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Gustav Ferdinand Pregizer: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Gustav Ferdinand Pregizer''' (* [[Geburtstag::30. Dezember]] [[Geburtsjahr::1815]]; † [[Todestag::26. Februar]] [[Todesjahr::1886]] in [[Pforzheim]]) war Markt-[[Ist::Kategorie:Apotheker|Apotheker]] in Pforzheim.
'''Gustav Ferdinand Pregizer''' (* [[Geburtstag::30. Dezember]] [[Geburtsjahr::1815]] in {{Geboren in|Peterzell}}; † [[Todestag::26. Februar]] [[Todesjahr::1886]] in {{Gestorben in|Pforzheim}}) war Markt-[[Ist::Kategorie:Apotheker|Apotheker]] in [[Tätig in::Pforzheim]].


== Leben und Wirken ==
== Leben und Wirken ==
Gustav Ferdinand Pregizer wurde in Peterzell bei Oberndorf (Neckar) geboren. Sein Vater, Wilhelm Friedrich Pregizer, war dort Pfarrer. Wie viele Pfarrerskinder kam der 15-jährige Gustav [[1830]] zu einem Apotheker in die Lehre. [[1833]] legte er das Gehilfen-Examen ab und war von Januar [[1834]] bis Ostern [[1839]] als Gehilfe in den Apotheken in [[Böblingen]], Beilstein, [[Heilbronn]] und Nürnberg tätig. Daraufhin bezog er für ein Semester, zum Studium der Pharmazie im Sommer 1839, die Universität [[Tübingen]]. Er schloss dieses mit dem Apotheker-Examen am [[07. September]] 1839 ab.
Gustav Ferdinand Pregizer wurde in Peterzell bei Oberndorf (Neckar) geboren. Sein Vater, Wilhelm Friedrich Pregizer, war dort Pfarrer. Wie viele Pfarrerskinder kam der 15-jährige Gustav [[1830]] zu einem Apotheker in die Lehre. [[1833]] legte er das Gehilfen-Examen ab und war von Januar [[1834]] bis Ostern [[1839]] als Gehilfe in den Apotheken in [[Böblingen]], Beilstein, [[Heilbronn]] und Nürnberg tätig. Daraufhin bezog er für ein Semester, zum Studium der Pharmazie im Sommer 1839, die Universität [[Tübingen]]. Er schloss dieses mit dem Apotheker-Examen am [[7. September]] 1839 ab.


Die folgenden fünf Jahre arbeitete Pregizer als angestellter Apotheker und erhielt [[1844]] die kleine Landapotheke in [[Tiefenbronn]] als [[Konzession]] verliehen. Am [[16. Juli]] [[Heirat::1844]] ehelichte er [[Verheiratet mit::Friederike Thumm]], die Tochter des Bruchsaler Apothekers David Thumm. Aus der Ehe gingen acht Kinder hervor.
Die folgenden fünf Jahre arbeitete Pregizer als angestellter Apotheker und erhielt [[1844]] die kleine Landapotheke in [[Tiefenbronn]] als Konzession verliehen. Am [[16. Juli]] [[Heirat::1844]] ehelichte er [[Verheiratet mit::Friederike Thumm]], die Tochter des Bruchsaler Apothekers David Thumm. Aus der Ehe gingen acht Kinder hervor. Die Tochter Emma Pregizer (1864-1936) heiratete den Privatgelehrten [[Gustav Ehrismann]] (1855-1941).


Entscheidend für sein weiteres Leben war die Gelegenheit, die Apotheke am Markt in Pforzheim käuflich erwerben zu können. In der Geschichte der Apotheken von Pforzheim spielte Pregizer über dreißig Jahre hinweg eine wichtige Rolle.
Entscheidend für sein weiteres Leben war die Gelegenheit, die Apotheke am Markt in Pforzheim käuflich erwerben zu können. In der Geschichte der Apotheken von Pforzheim spielte Pregizer über dreißig Jahre hinweg eine wichtige Rolle.


