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Evangelische Kirche (Niefern): Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Evangelische Kirche''' ist ein historisches Kirchengebäude in [[Niefern]]. Die in vor[[Reformation|reformatorischer]] Zeit St. Marien geweihte Kirche gehört heute zu den künstlerisch wertvollsten und besterhaltenen Sakralbauten im Enzkreis. |
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Der Chor stammt aus der ersten Hälfte des [[15. Jahrhundert]]s und wurde um 1500 um Schiff, Turm und Sakristei erweitert. Zuvor befand sich an selber Stelle eine kleinere, romanisch gestaltete Kirche. Ursprünglich war der Chor mit großen Wandbildern ausgemalt, die später übertüncht wurden. Um 1900 wurden sie restauriert. Nachdem die [[Markgrafschaft Baden|badischen Markgrafen]] Teile Nieferns erwarben, übertrugen sie die Rechte an der Kirche den Stiftsherren der [[Pforzheim]]er [[Schlosskirche]]. Da diese ein ganztägig abzuhaltendes Gebet in der Kirche einrichteten, wurde der Chor vom Schiff getrennt. Im Chor wurde ein Flügelaltar aufgestellt, im Schiff drei kleine Altarschreine. |
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Der heutige Glockenturm stammt von [[1743]]. Der bis dahin in Fachwerk errichtete Turm wurde durch massiven Stein ersetzt. Der Turmhelm blieb dabei in seinem Erscheinungsbild unverändert. Der Turm wurde [[1892]] aufgestockt. Bei der Aufstockung wurden weitere bauliche Änderungen am Gebäude getätigt. [[1896]] wurde die baufällige Kirche umfassend instand gesetzt. |
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Zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] kam es in Niefern zu Kampfhandlungen, in deren Folge die Sakristei der Kirche zerstört wurde. |
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[[1974]]–[[1978]] wurde die Kirche innen umfassend instand gesetzt. Dabei wurde die neugotische Innenausstattung entfernt und auf die mittelalterliche Ausstattung rückgebaut. Während der Arbeiten wurde ein [[Römischer Grabaltar aus Niefern|Grabaltar aus der Römerzeit]] entdeckt. |
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Pfarrer der Kirchengemeinde ist seit dem [[1. März]] [[2025]] Vjatscheslav Dreier. |
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== Quelle == |
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Aktuelle Version vom 18. Juni 2026, 16:13 Uhr

Die Evangelische Kirche ist ein historisches Kirchengebäude in Niefern. Die in vorreformatorischer Zeit St. Marien geweihte Kirche gehört heute zu den künstlerisch wertvollsten und besterhaltenen Sakralbauten im Enzkreis.
Geschichte
Der Kirchenbau liegt auf einem aufgeschütteten Plateau an der Kirch- und Hauptstraße über dem verdolten Kirnbach. Der Bau wurde in zwei größeren Bauabschnitten erstellt. Bis ins späte 19. Jahrhundert war die Kirchenanlage stark befestigt. Die Wehranlage mit Ringmauern wurde 1885 abgebrochen.
Der Chor stammt aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts und wurde um 1500 um Schiff, Turm und Sakristei erweitert. Zuvor befand sich an selber Stelle eine kleinere, romanisch gestaltete Kirche. Ursprünglich war der Chor mit großen Wandbildern ausgemalt, die später übertüncht wurden. Um 1900 wurden sie restauriert. Nachdem die badischen Markgrafen Teile Nieferns erwarben, übertrugen sie die Rechte an der Kirche den Stiftsherren der Pforzheimer Schlosskirche. Da diese ein ganztägig abzuhaltendes Gebet in der Kirche einrichteten, wurde der Chor vom Schiff getrennt. Im Chor wurde ein Flügelaltar aufgestellt, im Schiff drei kleine Altarschreine.
Der heutige Glockenturm stammt von 1743. Der bis dahin in Fachwerk errichtete Turm wurde durch massiven Stein ersetzt. Der Turmhelm blieb dabei in seinem Erscheinungsbild unverändert. Der Turm wurde 1892 aufgestockt. Bei der Aufstockung wurden weitere bauliche Änderungen am Gebäude getätigt. 1896 wurde die baufällige Kirche umfassend instand gesetzt.
Zum Ende des Zweiten Weltkriegs kam es in Niefern zu Kampfhandlungen, in deren Folge die Sakristei der Kirche zerstört wurde.
1974–1978 wurde die Kirche innen umfassend instand gesetzt. Dabei wurde die neugotische Innenausstattung entfernt und auf die mittelalterliche Ausstattung rückgebaut. Während der Arbeiten wurde ein Grabaltar aus der Römerzeit entdeckt.
Pfarrer der Kirchengemeinde ist seit dem 1. März 2025 Vjatscheslav Dreier.
Quelle
- Hermann Diruf/Christoph Timm: Kunst- und Kulturdenkmale in Pforzheim und im Enzkreis, ISBN 3-8062-1680-0
