Adelsfamilie dieses Namens. Remchingen 1993, S. 562-575.
