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August Theodor Benckiser: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:06 August Theodor Benckiser 05.jpg|thumb|August Theodor Benckiser]]
August Theodor Benckiser (geb. 4. Mai 1820; gest. 14. August 1894)<ref>https://web.archive.org/web/20041222184632/http://worldroots.com/ged/andreae/@I20825@.html</ref> war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Maschinenbauingenieur]] und [[Unternehmer]].
'''August Theodor Benckiser''' (* [[Geburtstag::4. Mai]] [[Geburtsjahr::1820]] in {{Geboren in|Pforzheim}}; † [[Todestag::14. August]] [[Todesjahr::1894]] in {{Gestorben in|Pforzheim}}) war [[Ist::Unternehmer]] in [[Tätig in::Pforzheim]].


== Leben ==
Er wurde als Sohn des Kaufmanns [[Christoph Eberhard Benckiser]] geboren. Er war der Enkelsohn von [[Christian Friedrich Benckiser]] und der Ur-Enkelssohn von [[Johann Adam Benckiser senior]].


Schon zu Lebzeiten des Vaters gliederte August Benckiser dem Familienbetrieb zusätzlich eine Brückenbau-Firma an. 1851 wurde die erste freitragende Eisengitterbrücke konstruiert und gebaut. Im Jahr 1853 gründete Benckiser außerdem die Gasanstalt Pforzheim.
Er wurde als Sohn des Kaufmanns [[Christoph Eberhard Benckiser]] aus Pforzheim und der Luise Friederike Sophie Boley (1795–1868) aus [[Neuenbürg]] geboren. Er war der Enkelsohn von [[Christoph Friedrich Benckiser]] und der Ur-Enkelssohn von [[Johann Adam Benckiser senior]]. Er baut das Werk an der [[Westliche Karl-Friedrich-Straße|Westlichen Karl-Friedrich-Straße]] Ecke [[Belfortstraße]] durch zahlreiche Eisenbrückenkonstruktionen und Wasserleitungsanlagen zu einem weltbekannten Unternehmen aus.


Benckiser wurde nach dem Tod des Vaters (1855) gemeinsam mit seinem Bruder [[Karl Moritz Benckiser|Moritz]] Eigentümer der Eisengießerei ''Gebr. Benckiser'' in Pforzheim. Moritz erblindete und schied einige Jahre später aus. In den Jahren von 1869 bis 1871 war [[Carl Benz]] Mitarbeiter der Firma ''Eisenwerke und Maschinenfabrik Gebr. Benckiser''.
Benckiser heiratete am 23. November 1861 in Pforzheim Emilie Dennig (* 19. März 1839 in Pforzheim; 11. Oktober 1917 in [[Stuttgart]]), die Tochter seines Freundes Karl August Dennig, Gold- und Silberwaren-Fabrikant in Pforzheim, und der Luise Amalie Finkenstein. Das Ehepaar hatte vier Söhne und zwei Töchter. Nach Emilie Benckiser (* [[1819]]; † [[1900]]), Ehefrau von August Theodor Benckiser, sind die [[Emilienstraße]] und der [[Emiliensteg]] über die Enz westlich der [[Goethebrücke]] benannt.


Er baut das Werk an der [[Westliche Karl-Friedrich-Straße|Westlichen Karl-Friedrich-Straße]] Ecke [[Belfortstraße]] durch zahlreiche Straßen- und Eisenbrückenkonstruktionen und Wasserleitungsanlagen zu einem weltbekannten Unternehmen aus. Das Unternehmen baute zahlreiche Flussbrücken und mehrere Rheinbrücken, dazu Eisenbahnbrücken in Deutschland, der Schweiz und in Österreich, wie beispielsweise die Rheinbrücke Kehl und Rheinbrücke Waldshut–Koblenz. Um 1890 wurde der Brückenbau schließlich eingestellt.


Benckiser wurde zum Multimillionär.


Im Jahr 1888 übernahm Benckiser von seinem Schwiegervater Dennig den Buchenauerhof in Weiler (Sinsheim), den dieser 1860 erworben hatte, und ließ anstelle des abgebrannten Herrenhauses das heutige Schloss erbauen.
Benckiser wurde nach dem Tod des Vaters (1855) gemeinsam mit seinem Bruder Moritz Eigentümer der [[Eisengießerei]] ''Gebr. Benckiser'' in Pforzheim. Sein Bruder schied allerdings einige Jahre später aus. Schon zu Lebzeiten des Vaters gliederte August Benckiser dem Familienbetrieb zusätzlich eine Brückenbau-Firma an. 1851 wurde die erste freitragende Eisengitterbrücke konstruiert und gebaut. In den Jahren von 1869 bis 1871 war [[Carl Benz]] Mitarbeiter der Firma ''Eisenwerke und Maschinenfabrik Gebr. Benckiser''.


