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Altes Lutherhaus (Pforzheim): Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Altes Lutherhaus in Pforzheim, Innen.png|thumb|Altes Lutherhaus ]]
[[Datei:Altes Lutherhaus in Pforzheim, Innen.png|thumb|Altes Lutherhaus ]]
[[Datei:Altes Lutherhaus in Pforzheim, Innen, Eingangshalle.png|thumb|Altes Lutherhaus ]]
[[Datei:Altes Lutherhaus in Pforzheim, Eingangshalle im Stil des Neoklassizismus nach Entwürfen von Karl Denzel und Otto Deichsel, 1913.jpg|thumb|Altes Lutherhaus ]]
[[Datei:Altes Lutherhaus in Pforzheim, Ruine, Relief "Christus als Kinderfreund" von Adolf Sautter (1872-1956).png|thumb|Altes Lutherhaus ]]
[[Datei:Ruine des Alten Lutherhauses in Pforzheim im Jahre 1945, mit Relief „Christus als Kinderfreund“ von Adolf Sautter (1872-1956).jpg|thumb|Ruine des Alten Lutherhauses in Pforzheim im Jahre 1945, mit Relief „Christus als Kinderfreund“ von Adolf Sautter (1872-1956)]]
Das '''Alte Lutherhaus''' in [[Pforzheim]] war ein Evangelisches Gemeindehaus an der [[Schulstraße]] 8, Ecke [[Gymnasiumstraße]]. Es wurde [[Erbaut::1913]]/14 anstelle des Pfarrhauses erbaut. [[Zerstört::1945]] wurde es zerstört.


== Geschichte ==
Das alte Lutherhaus in Pforzheim war ein Evangelisches Gemeindehaus
An der Stelle des Lutherhauses stand ursprünglich ein Adelshaus aus dem 16. Jahrhundert, das Daniel von Remchingen gehörte. 1579 erwarb es Ludwig Gremp von Freudenstein. 1607 veräußerte dieser das Haus an Hans Burckhart von Hertingshausen. Seit 1699 war es im Besitz der Familie von Wallbronn, unter der Bezeichnung "am Viehmarkt zwischen Prediger Gäßlin". Im Jahre 1764 wurde das Haus als Wohnung für den Spezial (Geistlichen) angekauft. Das alte Haus wurde 1837 abgebrochen und an selber Stelle das ''Specialatsgebäude'' (Predigerhaus) errichtet. 1913 abgebrochen und an dieser Stelle das Lutherhaus erbaut. <ref>'''Specialatsgebäude'''. In:Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, S. 275.</ref>


== Adresse ==
Christoph Timm nennt in seiner Ausgabe von 2004, S. 67 als Adresse: Gymnasiumstraße 23.<ref name="Timm_67"/> In der Ausgabe von 2006, S. 348 nennt er jedoch als Adresse: Schulstraße 8.<ref> ''' Deichsel, Otto '''. In: Christoph Timm:''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen'' Pforzheim 2006, S. 348.</ref><ref> ''' Denzel, Karl '''. In: Christoph Timm:''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen'' Pforzheim 2006, S. 348.</ref>
== Architektenwettbewerb ==


Für den Bau des Evangelischen Gemeindehauses in Pforzheim erging zuvor ein Architektenwettbewerb. Bei diesem auf die in Pforzheim ansässigen Architekten beschränkten Wettbewerb gingen insgesamt 35 Arbeiten ein. Das Preisgericht verteilte unter Anerkennung der künstlerischen Höhe der eingegangenen Arbeiten die Preissumme von 3000 Mark in folgender Weise: Ein Zweiter Preis von 1000 Mark erging an die Architekten Hartmann & Forschner; einen weiteren Zweiten Preis von 1000 Mark ging an die Architekten Denzel & Deichsel. Einen dritten Preis von 500 Mark ging an den Architekten [[Emil Ringer]]. Zwei Ankäufe zu je 250 Mark waren für die Arbeiten der Architekten Schrade und Mahler & Brenner. Ein Entwurf des Architekten Faller wurde noch zum Ankauf empfohlen.<ref>Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen 1913, Nr. 3, S. 23 [http://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/image/1499766280559_1913/30/] </ref>
Für den Bau des Evangelischen Gemeindehauses in Pforzheim erging zuvor ein Architektenwettbewerb. Bei diesem auf die in Pforzheim ansässigen Architekten beschränkten Wettbewerb gingen insgesamt 35 Arbeiten ein. Das Preisgericht verteilte unter Anerkennung der künstlerischen Höhe der eingegangenen Arbeiten die Preissumme von 3000 Mark in folgender Weise: Ein Zweiter Preis von 1000 Mark erging an die Architekten Hartmann & Forschner; einen weiteren Zweiten Preis von 1000 Mark ging an die Architekten Denzel & Deichsel. Einen dritten Preis von 500 Mark ging an den Architekten [[Emil Ringer]]. Zwei Ankäufe zu je 250 Mark waren für die Arbeiten der Architekten Schrade und Mahler & Brenner. Ein Entwurf des Architekten Faller wurde noch zum Ankauf empfohlen.<ref>Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen 1913, Nr. 3, S. 23 [http://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/image/1499766280559_1913/30/] </ref>


