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Betty Knopf: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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[[Datei:Betty Knopf (geb. 13.2.1887 in Pforzheim; gest. 22.10.1940 in Grafeneck), Porträtfoto.png|thumb|Betty Knopf]]
Betty Knopf (geb. 13.2.1887 ; gest. 22.10.1940 in Grafeneck) war ein Pforzheimer Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung und damit der „[[Scho’a]]“ (hebräisch הַשׁוֹאָה; deutsch Holocaust). Sie hat die nationalsozialistische Judenverfolgung und die „[[Scho’a]]“ (hebräisch הַשׁוֹאָה; deutsch Holocaust) nicht überlebt.
[[Datei:Konzertplakat mit Betty Knopf (geb. 13.2.1887 in Pforzheim; gest. 22.10.1940 in Grafeneck).png|thumb|Konzertplakat]]
[[Datei:Betty Knopf-Stolperstein.jpg|thumb|Stolperstein für Betty Knopf in Freiburg]]
[[Datei:Haus Knopf (Freiburg) 1.jpg|thumb|Haus der Familie Knopf in Freiburg (heute Kindergarten)]]
'''Betty Knopf''' (* [[Geburtstag::13. Februar]] [[Geburtsjahr::1887]] in {{Geboren in|Pforzheim}}; † [[Todestag::22. Oktober]] [[Todesjahr::1940]] in {{Gestorben in|Grafeneck}}) war [[Ist::Musiker|Konzertsängerin]] und wurde [[Ist::NS-Opfer|Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung]].
== Familie ==
== Familie ==
Sie wurde als eines der sechs Kinder von Sally Knopf (geb. 10.11.1845 in Międzychód; gest. 2.5.1922 in Freiburg )<ref>https://www.geni.com/people/Sally-Knopf/6000000072577768174</ref> und Rebekka Knopf, geb. Steilberger (geb. 27.10.1851 in Hardenberg; gest. 1.5.1935 in Freiburg)<ref>https://www.geni.com/people/Rebekka-Knopf/6000000072602435857</ref> in Pforzheim geboren.
Betty Knopf wurde als eines der sechs Kinder von [[Sally Simon Knopf]] (geb. 10. November 1845 in Birnbaum, Provinz Posen [heute Międzychód, Polen]; gest. 2. Mai 1922 in Freiburg)<ref>https://www.geni.com/people/Sally-Knopf/6000000072577768174</ref> und Rebekka Knopf, geb. Steilberger (geb. 27. Oktober 1851 in Hardenberg; gest. 1. Mai 1935 in Freiburg)<ref>https://www.geni.com/people/Rebekka-Knopf/6000000072602435857</ref> in Pforzheim geboren. Damit entstammte sie der jüdischen Kaufmannsfamilie Knopf, aus der heraus mehrere im südwestdeutschen Raum und dem angrenzenden Ausland tätige Warenhausketten gegründet wurden.

Sie war die Schwester von Flora Schwarz; Antonie Toni Herz; Arthur Knopf; Elsa Jacobson; Jeanette Jenny Friesner und Irma Rügländer (1'Levy). Der einzige Sohn von Sally, Arthur Knopf (1879-1963), war der Erbe seines Vaters Sally Knopf und leitete die Knopf AG in der Schweiz. Er konnte zusammen mit den übrigen Schwestern in die Schweiz flüchten, wo die Knopf-Waren­häu­ser weiterhin bestanden.
Sie war die Schwester von Flora Schwarz, Antonie Toni Herz, Arthur Knopf, Elsa Jacobson, Jeanette Jenny Friesner und Irma Rügländer (Levy). Der einzige Bruder, [[Arthur Knopf]] (geb. 25. November 1879 in Birnbaum; gest. 29. Oktober 1963 in Basel), leitete als Erbe des Vaters die Knopf AG in der Schweiz. Er konnte zusammen mit den übrigen Geschwistern in die Schweiz flüchten, wo die Knopf-Waren­häu­ser weiterhin bestanden.


== Geschichte ==
== Geschichte ==
Betty Knopf machte Karriere als Konzertsängerin. Sie nahm Unterricht beim Freiburger Gesangslehrer Carl Beines, bei dem auch Richard Tauber, König des Belcanto, in den Jahren 1911 und 1912 seine Gesangsausbildung hatte. Sie lebte bei ihren Eltern in Freiburg, zuletzt bei der Mutter Rebekka Knopf. Seit 1927 lebte sie wegen psychischer Probleme in der Heilanstalt Illenau. Sie besaß zwar ein Haus in Freiburg in der Ludwigstraße, jedoch hat sie es nie bewohnt, da es erst 1927 fertiggestellt wurde, als sie bereits in der Heilanstalt Illenau war. Ende Juli 1940 erfolgte ihre Verlegung in die Badische Heil- und Pflegeanstalt Konstanz. Von dort wurde sie am am 10. Oktober 1940 nach Grafeneck gebracht und dort am 22. Oktober 1940 in der Gaskammer ermordet. Sie war ein Opfer der dortigen "Euthanasie"-Morde.

