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Waltraud Steinle: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Waltraud Steinle''' (* [[Geburtstag::2. März]] [[Geburtsjahr::1922]] in {{Geboren in|Pforzheim}}; † [[Todestag::23. September]] [[Todesjahr::2026]] in {{Gestorben in|Pforzheim}}) war eine |
'''Waltraud Steinle''' (* [[Geburtstag::2. März]] [[Geburtsjahr::1922]] in {{Geboren in|Pforzheim}}; † [[Todestag::23. September]] [[Todesjahr::2026]] in {{Gestorben in|Pforzheim}}) war eine Fördererin des [[Wildpark Pforzheim|Wildparks Pforzheim]]. Gemeinsam mit ihrem Ehemann [[Ewald Steinle]] engagierte sie sich über mehrere Jahrzehnte für die Entwicklung und den Ausbau des Wildparks. Nach dessen Tod im Jahr 2006 setzte sie das gemeinsame Engagement fort und unterstützte den Wildpark insbesondere durch finanzielle Zuwendungen und die Förderung verschiedener Bau- und Bildungsprojekte. 2014 gründete sie gemeinsam mit ihrem Mann die ''Ewald und Waltraud Steinle Stiftung''. Im Mai 2026 wurde ihr für ihre Verdienste um die Stadt [[tätig in::Pforzheim]] das [[ist::Ehrenbürger]]recht verliehen. Sie war seit dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] die zehnte Ehrenbürgerin bzw. der zehnte Ehrenbürger der Stadt und die erste Frau, der diese Auszeichnung zuteilwurde. |
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== Leben und Wirken == |
== Leben und Wirken == |
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Waltraud Steinle wurde als älteste von drei Töchtern in Pforzheim geboren. Ihr Vater war im Handel mit Agrarprodukten tätig. Ihre Mutter kam beim [[Luftangriff auf Pforzheim]] am 23. Februar 1945 ums Leben. Waltraud Steinle erlebte die Zerstörung ihrer Heimatstadt im Zweiten Weltkrieg und beteiligte sich anschließend am Wiederaufbau. Sie erlernte den Beruf der Kauffrau und blieb zeitlebens mit Pforzheim verbunden. Sie war kulturinteressiert, belesen und reiste häufig. |
Waltraud Steinle wurde als älteste von drei Töchtern in Pforzheim geboren. Ihr Vater war im Handel mit Agrarprodukten tätig. Ihre Mutter kam beim [[Luftangriff auf Pforzheim]] am 23. Februar 1945 ums Leben. Waltraud Steinle erlebte die Zerstörung ihrer Heimatstadt im Zweiten Weltkrieg und beteiligte sich anschließend am Wiederaufbau. Sie erlernte den Beruf der [[ist::Kaufmann|Kauffrau]] und blieb zeitlebens mit Pforzheim verbunden. Sie war kulturinteressiert, belesen und reiste häufig. |
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In den 1950er-Jahren gründete ihr Ehemann Ewald Steinle eine Treibstoff-Großhandlung, die er zu einem erfolgreichen Unternehmen ausbaute. Gemeinsam mit ihm baute Waltraud Steinle im Nachkriegs-Pforzheim eine neue Existenz auf. Zugleich unterstützte sie seine kommunalpolitischen und gesellschaftlichen Aktivitäten. Ewald Steinle setzte sich als Stadtrat maßgeblich für die Schaffung eines Wildparks in Pforzheim ein. Waltraud Steinle teilte diese Idee und engagierte sich von Beginn an für deren Umsetzung. |
In den 1950er-Jahren gründete ihr Ehemann Ewald Steinle eine Treibstoff-Großhandlung, die er zu einem erfolgreichen Unternehmen ausbaute. Gemeinsam mit ihm baute Waltraud Steinle im Nachkriegs-Pforzheim eine neue Existenz auf. Zugleich unterstützte sie seine kommunalpolitischen und gesellschaftlichen Aktivitäten. Ewald Steinle setzte sich als Stadtrat maßgeblich für die Schaffung eines Wildparks in Pforzheim ein. Waltraud Steinle teilte diese Idee und engagierte sich von Beginn an für deren Umsetzung. |
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1967 wurde der Wildparkförderkreis gegründet, 1968 der Wildpark Pforzheim eröffnet. In den folgenden Jahrzehnten unterstützten Waltraud und Ewald Steinle gemeinsam die Weiterentwicklung der Anlage. Zu den geförderten Vorhaben gehörten unter anderem neue Tieranlagen, die Naturbildungsstätte |
