Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
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| ⚫ | Der '''Rundbogenstil''' ist ein Baustil des [[Historismus]], Ende des 18. bis zum späten 19. Jahrhunderts. Er nahm Elemente der byzantinischen, romanischen und Renaissancearchitektur auf und verband sie mit stilneutralen Motiven. Die Abgrenzung zur [[Neoromanik]] und [[Neorenaissance]] ist nicht eindeutig möglich.<ref>Eintrag ''Rundbogenstil'' in: Gerhard Strauss & Harald Olbrich: Lexikon der Kunst. Architektur, bildende Kunst, angewandte Kunst, Industrieformgestaltung, Kunsttheorie. Seemann, Leipzig 1994, Band 6, S. 293 ff.</ref> |
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Der Einfluss der Karlsruher Bauschule auf die Architektur Pforzheims im 18. und 19. Jahrhundert blieb stark: Timm beschreibt, welchen Stil [[Heinrich Hübsch]] , der Nachfolger von [[Weinbrenner]] als großherzoglicher Baudirektor in Karlsruhe, bevorzugte:''„Sein Favorit war der Rundbogenstil“''<ref>Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 81.</ref> Der Einfluss des Karlsruher Baudirektor auf Pforzheim ist am Pforzheimer Hauptbahnhof von 1861 und der Pfarrkirche in Eutingen zu sehen. Adolf Willard, war einer der Schüler von Heinrich Hübsch, und entwarf die Franziskuskirche im Rundbogenstil.<ref>Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 81.</ref> |
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Christoph Timm schreibt dazu folgendes:''„Die Baukunst kehrte im Gefolge der Aufklärung und der französischen Revolution (1789) am Ende des 18. Jahrhunderts mit strengern Stilformen zu den Wurzeln der Antike zurück, die man zugleich als Wiege von Demokratie und republikanischer Staatsform idaliserte. Der badische Kunsthistoriker [[Aloys Hirt]] veröffentlichte 1809 ein weit verbreitetes Lehrbuch mit dem bezeichnenden Titel "Die Baukunst nach den Grundsätzen des Alten".“''<ref>Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 79.</ref> |
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== Beispiele im Bereich des [[Stadtwiki Pforzheim-Enz|Stadtwikis Pforzheim-Enz]] („[[Stadtwiki:Pfenzland|Pfenzland]]“)== |
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* 1790 [[Haus Christian Friedrich Benckiser]] (Rundbogenstil) |
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* 1790 [[Vierordtsches Haus|Haus Wilhelm Vierordt]] |
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* 1789/90 [[Neues Schulhaus am Schulplatz]] |
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* 1820/21 [[Haus Samuel Finkenstein]] |
* 1820/21 [[Haus Samuel Finkenstein]] |
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* 1824 Kirchensaal der [[Altstadtkirche]] |
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* 1826 [[Bohnenberger Schlösschen]] |
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* 1835 [[Haus Casanova]] |
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* 1833 [[Dennigsches Schlößchen|Haus Georg Jakob Dennig]] (Rundbogenstil) |
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* 1861 [[Hauptbahnhof Pforzheim]] ( |
* 1861 [[Hauptbahnhof Pforzheim]] (Rundbogenstil) |
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* 1866 [[Villa Hermann Gesell, St.-Georgen-Straße 26/28 in Pforzheim|Villa Gesell]] (Rundbogenstil) |
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== Einzelnachweise == |
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'''Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel [https://de.wikipedia.org/wiki/Rundbogenstil Rundbogenstil] aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.''' |
'''Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel [https://de.wikipedia.org/wiki/Rundbogenstil Rundbogenstil] aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.''' |
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Aktuelle Version vom 20. September 2019, 09:23 Uhr
Der Rundbogenstil ist ein Baustil des Historismus, Ende des 18. bis zum späten 19. Jahrhunderts. Er nahm Elemente der byzantinischen, romanischen und Renaissancearchitektur auf und verband sie mit stilneutralen Motiven. Die Abgrenzung zur Neoromanik und Neorenaissance ist nicht eindeutig möglich.[1]
Der Einfluss der Karlsruher Bauschule auf die Architektur Pforzheims im 18. und 19. Jahrhundert blieb stark: Timm beschreibt, welchen Stil Heinrich Hübsch , der Nachfolger von Weinbrenner als großherzoglicher Baudirektor in Karlsruhe, bevorzugte:„Sein Favorit war der Rundbogenstil“[2] Der Einfluss des Karlsruher Baudirektor auf Pforzheim ist am Pforzheimer Hauptbahnhof von 1861 und der Pfarrkirche in Eutingen zu sehen. Adolf Willard, war einer der Schüler von Heinrich Hübsch, und entwarf die Franziskuskirche im Rundbogenstil.[3] Christoph Timm schreibt dazu folgendes:„Die Baukunst kehrte im Gefolge der Aufklärung und der französischen Revolution (1789) am Ende des 18. Jahrhunderts mit strengern Stilformen zu den Wurzeln der Antike zurück, die man zugleich als Wiege von Demokratie und republikanischer Staatsform idaliserte. Der badische Kunsthistoriker Aloys Hirt veröffentlichte 1809 ein weit verbreitetes Lehrbuch mit dem bezeichnenden Titel "Die Baukunst nach den Grundsätzen des Alten".“[4]
Beispiele im Bereich des Stadtwikis Pforzheim-Enz („Pfenzland“)
- 1790 Haus Christian Friedrich Benckiser (Rundbogenstil)
- 1790 Haus Wilhelm Vierordt
- 1789/90 Neues Schulhaus am Schulplatz
- 1816 Haus Johann Adam Benckiser jun. (Rundbogenstil)
- 1820/21 Haus Samuel Finkenstein
- 1824 Kirchensaal der Altstadtkirche
- 1826 Bohnenberger Schlösschen
- 1835 Haus Casanova
- 1833 Haus Georg Jakob Dennig (Rundbogenstil)
- 1861 Hauptbahnhof Pforzheim (Rundbogenstil)
- 1866 Villa Gesell (Rundbogenstil)
Einzelnachweise
- ↑ Eintrag Rundbogenstil in: Gerhard Strauss & Harald Olbrich: Lexikon der Kunst. Architektur, bildende Kunst, angewandte Kunst, Industrieformgestaltung, Kunsttheorie. Seemann, Leipzig 1994, Band 6, S. 293 ff.
- ↑ Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 81.
- ↑ Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 81.
- ↑ Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 79.
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