Feier mit! 20 Jahre Pfenz!

Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!


Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenzmail.de

Kaufhaus Wronker: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Inhalt gelöscht Inhalt hinzugefügt
Henriette (Diskussion | Beiträge)
Die Seite wurde neu angelegt: „'''Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel [https://de.wikipedia.org/wiki/Historismus#https://de.wikipedia.org/wiki/Kaufhaus_Wronker Kaufhaus Wronker…“
 
Überholte Wiki- und Dateilinks und nicht Pfenzland-relevante Inhalte entfernt, aber eigentlich gehört der Artikel zur URV-Behebung gelöscht und neu geschrieben
 
(13 dazwischenliegende Versionen von 3 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
[[Datei:Pforzheim Marktplatz Kaufhaus Wronker.jpg|thumb|Warenhaus der Brüder Wronker in [[Pforzheim]] ]]
Das '''Kaufhaus Wronker''' befand sich am [[Marktplatz]] 14 in [[Pforzheim]]. Das Warenhausgebäude wurde im Jahre [[Erbaut::1899]] nach Entwürfen des Pforzheimer Architekten [[Ernst Maler]] erbaut.<ref>Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Historismus und Gründerzeit. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 82f.</ref><ref>Maler, Ernst. In: Christoph Timm: Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen, Pforzheim 2006, S. 362.</ref>

== Gründung und Expansion ==
[[Hermann Wronker]], jüdischer Unternehmer und Neffe der Gebrüder Leonhard und Oscar Tietz,<ref>Stefan Appelius: ''Arisierungen / Lilli und die Kaufhauskönige'', [http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/589/stefan_appelius_lili_und_die_kaufhauskoenige.html online] auf: ''einestages'' bei spiegel.de (ohne Datum)</ref> hatte mit seinem älteren Bruder Simon in Mannheim die Firma ''S. Wronker & Co.'' als „Garn-, Knopf-, Posamentier-, Weiß- und Wollwarengeschäft“ gegründet. Auch die erste Warenhausgründung in [[Pforzheim]] ging auf die Brüder Wronker zurück, 1890 zunächst als Zweigniederlassung des „Kurz-, Weiß- und Wollwarengeschäftes“ und in gemieteten Räumen im Haus ''Marktplatz 13''/Ecke ''Apothekergasse''.<ref>''Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins'', Bd. 155 (siehe Literatur)</ref>

1891 wurde in Frankfurt am Main das erste Wronker-Warenhaus („Kurz-, Weiß- und Wollwaren Wronker“) Hermann Wronker erbaut. 1908 wurde das Kaufhaus Wronker auf der Zeil zum größten Warenhaus der Stadt ausgebaut, dem das Barckhausensche Palais weichen musste.

1904 wurde ein Kaufhaus Wronker in Mannheim (im Quadrat E 1) eröffnet. Weitere Filialen bestanden u.&nbsp;a. in Nürnberg und Hanau. 1921 erfolgte die Umfirmierung in ''Hermann Wronker AG''. Zum Höhepunkt der Expansion in den 1920er Jahren beschäftigte die ''Hermann Wronker AG'' 3.000 Mitarbeiter, die in den Warenhäusern einen Jahresumsatz von mehr als 35 Millionen Reichsmark erwirtschafteten.

== Weltwirtschaftskrise ==
Die Weltwirtschaftskrise führte 1929 und 1930 zu einer existenzbedrohenden Krise. Die Umsätze brachen ein, das Unternehmen schrieb Verluste. Hermann Wronker musste sich aus der Geschäftsleitung zurückziehen. Max Wronker, der Sohn des Firmengründers, leitete die Warenhauskette von 1931 bis 1933 als Generaldirektor (Vorstandsvorsitzender).

Zur Sanierung wurden die Häuser in Nürnberg und Pforzheim verkauft und ein Frankfurter Warenhaus an [[Woolworth (Deutschland)|Woolworth]] vermietet. Aus dem Haus in Pforzheim wurde das [[Kaufhaus Schocken]]. Die Sanierung gelang, und das Unternehmen schrieb erneut schwarze Zahlen.

== Literatur ==
* [http://books.google.de/books?ei=No1tT8KnCKuN4gSDr9W_Ag&hl=de&id=ARxoAAAAMAAJ&dq=s.+wronker+%26+co.&q=posamentier#search_anchor ''Wronker''] (Snippet-Ansicht), in: ''Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins'', Bd. 155, Verlag G. Braun, 2007, S. 507 u.ö.

