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Goldner Adler (seit 1956): Unterschied zwischen den Versionen
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Das Gasthaus Goldner Adler an der Ecke Leopoldstraße 2/Westliche Karl-Friedrich-Straße 35 in Pforzheim |
Das Gasthaus '''Goldner Adler''' an der Ecke [[Leopoldstraße]] 2/[[Westliche Karl-Friedrich-Straße]] 35 in [[In::Pforzheim]] wird seit 1901 von der [[Privatbrauerei Wilhelm Ketterer KG]] betrieben und steht unter Denkmalschutz. Hier gibt es gutbürgerliche deutsche Küche. |
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Bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg befand sich dort der Vorgängerbau [[Goldner Adler (1908-1945)|Goldner Adler]]. |
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| ⚫ | Das Café im ersten Obergeschoss hebt sich mit seiner mosaikgeschückten Brüstung ab. Das Mosaik wurde vom Münchner Künstler Prof. Blasius Spreng entworfen und zeigt neun Tierbildszenen im Stile der 1950er Jahre. Der Gaststätteneingang am Leopoldplatz weist Türgewände auf, die mit Bronzereliefs geschmückt sind. Die Details der Bronzebeschläge an der Tür |
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== Kaufgeschichte == |
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''Goldener Adler'' [[1856]] von Caspar Schmidt an Iffland um 21.000 fl., [[1862]] an Metzger Karl Elsässer um 37.0000 fl., [[1870]]-[[1871]] an Regine Elsässer geb. Müller um 38.000 fl., [[1874]] an Bäcker Louis Bizer um 63.000 fl., [[1887]] an dessen Witwe um 100.000 Mark, [[1887]] an Mathäus Diemer um 110.000 Mk., [[1896]] an Hermann Dorth um 190.000 Mk. [[1901]] an die Brauerei Ketterer um 200.000 Mark. |
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| ⚫ | Das Café im ersten Obergeschoss hebt sich mit seiner mosaikgeschückten Brüstung ab. Das Mosaik wurde vom Münchner Künstler Prof. [[Blasius Spreng]] entworfen und zeigt neun Tierbildszenen im Stile der 1950er Jahre. Der Gaststätteneingang am Leopoldplatz weist Türgewände auf, die mit Bronzereliefs geschmückt sind. Die Details der Bronzebeschläge an der Tür zeigen genrehafte Wirtshaus- und Tafelszenen, die von Blasius Spreng signiert wurden. |
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Bild:Leofries elster.jpg|Ausschnitt des Mosaik am Goldenen Adler |
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Bild:Leofries stil.jpg|Ausschnitt des Mosaik am Goldenen Adler |
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== Geschichte == |
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Seit dem späten [[Mittelalter]] existiert an diesem Standort ein Gasthaus mit dem Namen „Goldner Adler“ . Die älteste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre [[1474]]. Am [[2. Mai]] [[1840]] brannte das Gasthaus Goldner Adler ab. Dieser Grossbrand, der als Postbrand in die Geschichte eingegangen ist, vernichtete außerdem das Anwesen Becker (Postverwaltung und Hotel), die Gasthäuser Grüner Baum und Anker, sowie vier Wohnhäuser der einstigen Brötzinger Vorstadt. Seit [[1901]] ist das Gasthaus „Goldner Adler“ im Besitz der Brauerei [[Ketterer]]. Der beim [[Luftangriff auf Pforzheim]] am 23. Februar 1945 zerstörte Vorgängerbau des jetzigen Gebäudes war [[1906]] – [[1908]] im [[Jugendstil]] nach Entwürfen des [[Karlsruhe]]r Architekten Hermann Walder (* 3. November 1847 in Karlsruhe; † 20. August 1921).<ref>http://www.stille-zeitzeugen.de/info/info_architekten.php?nr=134&vorname=Hermann&nachname=Walder&sort=1</ref> entstanden. |
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Datei:Pforzheim, Goldner Adler, AK zur Einweihung des Gebäudes 1908, Entwurf Hermann Walder (1847-1921), Bauherr Brauerei Ketterer.jpg|Goldner Adler 1907 |