== Familie ==
Die von dieser Firma hergestellten Straßen- und Eisenbahnbrücken machten das Werk allmählich weltbekannt. Das Unternehmen baute zahlreiche Flussbrücken und mehrere Rheinbrücken, dazu Eisenbahnbrücken in Deutschland, der Schweiz und in Österreich, wie beispielsweise die [[Rheinbrücke Kehl|Rheinbrücken Kehl]] und [[Rheinbrücke Waldshut–Koblenz|Waldshut]]. Um 1890 wurde der Brückenbau schließlich eingestellt.
Benckiser heiratete am 23. November [[Heirat::1861]] in Pforzheim {{Verheiratet mit|Emilie Dennig}} (geb. 19. März 1839 in Pforzheim; gest. 11. Oktober 1917 in [[Stuttgart]]),<ref>https://web.archive.org/web/20050131210129/http://worldroots.com:80/ged/andreae/@I20826@.html</ref> die Tochter seines Freundes [[Karl August Dennig]], Gold- und Silberwaren-Fabrikant in Pforzheim, und der Luise Amalie Finkenstein. Nach Emilie Benckiser sind die [[Emilienstraße]] und der [[Emiliensteg]] über die Enz westlich der [[Goethebrücke]] benannt. Das Ehepaar hatte vier Söhne und zwei Töchter:


Im Jahr 1853 gründete Benckiser die Gasanstalt Pforzheim.
* Friederike Amalie Marie Luise Benckiser
* [[August Benckiser]] (1863-1925)
* Karl Emil Eberhard Benckiser
* Karl Moritz Benckiser
* Lili Marie Emilie Georgine Benckiser
* Alfons Eberhard Benckiser


== Einzelnachweise ==
Benckiser wurde zum Multimillionär. Als er 1873 zur Kur in [[Bad Kissingen|Kissingen]] war, wurde er auf das [[Maßbach|Rittergut Maßbach]] aufmerksam gemacht, den früheren Sitz der Herren von Maßbach, das er sechs Jahre später (1879) für 300.000 [[Goldmark|Mark]] kaufte. Nach zwölf weiteren Jahren (1891) verschenkte er das 400 [[Hektar]] große Gut mit Schloss (heute: [[Fränkisches Theater Schloss Maßbach]]), Wald und Feldbesitz an seinen Sohn August Benckiser (1863–1925). Fast zeitgleich schenkte er seinem zweiten Sohn Moritz das [[Thundorf in Unterfranken|Schlossgut Thundorf]].
<references/>


== Weblinks ==
Im Jahr 1888 übernahm Benckiser von seinem Schwiegervater Dennig den [[Buchenauerhof]] in [[Weiler (Sinsheim)|Weiler]], den dieser 1860 erworben hatte, und ließ anstelle des abgebrannten [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhauses]] das heutige [[Schloss (Gebäude)|Schloss]] erbauen.
*{{Wikipedia}}


'''Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel [https://de.wikipedia.org/wiki/August_Benckiser August Benckiser] aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.'''
'''Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel [https://de.wikipedia.org/wiki/August_Benckiser August Benckiser] aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.'''

<references/>
{{DEFAULTSORT:Benckiser, August Theodor}}
[[Kategorie:Mann]]
[[Kategorie:Benckiser]]
[[Kategorie:Benckiser]]
[[Kategorie:Dennig]]
[[Kategorie:Unternehmer]]
[[Kategorie:Person (Pforzheim)]]

Aktuelle Version vom 4. Januar 2020, 12:31 Uhr

August Theodor Benckiser

August Theodor Benckiser (* 4. Mai 1820 in Pforzheim; † 14. August 1894 in Pforzheim) war Unternehmer in Pforzheim.

Leben

Er wurde als Sohn des Kaufmanns Christoph Eberhard Benckiser geboren. Er war der Enkelsohn von Christian Friedrich Benckiser und der Ur-Enkelssohn von Johann Adam Benckiser senior.

Schon zu Lebzeiten des Vaters gliederte August Benckiser dem Familienbetrieb zusätzlich eine Brückenbau-Firma an. 1851 wurde die erste freitragende Eisengitterbrücke konstruiert und gebaut. Im Jahr 1853 gründete Benckiser außerdem die Gasanstalt Pforzheim.

Benckiser wurde nach dem Tod des Vaters (1855) gemeinsam mit seinem Bruder Moritz Eigentümer der Eisengießerei Gebr. Benckiser in Pforzheim. Moritz erblindete und schied einige Jahre später aus. In den Jahren von 1869 bis 1871 war Carl Benz Mitarbeiter der Firma Eisenwerke und Maschinenfabrik Gebr. Benckiser.

Er baut das Werk an der Westlichen Karl-Friedrich-Straße Ecke Belfortstraße durch zahlreiche Straßen- und Eisenbrückenkonstruktionen und Wasserleitungsanlagen zu einem weltbekannten Unternehmen aus. Das Unternehmen baute zahlreiche Flussbrücken und mehrere Rheinbrücken, dazu Eisenbahnbrücken in Deutschland, der Schweiz und in Österreich, wie beispielsweise die Rheinbrücke Kehl und Rheinbrücke Waldshut–Koblenz. Um 1890 wurde der Brückenbau schließlich eingestellt.

Benckiser wurde zum Multimillionär.

Im Jahr 1888 übernahm Benckiser von seinem Schwiegervater Dennig den Buchenauerhof in Weiler (Sinsheim), den dieser 1860 erworben hatte, und ließ anstelle des abgebrannten Herrenhauses das heutige Schloss erbauen.

Familie

Benckiser heiratete am 23. November 1861 in Pforzheim Emilie Dennig (geb. 19. März 1839 in Pforzheim; gest. 11. Oktober 1917 in Stuttgart),[1] die Tochter seines Freundes Karl August Dennig, Gold- und Silberwaren-Fabrikant in Pforzheim, und der Luise Amalie Finkenstein. Nach Emilie Benckiser sind die Emilienstraße und der Emiliensteg über die Enz westlich der Goethebrücke benannt. Das Ehepaar hatte vier Söhne und zwei Töchter:

  • Friederike Amalie Marie Luise Benckiser
  • August Benckiser (1863-1925)
  • Karl Emil Eberhard Benckiser
  • Karl Moritz Benckiser
  • Lili Marie Emilie Georgine Benckiser
  • Alfons Eberhard Benckiser

Einzelnachweise

Weblinks

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel August Benckiser aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.