1967 wurde der Wildparkförderkreis gegründet, 1968 der Wildpark Pforzheim eröffnet. In den folgenden Jahrzehnten unterstützten Waltraud und Ewald Steinle gemeinsam die Weiterentwicklung der Anlage. Zu den geförderten Vorhaben gehörten unter anderem neue Tieranlagen, die Naturbildungsstätte „[[Ewald-Steinle-Haus]]“ und der Ausbau des pädagogischen Angebots. Waltraud Steinle blieb auch nach dem Tod ihres Mannes eng mit dem Wildpark und seinem Förderverein verbunden. Sie unterstützte die Einrichtung sowohl ideell als auch finanziell und setzte sich für weitere Projekte ein. |
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2009 wurde im Zentrum des Wildparks eine neue Anlage für Fischotter, Marderhunde und Waschbären eröffnet. 2014 gründete Waltraud Steinle gemeinsam mit ihrem Ehemann die ''Ewald und Waltraud Steinle Stiftung'', die den dauerhaften Erhalt und die Weiterentwicklung des Wildparks unterstützen und insbesondere dessen Eintrittsfreiheit langfristig sichern soll. 2019 wurde eine begehbare Volierenanlage für Uhus und Waldrappen eröffnet, deren Realisierung ebenfalls durch Waltraud Steinles Engagement unterstützt wurde. |
2009 wurde im Zentrum des Wildparks eine neue Anlage für Fischotter, Marderhunde und Waschbären eröffnet. 2014 gründete Waltraud Steinle gemeinsam mit ihrem Ehemann die ''Ewald und Waltraud Steinle Stiftung'', die den dauerhaften Erhalt und die Weiterentwicklung des Wildparks unterstützen und insbesondere dessen Eintrittsfreiheit langfristig sichern soll. 2019 wurde eine begehbare Volierenanlage für Uhus und Waldrappen eröffnet, deren Realisierung ebenfalls durch Waltraud Steinles Engagement unterstützt wurde. |
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Aktuelle Version vom 1. Oktober 2026, 18:24 Uhr
Waltraud Steinle (* 2. März 1922 in Pforzheim; † 23. September 2026 in Pforzheim) war eine Fördererin des Wildparks Pforzheim. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Ewald Steinle engagierte sie sich über mehrere Jahrzehnte für die Entwicklung und den Ausbau des Wildparks. Nach dessen Tod im Jahr 2006 setzte sie das gemeinsame Engagement fort und unterstützte den Wildpark insbesondere durch finanzielle Zuwendungen und die Förderung verschiedener Bau- und Bildungsprojekte. 2014 gründete sie gemeinsam mit ihrem Mann die Ewald und Waltraud Steinle Stiftung. Im Mai 2026 wurde ihr für ihre Verdienste um die Stadt Pforzheim das Ehrenbürgerrecht verliehen. Sie war seit dem Zweiten Weltkrieg die zehnte Ehrenbürgerin bzw. der zehnte Ehrenbürger der Stadt und die erste Frau, der diese Auszeichnung zuteilwurde.
Leben und Wirken
Waltraud Steinle wurde als älteste von drei Töchtern in Pforzheim geboren. Ihr Vater war im Handel mit Agrarprodukten tätig. Ihre Mutter kam beim Luftangriff auf Pforzheim am 23. Februar 1945 ums Leben. Waltraud Steinle erlebte die Zerstörung ihrer Heimatstadt im Zweiten Weltkrieg und beteiligte sich anschließend am Wiederaufbau. Sie erlernte den Beruf der Kauffrau und blieb zeitlebens mit Pforzheim verbunden. Sie war kulturinteressiert, belesen und reiste häufig.
In den 1950er-Jahren gründete ihr Ehemann Ewald Steinle eine Treibstoff-Großhandlung, die er zu einem erfolgreichen Unternehmen ausbaute. Gemeinsam mit ihm baute Waltraud Steinle im Nachkriegs-Pforzheim eine neue Existenz auf. Zugleich unterstützte sie seine kommunalpolitischen und gesellschaftlichen Aktivitäten. Ewald Steinle setzte sich als Stadtrat maßgeblich für die Schaffung eines Wildparks in Pforzheim ein. Waltraud Steinle teilte diese Idee und engagierte sich von Beginn an für deren Umsetzung.