Von seinen Söhnen ergriffen [[Karl Ulrich Pregizer]] (*[[23. Mai]] [[1847]]) und [[Gustav Albert Ludwig Pregizer]] (*[[28. Juli]] [[1853]]) den Apothekerberuf. Der erstere legte am [[30. Oktober]] [[1871]] in [[Karlsruhe]] das badische Apotheker-Examen ab. Sein jüngerer Bruder Gustav erwarb nach nun mehr deutscher Ordnung in Karlsruhe, nach dem Staatsexamen im Jahre [[1877]]/[[1878]] die Approbation als Apotheker.
Von seinen Söhnen ergriffen [[Karl Ulrich Pregizer]] und [[Gustav Albert Ludwig]] den Apothekerberuf. Der erstere legte am [[30. Oktober]] [[1871]] in [[Karlsruhe]] das badische Apotheker-Examen ab. Sein jüngerer Bruder Gustav erwarb nach nun mehr deutscher Ordnung in Karlsruhe, nach dem Staatsexamen im Jahre [[1877]]/[[1878]] die Approbation als Apotheker.


Nach dem Tode des Vaters übernahmen beide Brüder gemeinsam die Leitung der Apotheke. Sie resignierten – beide blieben ledig – und verkauften [[1904]] die Apotheke an Dr. Ostermayer.
Nach dem Tode des Vaters übernahmen beide Brüder gemeinsam die Leitung der Apotheke. Sie resignierten – beide blieben ledig – und verkauften [[1904]] die Apotheke an Dr. Ostermayer.

Aktuelle Version vom 26. Februar 2020, 20:26 Uhr

Gustav Ferdinand Pregizer (* 30. Dezember 1815 in Peterzell; † 26. Februar 1886 in Pforzheim) war Markt-Apotheker in Pforzheim.

Leben und Wirken

Gustav Ferdinand Pregizer wurde in Peterzell bei Oberndorf (Neckar) geboren. Sein Vater, Wilhelm Friedrich Pregizer, war dort Pfarrer. Wie viele Pfarrerskinder kam der 15-jährige Gustav 1830 zu einem Apotheker in die Lehre. 1833 legte er das Gehilfen-Examen ab und war von Januar 1834 bis Ostern 1839 als Gehilfe in den Apotheken in Böblingen, Beilstein, Heilbronn und Nürnberg tätig. Daraufhin bezog er für ein Semester, zum Studium der Pharmazie im Sommer 1839, die Universität Tübingen. Er schloss dieses mit dem Apotheker-Examen am 7. September 1839 ab.

Die folgenden fünf Jahre arbeitete Pregizer als angestellter Apotheker und erhielt 1844 die kleine Landapotheke in Tiefenbronn als Konzession verliehen. Am 16. Juli 1844 ehelichte er Friederike Thumm, die Tochter des Bruchsaler Apothekers David Thumm. Aus der Ehe gingen acht Kinder hervor. Die Tochter Emma Pregizer (1864-1936) heiratete den Privatgelehrten Gustav Ehrismann (1855-1941).

Entscheidend für sein weiteres Leben war die Gelegenheit, die Apotheke am Markt in Pforzheim käuflich erwerben zu können. In der Geschichte der Apotheken von Pforzheim spielte Pregizer über dreißig Jahre hinweg eine wichtige Rolle.

Von seinen Söhnen ergriffen Karl Ulrich Pregizer und Gustav Albert Ludwig den Apothekerberuf. Der erstere legte am 30. Oktober 1871 in Karlsruhe das badische Apotheker-Examen ab. Sein jüngerer Bruder Gustav erwarb nach nun mehr deutscher Ordnung in Karlsruhe, nach dem Staatsexamen im Jahre 1877/1878 die Approbation als Apotheker.

Nach dem Tode des Vaters übernahmen beide Brüder gemeinsam die Leitung der Apotheke. Sie resignierten – beide blieben ledig – und verkauften 1904 die Apotheke an Dr. Ostermayer.

Literatur

  • Apotheker Gustav Pregizer aus Peterzell in Pforzheim – Württ. Apotheker außerhalb des Landes – Folge XXXVI 1992 –1996 von Armin Wankmüller