Nach einer Karriere als Konzertsängerin lebte sie wegen psychischer Probleme seit 1927 in der Heilanstalt Illenau. Ende Juli 1940 erfolgte Ihre Verlegung in die Badische Heil– und Pflegeanstalt Konstanz. Von dort wurde Sie am am 10. Oktober 1940 nach Grafeneck gebracht und dort am 22. Oktober 1940 in der Gaskammer ermordet. Sie war ein Opfer der dortigen "Euthanasie"–Morde. Sie besaß ein Haus in Freiburg in der Ludwigstraße, das Sie selbst nie bewohnte, da es erst 1927 fertiggestellt wurde. Bis zu Ihrer Einweisung in die Heilanstalt Illenau lebte Betty Knopf bei ihren Eltern in Freiburg, zuletzt bei der Mutter Rebekka Knopf.


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
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== Weblinks ==
== Weblinks ==
* [https://www.pforzheim.de/kultur-freizeit/stadtgeschichte/juedische-buerger/glossar-ansicht.html?tx_glossary2_glossary%5Bglossary%5D=474&tx_glossary2_glossary%5Baction%5D=show&cHash=fe76ac10dcf4ac8e4610d6732032fa45 Eintrag Betty Knopf in der Datenbank der zwischen 1919 und 1945 in Pforzheim geborenen bzw. ansässigen jüdischen Bürgerinnen und Bürger und deren Schicksale auf der offiziellen Webpräsenz der Stadt Pforzheim]
* [https://www.pforzheim.de/stadt/stadtgeschichte/gedenken-friedenskultur/juedische-buerger/glossar-ansicht/glossary/detail/knopf-betty.html Eintrag Betty Knopf in der Datenbank der zwischen 1919 und 1945 in Pforzheim geborenen bzw. ansässigen jüdischen Bürgerinnen und Bürger und deren Schicksale auf der offiziellen Webpräsenz der Stadt Pforzheim]

* http://grabsteine.genealogy.net/tomb.php?cem=1266&tomb=240&b=&lang=de
* http://grabsteine.genealogy.net/tomb.php?cem=1266&tomb=240&b=&lang=de
* https://www.geni.com/people/Betty/6000000072606461958
* https://www.geni.com/people/Betty/6000000072606461958

== Literatur ==
* Bernd Serger : '''Betty Knopf (1887-22.10.1940)''. In: '''Über Mutter wird nicht gesprochen ...: "Euthanasie"-Morde an Freiburger Menschen''', Mabuse-Verlag, S.103-105.


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Aktuelle Version vom 1. Mai 2026, 15:07 Uhr

Betty Knopf
Konzertplakat
Stolperstein für Betty Knopf in Freiburg
Haus der Familie Knopf in Freiburg (heute Kindergarten)

Betty Knopf (* 13. Februar 1887 in Pforzheim; † 22. Oktober 1940 in Grafeneck) war Konzertsängerin und wurde Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung.

Familie

Betty Knopf wurde als eines der sechs Kinder von Sally Simon Knopf (geb. 10. November 1845 in Birnbaum, Provinz Posen [heute Międzychód, Polen]; gest. 2. Mai 1922 in Freiburg)[1] und Rebekka Knopf, geb. Steilberger (geb. 27. Oktober 1851 in Hardenberg; gest. 1. Mai 1935 in Freiburg)[2] in Pforzheim geboren. Damit entstammte sie der jüdischen Kaufmannsfamilie Knopf, aus der heraus mehrere im südwestdeutschen Raum und dem angrenzenden Ausland tätige Warenhausketten gegründet wurden.

Sie war die Schwester von Flora Schwarz, Antonie Toni Herz, Arthur Knopf, Elsa Jacobson, Jeanette Jenny Friesner und Irma Rügländer (Levy). Der einzige Bruder, Arthur Knopf (geb. 25. November 1879 in Birnbaum; gest. 29. Oktober 1963 in Basel), leitete als Erbe des Vaters die Knopf AG in der Schweiz. Er konnte zusammen mit den übrigen Geschwistern in die Schweiz flüchten, wo die Knopf-Waren­häu­ser weiterhin bestanden.

Geschichte

Betty Knopf machte Karriere als Konzertsängerin. Sie nahm Unterricht beim Freiburger Gesangslehrer Carl Beines, bei dem auch Richard Tauber, König des Belcanto, in den Jahren 1911 und 1912 seine Gesangsausbildung hatte. Sie lebte bei ihren Eltern in Freiburg, zuletzt bei der Mutter Rebekka Knopf. Seit 1927 lebte sie wegen psychischer Probleme in der Heilanstalt Illenau. Sie besaß zwar ein Haus in Freiburg in der Ludwigstraße, jedoch hat sie es nie bewohnt, da es erst 1927 fertiggestellt wurde, als sie bereits in der Heilanstalt Illenau war. Ende Juli 1940 erfolgte ihre Verlegung in die Badische Heil- und Pflegeanstalt Konstanz. Von dort wurde sie am am 10. Oktober 1940 nach Grafeneck gebracht und dort am 22. Oktober 1940 in der Gaskammer ermordet. Sie war ein Opfer der dortigen "Euthanasie"-Morde.

Einzelnachweise

Weblinks

Literatur

  • Bernd Serger : Betty Knopf (1887-22.10.1940). In: Über Mutter wird nicht gesprochen ...: "Euthanasie"-Morde an Freiburger Menschen', Mabuse-Verlag, S.103-105.