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Datei:Zerstörung1 Stadtmuseum.jpg, Detail GoldenerAdler 1945.jpg|Goldner Adler, 1945 |
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Datei:Ruine des Goldnen Adlers am Leopoldplatz in Pforzheim, Entwurf Hermann Walder (1847-1921), erbaut 1906-1908, zerstört 1945 .png|Goldner Adler, 1945 |
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Am [[1. März]] [[1962]] wurde im Goldnen Adler die [[Reservistenkameradschaft Pforzheim]] gegründet. |
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== Einzelnachweise == |
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== Literatur == |
== Literatur == |
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* Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 978-3-89735-221-6, S. 181–182. |
* [[Christoph Timm]]: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 978-3-89735-221-6, S. 181–182. |
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* Olaf Schulze: Pforzheim. Ein verlorenes Stadtbild, Wartberg, Gudensberg 1994, S. 56. |
* [[Olaf Schulze]]: Pforzheim. Ein verlorenes Stadtbild, Wartberg, Gudensberg 1994, S. 56. |
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* [[Alois Stolz]]: Geschichte der Stadt Pforzheim, 1901, S. 437 |
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[[Kategorie:Pforzheim]] |
[[Kategorie:Unternehmen (Pforzheim)]] |
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[[Kategorie:Bestehendes Unternehmen]] |
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[[Kategorie:Gebäude (Pforzheim)]] |
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[[Kategorie:Bestehendes Bauwerk]] |
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Aktuelle Version vom 17. Januar 2020, 19:55 Uhr



Das Gasthaus Goldner Adler an der Ecke Leopoldstraße 2/Westliche Karl-Friedrich-Straße 35 in Pforzheim wird seit 1901 von der Privatbrauerei Wilhelm Ketterer KG betrieben und steht unter Denkmalschutz. Hier gibt es gutbürgerliche deutsche Küche.
Bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg befand sich dort der Vorgängerbau Goldner Adler.
Kaufgeschichte
Goldener Adler 1856 von Caspar Schmidt an Iffland um 21.000 fl., 1862 an Metzger Karl Elsässer um 37.0000 fl., 1870-1871 an Regine Elsässer geb. Müller um 38.000 fl., 1874 an Bäcker Louis Bizer um 63.000 fl., 1887 an dessen Witwe um 100.000 Mark, 1887 an Mathäus Diemer um 110.000 Mk., 1896 an Hermann Dorth um 190.000 Mk. 1901 an die Brauerei Ketterer um 200.000 Mark.
Beschreibung
Das siebengeschossige Eckgebäude und mit hellem Naturstein verkleidete Betonskelettbau wurde 1956 nach Plänen der Architekten Ernst Dobler senior und Ernst Dobler junior (* 26. Juli 1906 Pforzheim).[1] von Brauereibesitzer Wilhelm Ketterer gebaut. Das Dach ist als Penthouse ausgebaut. Ein besonderer Bauschmuck ist der stilisierte Adler von dem Bildhauer Jakob Wilhelm Fehrle in Form einer vergoldeten Metallplastik.
Das Café im ersten Obergeschoss hebt sich mit seiner mosaikgeschückten Brüstung ab. Das Mosaik wurde vom Münchner Künstler Prof. Blasius Spreng entworfen und zeigt neun Tierbildszenen im Stile der 1950er Jahre. Der Gaststätteneingang am Leopoldplatz weist Türgewände auf, die mit Bronzereliefs geschmückt sind. Die Details der Bronzebeschläge an der Tür zeigen genrehafte Wirtshaus- und Tafelszenen, die von Blasius Spreng signiert wurden.
Am 1. März 1962 wurde im Goldnen Adler die Reservistenkameradschaft Pforzheim gegründet.
Adresse
- Goldner Adler
- Westliche Karl-Friedrich-Straße 35
- 75172 Pforzheim
Einzelnachweise
Literatur
- Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 978-3-89735-221-6, S. 181–182.
- Olaf Schulze: Pforzheim. Ein verlorenes Stadtbild, Wartberg, Gudensberg 1994, S. 56.
- Alois Stolz: Geschichte der Stadt Pforzheim, 1901, S. 437