== Bau ==
Das Gebäude wurde im Jahre 1913 im Stil des [[Neoklassizismus]] nach Entwürfen von [[Karl Denzel]] und [[Otto Deichsel]] gestaltet.<ref name="Timm_92">Timm 2004, S. 92.</ref>
Das Gebäude wurde im Jahre 1913 im Stil des [[Neoklassizismus]] nach Entwürfen von [[Karl Denzel]] und [[Otto Deichsel]] gestaltet.<ref name="Timm_92">Timm 2004, S. 92.</ref>


Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zerstört. Christoph Timm bezeichnet das zerstörte Lutherhaus als "Ruine mit Mahnmalcharakter". <ref name="Timm_67">Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 67.</ref> Das Relief "Christus als Kinderfreund" von [[Adolf Sautter]] hatte den Krieg unbeschadet überstanden und war noch am kriegszerstörten Gebäude des Lutherhauses zu sehen. Bei der Trümmerräumung 1949 wurde das Relief zerstört.<ref name="Timm_67"/>
== Zerstörung ==
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zerstört.Christoph Timm bezeichnet das zerstörte Lutherhaus als "Ruine mit Mahnmalcharakter". <ref name="Timm_67">Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 67.</ref> Das Relief "Christus als Kinderfreund" von [[Adolf Sautter]] hatte den Krieg unbeschadet überstanden und war noch am kriegszerstörten Gebäude des Lutherhauses zu sehen. Bei der Trümmerräumung 1949 wurde das Relief zerstört.<ref name="Timm_67"/>



==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==
<references/>
<references/>




== Literatur ==
== Literatur ==
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* ''Das Lutherhaus in Pforzheim: Evangelisches Gemeindehaus ; Geschichte Bau Zweckbestimmung'', Pforzheim 1914
* ''Das Lutherhaus in Pforzheim: Evangelisches Gemeindehaus ; Geschichte Bau Zweckbestimmung'', Pforzheim 1914


[[Kategorie:Gebäude]]
[[Kategorie:Gebäude (Pforzheim)]]
[[Kategorie:Pforzheim]]
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk]]
[[Kategorie:Baudenkmal]]
[[Kategorie:Gemeindehaus]]

Aktuelle Version vom 6. Mai 2026, 12:11 Uhr

Altes Lutherhaus
Altes Lutherhaus
Ruine des Alten Lutherhauses in Pforzheim im Jahre 1945, mit Relief „Christus als Kinderfreund“ von Adolf Sautter (1872-1956)

Das Alte Lutherhaus in Pforzheim war ein Evangelisches Gemeindehaus an der Schulstraße 8, Ecke Gymnasiumstraße. Es wurde 1913/14 anstelle des Pfarrhauses erbaut. 1945 wurde es zerstört.

Geschichte

An der Stelle des Lutherhauses stand ursprünglich ein Adelshaus aus dem 16. Jahrhundert, das Daniel von Remchingen gehörte. 1579 erwarb es Ludwig Gremp von Freudenstein. 1607 veräußerte dieser das Haus an Hans Burckhart von Hertingshausen. Seit 1699 war es im Besitz der Familie von Wallbronn, unter der Bezeichnung "am Viehmarkt zwischen Prediger Gäßlin". Im Jahre 1764 wurde das Haus als Wohnung für den Spezial (Geistlichen) angekauft. Das alte Haus wurde 1837 abgebrochen und an selber Stelle das Specialatsgebäude (Predigerhaus) errichtet. 1913 abgebrochen und an dieser Stelle das Lutherhaus erbaut. [1]

Für den Bau des Evangelischen Gemeindehauses in Pforzheim erging zuvor ein Architektenwettbewerb. Bei diesem auf die in Pforzheim ansässigen Architekten beschränkten Wettbewerb gingen insgesamt 35 Arbeiten ein. Das Preisgericht verteilte unter Anerkennung der künstlerischen Höhe der eingegangenen Arbeiten die Preissumme von 3000 Mark in folgender Weise: Ein Zweiter Preis von 1000 Mark erging an die Architekten Hartmann & Forschner; einen weiteren Zweiten Preis von 1000 Mark ging an die Architekten Denzel & Deichsel. Einen dritten Preis von 500 Mark ging an den Architekten Emil Ringer. Zwei Ankäufe zu je 250 Mark waren für die Arbeiten der Architekten Schrade und Mahler & Brenner. Ein Entwurf des Architekten Faller wurde noch zum Ankauf empfohlen.[2]

Das Gebäude wurde im Jahre 1913 im Stil des Neoklassizismus nach Entwürfen von Karl Denzel und Otto Deichsel gestaltet.[3]

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zerstört. Christoph Timm bezeichnet das zerstörte Lutherhaus als "Ruine mit Mahnmalcharakter". [4] Das Relief "Christus als Kinderfreund" von Adolf Sautter hatte den Krieg unbeschadet überstanden und war noch am kriegszerstörten Gebäude des Lutherhauses zu sehen. Bei der Trümmerräumung 1949 wurde das Relief zerstört.[4]

Einzelnachweise

  1. Specialatsgebäude. In:Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, S. 275.
  2. Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen 1913, Nr. 3, S. 23 [1]
  3. Timm 2004, S. 92.
  4. 4,0 4,1 Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 67.

Literatur

  • Das Lutherhaus in Pforzheim: Evangelisches Gemeindehaus ; Geschichte Bau Zweckbestimmung, Pforzheim 1914