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Neoklassizismus: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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[[Datei:15-04-25-Goldener-Saal-Zeppelintribüne-Nürnberg-RalfR-DSCF4463 4 5.jpg|thumb|Goldener Saal in der Zeppelintribüne auf dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg]]
[[File:Hauptfriedhof in Pforzheim - panoramio.jpg|thumb|[[Aussegnungshalle des Pforzheimer Hauptfriedhofs]] außen, Südseite mit der Inschrift: „Friede sei mit euch“.]]
[[Bild:Aussegnungshalle.jpg|thumb|[[Aussegnungshalle des Pforzheimer Hauptfriedhofs]] innen]]
[[Datei:Altes Lutherhaus in Pforzheim, Innen.png|thumb|[[Altes Lutherhaus (Pforzheim)]] ]]

'''Neoklassizismus''' (oder ''Neuklassizismus'') wird in der deutschsprachigen Kunstgeschichte der letzte formal einheitliche Stil der Bildenden Kunst und Architektur des [[Historismus]] im frühen 20.&nbsp;Jahrhundert im deutschsprachigen Kulturraum genannt. Der eklektizistische Stil gilt gleichzeitig als Beginn der Moderne.<ref>Gerhard Krause, Siegfried M. Schwertner, Gerhard Müller (Hrsg.): Theologische Realenzyklopädie. Studienausgabe Teil II. Walter de Gruyter 1990, S. 237,5</ref> Für den Architekturstil der 1930er Jahre wird auch der Begriff ''modernistischer Klassizismus'' verwendet.<ref>Frank-Bertolt Raith: ''Der heroische Stil. Studien zur Architektur am Ende der Weimarer Republik.'' Berlin 1997, S. 7.</ref>

In der Malerei und Plastik sind bei Carlo Carrà, Giorgio de Chirico, Adolf von Hildebrand, Aristide Maillol, Pablo Picasso und Ignatius Taschner neoklassizistische Einflüsse zu erkennen.

In der Architektur bildet der Neoklassizismus den ideellen sowie formalen Gegensatz zu der sich gleichzeitig entwickelnden klassischen Moderne, während die Ornamentik der Baustile [[Jugendstil]] (Art nouveau) und Liberty zurücktritt. Er ist, gemeinsam mit dem Heimatschutzstil, Teil der allgemeinen traditionalistischen Strömungen zu Anfang des 20. Jahrhunderts, die das Ziel hatten, alte (vorindustrielle) Werte und Strukturen beizubehalten. Es werden noch einmal Ideen der griechischen und römischen Antike, des [[Barock]] und des Klassizismus, und klassizistische Elemente der Renaissance (Andrea Palladio) aufgenommen, die sich im monumentalen Erscheinungsbild, in Säulenanordnungen, in der räumlichen Disposition (rechtwinklige Grundrisse, Symmetrie) und in der tektonischen Struktur zeigen.
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== Beispiele in Pforzheim ==
== Beispiele in Pforzheim ==
Das [[Altes Lutherhaus an der Gymnasiumstraße 23 in Pforzheim|Alte Lutherhaus an der Gymnasiumstraße 23 in Pforzheim]] wurde im Jahre 1913 im Stil des [[Neoklassizismus]] nach Entwürfen von [[Karl Denzel]] und [[Otto Deichsel]] gestaltet.<ref name="Timm_92">Timm 2004, S. 92.</ref>
* [[Altes Lutherhaus (Pforzheim)]], Gymnasiumstraße 23/Schulhausstr. 8 in in Pforzheim, 1913, [[Karl Denzel]] und [[Otto Deichsel]]
* [[Aussegnungshalle des Pforzheimer Hauptfriedhofs]] , Alfred Roepert
* Villa Bichlestraße 2 und Villa Hafner, [[Ernst Dobler (sen.)]]

== andere Beispiele in Deutschland ==
* In Düsseldorf die Mannesmann-Verwaltung
* In Köln die Festhalle der Werkbundausstellung 1914 (zerstört).
* In Berlin die Neue Reichskanzlei und das Olympiastadion sowie die Karl-Marx-Allee
* In Kassel das Bundessozialgericht
* In Weimar das Gauforum
* In Nürnberg das Reichsparteitagsgelände
* In München der Ehrentempel für die Gefallenen der Bewegung und das Haus der Kunst sowie die Reichszeugmeisterei
* in Linz das Brückenkopfgebäude
* In Dresden die Bebauung am Altmarkt
* In Magdeburg zahlreiche zentrale Innenstadtbauten
* In Leipzig die Ringbebauung mit Opernhaus
* In Rostock die Lange Straße.

== Einzelnachweise ==
<references/>

== Literatur ==
== Literatur ==
* Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004.
* Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004.
* Peter Noever (Hrsg.): ''Tyrannei des Schönen. Architektur der Stalin-Zeit.'' MAK, Wien 1994, ISBN 3-7913-1340-1.
* Herbert Nicolaus, Alexander Obeth: ''Die Stalinallee. Geschichte einer deutschen Straße.'' Verlag für Bauwesen, Berlin 1997, ISBN 3-345-00605-7.
* Frank-Bertolt Raith: ''Der heroische Stil. Studien zur Architektur am Ende der Weimarer Republik.'' Verlag für Bauwesen, Berlin 1997, ISBN 3-345-00606-5.
* Birk Engmann: ''Bauen für die Ewigkeit. Monumentalarchitektur des zwanzigsten Jahrhunderts und Städtebau in Leipzig in den fünfziger Jahren.'' Sax-Verlag, Beucha 2006, ISBN 3-934544-81-9.
* Roman Hillmann: ''Die erste Nachkriegsmoderne. Ästhetik und Wahrnehmung der westdeutschen Architektur 1945-63.'' Michael Imhof Verlag, Petersberg 2011, ISBN 3865685897
* Hans Jürgen Reichhardt, Wolfgang Schäche: ''Von Berlin nach Germania. Über die Zerstörungen der „Reichshauptstadt“ durch Albert Speers Neugestaltungsplanungen.'' Transit Buchverlag, 11. Auflage 2008, Berlin 1998, ISBN 388747127X


'''Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Neoklassizismus_(Bildende_Kunst)&action=edit Neoklassizismus (Bildende Kunst)] aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.'''