1967 wurde der Wildparkförderkreis gegründet, 1968 der Wildpark Pforzheim eröffnet. In den folgenden Jahrzehnten unterstützten Waltraud und Ewald Steinle gemeinsam die Weiterentwicklung der Anlage. Zu den geförderten Vorhaben gehörten unter anderem neue Tieranlagen, die Naturbildungsstätte „Ewald-Steinle-Haus“ und der Ausbau des pädagogischen Angebots. Waltraud Steinle blieb auch nach dem Tod ihres Mannes eng mit dem Wildpark und seinem Förderverein verbunden. Sie unterstützte die Einrichtung sowohl ideell als auch finanziell und setzte sich für weitere Projekte ein.
2009 wurde im Zentrum des Wildparks eine neue Anlage für Fischotter, Marderhunde und Waschbären eröffnet. 2014 gründete Waltraud Steinle gemeinsam mit ihrem Ehemann die Ewald und Waltraud Steinle Stiftung, die den dauerhaften Erhalt und die Weiterentwicklung des Wildparks unterstützen und insbesondere dessen Eintrittsfreiheit langfristig sichern soll. 2019 wurde eine begehbare Volierenanlage für Uhus und Waldrappen eröffnet, deren Realisierung ebenfalls durch Waltraud Steinles Engagement unterstützt wurde.
Auch im hohen Alter beteiligte sich Waltraud Steinle weiterhin an der Entwicklung des Wildparks. Besonders setzte sie sich für den Bau eines neuen Besucherzentrums ein, das mit Gastronomie, Tourist-Information, einem grünen Klassenzimmer und einem Souvenirshop ausgestattet wurde. Beim Spatenstich im Frühjahr 2024 nahm sie im Alter von 102 Jahren persönlich teil. Das Besucherzentrum wurde im Herbst 2025 eröffnet. Der davor beziehungsweise im Zentrum des neuen Gebäudekomplexes gelegene Platz erhielt den Namen Waltraud-Steinle-Platz.
Am 2. März 2026, ihrem 104. Geburtstag, kündigte Oberbürgermeister Peter Boch an, Waltraud Steinle mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Pforzheim auszuzeichnen. Der Gemeinderat stimmte der Verleihung einstimmig zu. Am 13. Mai 2026 überreichte Peter Boch ihr im Wildpark die Ehrenbürgerurkunde. Mit der Auszeichnung würdigte die Stadt insbesondere ihr jahrzehntelanges Engagement für den Wildpark und ihre Verdienste um dessen Entwicklung. Waltraud Steinle war damit die zehnte Person und zugleich die erste Frau seit dem Zweiten Weltkrieg, der das Ehrenbürgerrecht der Stadt Pforzheim verliehen wurde.
Bei der Verleihung verwies Peter Boch auch auf die gemeinsame Bedeutung von Waltraud und Ewald Steinle für die Entstehung und Entwicklung des Wildparks. Waltraud Steinle selbst schrieb einen wesentlichen Teil der Ehrung ihrem verstorbenen Ehemann zu. Sie blieb bis in ihr letztes Lebensjahr mit dem Wildpark verbunden und setzte sich auch im hohen Alter für dessen Weiterentwicklung und insbesondere für die langfristige Sicherung der Eintrittsfreiheit ein.
Waltraud Steinle starb am 23. September 2026 im Alter von 104 Jahren in Pforzheim. Sie hinterließ zwei Söhne sowie mehrere Enkel und Urenkel. Ihr Name bleibt insbesondere durch den nach ihr benannten Platz am Besucherzentrum mit dem Wildpark Pforzheim verbunden.
Quellen
- Stadt Pforzheim: Waltraud Steinle wird erste Ehrenbürgerin der Stadt Pforzheim. Pressemeldung vom 13. Mai 2026.
- Stadt Pforzheim: Stadt Pforzheim trauert um Ehrenbürgerin Waltraud Steinle. Pressmeldung vom 25. September 2026.
- Pforzheimer Zeitung: Eine ganz Große mit riesigem Herzen. Pforzheim trauert um die Ehrenbürgerin, beherzte Wildpark-Förderin und bis zuletzt mit 104 Jahren noch sehr bestimmte Waltraud Steinle. Ausgabe vom 26. September 2026.