== Weblinks ==
* [http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/589/stefan_appelius_lili_und_die_kaufhauskoenige.html ''Lili und die Kaufhauskönige.''] – einestages, 25. Oktober 2007, mit Porträtfotos
* [http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/gedenken-an-die-pogromnacht-lili-wronker-hegt-weder-hass-noch-groll-1489983.html ''Gedenken an die Pogromnacht. Lili Wronker hegt weder Hass noch Groll.''] In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 8. November 2007

== Einzelnachweise ==
<references />

'''Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel [https://de.wikipedia.org/wiki/Historismus#https://de.wikipedia.org/wiki/Kaufhaus_Wronker Kaufhaus Wronker] aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.'''
'''Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel [https://de.wikipedia.org/wiki/Historismus#https://de.wikipedia.org/wiki/Kaufhaus_Wronker Kaufhaus Wronker] aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.'''

[[Kategorie:Architektur]]
[[Kategorie:Gebäude (Pforzheim)]]
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk]]
[[Kategorie:Warenhaus]]
[[Kategorie:Unternehmen (Pforzheim)]]
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen]]
[[Kategorie:Wronker]]

Aktuelle Version vom 25. April 2026, 13:06 Uhr

Warenhaus der Brüder Wronker in Pforzheim

Das Kaufhaus Wronker befand sich am Marktplatz 14 in Pforzheim. Das Warenhausgebäude wurde im Jahre 1899 nach Entwürfen des Pforzheimer Architekten Ernst Maler erbaut.[1][2]

Gründung und Expansion

Hermann Wronker, jüdischer Unternehmer und Neffe der Gebrüder Leonhard und Oscar Tietz,[3] hatte mit seinem älteren Bruder Simon in Mannheim die Firma S. Wronker & Co. als „Garn-, Knopf-, Posamentier-, Weiß- und Wollwarengeschäft“ gegründet. Auch die erste Warenhausgründung in Pforzheim ging auf die Brüder Wronker zurück, 1890 zunächst als Zweigniederlassung des „Kurz-, Weiß- und Wollwarengeschäftes“ und in gemieteten Räumen im Haus Marktplatz 13/Ecke Apothekergasse.[4]

1891 wurde in Frankfurt am Main das erste Wronker-Warenhaus („Kurz-, Weiß- und Wollwaren Wronker“) Hermann Wronker erbaut. 1908 wurde das Kaufhaus Wronker auf der Zeil zum größten Warenhaus der Stadt ausgebaut, dem das Barckhausensche Palais weichen musste.

1904 wurde ein Kaufhaus Wronker in Mannheim (im Quadrat E 1) eröffnet. Weitere Filialen bestanden u. a. in Nürnberg und Hanau. 1921 erfolgte die Umfirmierung in Hermann Wronker AG. Zum Höhepunkt der Expansion in den 1920er Jahren beschäftigte die Hermann Wronker AG 3.000 Mitarbeiter, die in den Warenhäusern einen Jahresumsatz von mehr als 35 Millionen Reichsmark erwirtschafteten.

Weltwirtschaftskrise

Die Weltwirtschaftskrise führte 1929 und 1930 zu einer existenzbedrohenden Krise. Die Umsätze brachen ein, das Unternehmen schrieb Verluste. Hermann Wronker musste sich aus der Geschäftsleitung zurückziehen. Max Wronker, der Sohn des Firmengründers, leitete die Warenhauskette von 1931 bis 1933 als Generaldirektor (Vorstandsvorsitzender).

Zur Sanierung wurden die Häuser in Nürnberg und Pforzheim verkauft und ein Frankfurter Warenhaus an Woolworth vermietet. Aus dem Haus in Pforzheim wurde das Kaufhaus Schocken. Die Sanierung gelang, und das Unternehmen schrieb erneut schwarze Zahlen.

Literatur

  • Wronker (Snippet-Ansicht), in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Bd. 155, Verlag G. Braun, 2007, S. 507 u.ö.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Historismus und Gründerzeit. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 82f.
  2. Maler, Ernst. In: Christoph Timm: Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen, Pforzheim 2006, S. 362.
  3. Stefan Appelius: Arisierungen / Lilli und die Kaufhauskönige, online auf: einestages bei spiegel.de (ohne Datum)
  4. Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Bd. 155 (siehe Literatur)

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Kaufhaus Wronker aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.