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[[Datei:Ruine des Alten Saalbaus an der Jahnstraße 42 in Pforzheim, Entwurf Stadtbaumeister Alfons Kern, erbaut 1897–1900, zerstört Heiligabend 1944 .png|thumb|250px|Ruine des Alten Saalbaus an der Jahnstraße 42 in Pforzheim, zerstört Heiligabend 1944 ]] |
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Der '''Saalbau''' war ein Gebäude an der Jahnstraße 42 [[Pforzheim]]. |
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Der '''Saalbau''' war eine Fest- und Veranstaltungshalle an der [[Jahnstraße]] 42 in [[Pforzheim]]. Das Gebäude wurde [[Erbaut::1897]] bis 1900 erbaut und bei einem Luftangriff an Heiligabend [[Zerstört::1944]] zerstört. |
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== Lage und Umgebung == |
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Das Gebäude befand sich an der Nordwestecke<ref>Timm 2004, S.407.</ref> des [[Stadtgarten]]s an der Stelle des heutigen [[Reuchlinhaus]]es. Der Eingang befand sich |
Das Gebäude befand sich an der Nordwestecke<ref>Timm 2004, S.407.</ref> des [[Stadtgarten]]s an der Stelle des heutigen [[Reuchlinhaus]]es. Der Eingang befand sich an der Westseite der [[Jahnstraße]]<ref>Timm 2004, S. 342.</ref> gegenüber dem [[Altes Gebäude der Kunstgewerbeschule an der Jahnstraße 35 in Pforzheim|Altem Gebäude der Kunstgewerbeschule]] |
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[[1888]] wurde ein Saalbau-Komitee gegründet, um den schon länger angedachten Bau voranzutreiben. |
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Am 3. Mai 1897 beschließt der Bürgerausschuss, einen Saalbau gegenüber der Kunstgewerbeschule zu erbauen.<ref name="Becht&Kremer_41">Becht und Kremer 1996, S. 41.</ref> Am 8. November 1897 erfolgte der erste Spatenstich für den Saalbau.<ref name="Becht&Kremer_41"/> |
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Der Musikverein und Gesangvereine nutzten den Saalbau für große Konzerte und Veranstaltungen. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] (1914–18) diente der Bau vorübergehend als [[Lazarett]]. In der Zeit danach wurde er auch häufig für politische Veranstaltungen genutzt. [[1944]] versuchte die Waffen-SS hier unter Zwang versammelte Schüler anzuwerben und zu rekrutieren. |
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* Hans Georg Zier:''Geschichte der Stadt Pforzheim'', Konrad Theiss Verlag. |
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* Hans-Peter Becht und Hans-Jürgen Kremer: ''Die "Chronik der Stadt Pforzheim" 1891–1939'', Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 1996 (Materialien zur Stadtgeschichte, Band 10, Herausgegeben vom Stadtarchiv Pforzheim). |
* Hans-Peter Becht und Hans-Jürgen Kremer: ''Die "Chronik der Stadt Pforzheim" 1891–1939'', Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 1996 (Materialien zur Stadtgeschichte, Band 10, Herausgegeben vom Stadtarchiv Pforzheim). |
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* '''Saalbau'''. In: Christoph Timm: ''Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet''. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 978-3-89735-221-6, S. 54, 63, 84, 115, 281, 342, 407, 529. |
* '''Saalbau'''. In: Christoph Timm: ''Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet''. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 978-3-89735-221-6, S. 54, 63, 84, 115, 281, 342, 407, 529. |
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* ''' Kern, Alfons '''. In: Christoph Timm: ''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen,'' Pforzheim 2006, S. 358. |
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Aktuelle Version vom 25. April 2020, 20:04 Uhr





Der Saalbau war eine Fest- und Veranstaltungshalle an der Jahnstraße 42 in Pforzheim. Das Gebäude wurde 1897 bis 1900 erbaut und bei einem Luftangriff an Heiligabend 1944 zerstört.
Lage und Umgebung
Das Gebäude befand sich an der Nordwestecke[1] des Stadtgartens an der Stelle des heutigen Reuchlinhauses. Der Eingang befand sich an der Westseite der Jahnstraße[2] gegenüber dem Altem Gebäude der Kunstgewerbeschule
Baugeschichte
1888 wurde ein Saalbau-Komitee gegründet, um den schon länger angedachten Bau voranzutreiben.
Am 3. Mai 1897 beschließt der Bürgerausschuss, einen Saalbau gegenüber der Kunstgewerbeschule zu erbauen.[3] Am 8. November 1897 erfolgte der erste Spatenstich für den Saalbau.[3]
Er wurde in den Jahren 1897 bis 1900 nach Entwürfen des Stadtbaumeisters Alfons Kern[4] fertiggestellt und am 20. Mai 1900 eingeweiht. Die Baukosten betrugen 605.000 Mark, wobei die Stadtverwaltung dem bestehenden Theaterbaufont 130.000 Mark entnahm um den Saalbau zu finanzieren. Am Heiligabend 1944[5] wurde das Gebäude zusammen mit der Stadtkirche und der Goldschmiedeschule bei einem Luftangriff zerstört.
Nutzung
Der Musikverein und Gesangvereine nutzten den Saalbau für große Konzerte und Veranstaltungen. Während des Ersten Weltkriegs (1914–18) diente der Bau vorübergehend als Lazarett. In der Zeit danach wurde er auch häufig für politische Veranstaltungen genutzt. 1944 versuchte die Waffen-SS hier unter Zwang versammelte Schüler anzuwerben und zu rekrutieren.
Architektur
Der Eingang befand sich an der Straßenpartie gegenüber dem Altem Gebäude der Kunstgewerbeschule an der Jahnstraße 35. Die Halle orientiert sich an der Architektur der römischen Antike (Basilika). Die dreischiffige Halle wurde in Basilikaform errichtet, wobei das Mittelschiff von einem großen, hölzernen Tonnengewölbe überspannt wurde. In den Seitenschiffen befanden sich Emporen. Es hatte eine Doppelturmfassade des Westgiebels am Stadtgarten. Auf der Gartenterrasse des Saalbaus im Stadtgarten befand sich der Deichselbrunnen[6] Er wurde von dem Architekten Heinrich Deichsel (1872-1954) für das Bauunternehemen Leopold Sieber Witwer entworfen. Diese schenkte dann den Brunnen der Stadt. Der Brunnen befindet sich heute im Oststadtpark.
Einzelnachweise
Literatur
- Hans Georg Zier:Geschichte der Stadt Pforzheim, Konrad Theiss Verlag.
- Hans-Peter Becht und Hans-Jürgen Kremer: Die "Chronik der Stadt Pforzheim" 1891–1939, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 1996 (Materialien zur Stadtgeschichte, Band 10, Herausgegeben vom Stadtarchiv Pforzheim).
- Saalbau. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 978-3-89735-221-6, S. 54, 63, 84, 115, 281, 342, 407, 529.
- Kern, Alfons . In: Christoph Timm: Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen, Pforzheim 2006, S. 358.