[[Kategorie:Baustil]]

Aktuelle Version vom 6. Mai 2026, 12:17 Uhr

Goldener Saal in der Zeppelintribüne auf dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg
Aussegnungshalle des Pforzheimer Hauptfriedhofs außen, Südseite mit der Inschrift: „Friede sei mit euch“.
Aussegnungshalle des Pforzheimer Hauptfriedhofs innen
Altes Lutherhaus (Pforzheim)

Neoklassizismus (oder Neuklassizismus) wird in der deutschsprachigen Kunstgeschichte der letzte formal einheitliche Stil der Bildenden Kunst und Architektur des Historismus im frühen 20. Jahrhundert im deutschsprachigen Kulturraum genannt. Der eklektizistische Stil gilt gleichzeitig als Beginn der Moderne.[1] Für den Architekturstil der 1930er Jahre wird auch der Begriff modernistischer Klassizismus verwendet.[2]

In der Malerei und Plastik sind bei Carlo Carrà, Giorgio de Chirico, Adolf von Hildebrand, Aristide Maillol, Pablo Picasso und Ignatius Taschner neoklassizistische Einflüsse zu erkennen.

In der Architektur bildet der Neoklassizismus den ideellen sowie formalen Gegensatz zu der sich gleichzeitig entwickelnden klassischen Moderne, während die Ornamentik der Baustile Jugendstil (Art nouveau) und Liberty zurücktritt. Er ist, gemeinsam mit dem Heimatschutzstil, Teil der allgemeinen traditionalistischen Strömungen zu Anfang des 20. Jahrhunderts, die das Ziel hatten, alte (vorindustrielle) Werte und Strukturen beizubehalten. Es werden noch einmal Ideen der griechischen und römischen Antike, des Barock und des Klassizismus, und klassizistische Elemente der Renaissance (Andrea Palladio) aufgenommen, die sich im monumentalen Erscheinungsbild, in Säulenanordnungen, in der räumlichen Disposition (rechtwinklige Grundrisse, Symmetrie) und in der tektonischen Struktur zeigen.

Bildergalerie: weitere Bilder zu diesem Artikel finden sich auf Neoklassizismus (Galerie)

Beispiele in Pforzheim

andere Beispiele in Deutschland

  • In Düsseldorf die Mannesmann-Verwaltung
  • In Köln die Festhalle der Werkbundausstellung 1914 (zerstört).
  • In Berlin die Neue Reichskanzlei und das Olympiastadion sowie die Karl-Marx-Allee
  • In Kassel das Bundessozialgericht
  • In Weimar das Gauforum
  • In Nürnberg das Reichsparteitagsgelände
  • In München der Ehrentempel für die Gefallenen der Bewegung und das Haus der Kunst sowie die Reichszeugmeisterei
  • in Linz das Brückenkopfgebäude
  • In Dresden die Bebauung am Altmarkt
  • In Magdeburg zahlreiche zentrale Innenstadtbauten
  • In Leipzig die Ringbebauung mit Opernhaus
  • In Rostock die Lange Straße.

Einzelnachweise

  1. Gerhard Krause, Siegfried M. Schwertner, Gerhard Müller (Hrsg.): Theologische Realenzyklopädie. Studienausgabe Teil II. Walter de Gruyter 1990, S. 237,5
  2. Frank-Bertolt Raith: Der heroische Stil. Studien zur Architektur am Ende der Weimarer Republik. Berlin 1997, S. 7.

Literatur

  • Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004.
  • Peter Noever (Hrsg.): Tyrannei des Schönen. Architektur der Stalin-Zeit. MAK, Wien 1994, ISBN 3-7913-1340-1.
  • Herbert Nicolaus, Alexander Obeth: Die Stalinallee. Geschichte einer deutschen Straße. Verlag für Bauwesen, Berlin 1997, ISBN 3-345-00605-7.
  • Frank-Bertolt Raith: Der heroische Stil. Studien zur Architektur am Ende der Weimarer Republik. Verlag für Bauwesen, Berlin 1997, ISBN 3-345-00606-5.
  • Birk Engmann: Bauen für die Ewigkeit. Monumentalarchitektur des zwanzigsten Jahrhunderts und Städtebau in Leipzig in den fünfziger Jahren. Sax-Verlag, Beucha 2006, ISBN 3-934544-81-9.
  • Roman Hillmann: Die erste Nachkriegsmoderne. Ästhetik und Wahrnehmung der westdeutschen Architektur 1945-63. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2011, ISBN 3865685897
  • Hans Jürgen Reichhardt, Wolfgang Schäche: Von Berlin nach Germania. Über die Zerstörungen der „Reichshauptstadt“ durch Albert Speers Neugestaltungsplanungen. Transit Buchverlag, 11. Auflage 2008, Berlin 1998, ISBN 388747127X


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