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Matthäuskirche (Pforzheim): Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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[[Datei:Eingangsseite mit kirchturm.jpg|thumb|Matthäuskirche Pforzheim]]
Die '''Matthäuskirche''' ist eine evangelische Kirche an der [[Hochkopfstraße]] 30 im [[In::Pforzheim]]er Stadtteil Arlinger. Sie liegt am Rande der Gartenstadt und gehört zu den wichtigsten Kirchenbauten der Nachkriegsmoderne.


== Beschreibung ==
[[Datei:Grundriß der Matthäuskirche, Hochkopfstraße 30 im Pforzheimer Stadtteil Arlinger, Entwurf Egon Eiermann, 1953.jpg|thumb| Grundriß]]
[[Bild:Matthäuskirche innen.jpg|thumb|Die Matthäuskirche innen]]
[[Bild:Pforzheimer Matthäuskirche innen (a).jpg|thumb|Die Matthäuskirche innen]]


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[[Datei:Matthäuskirche.jpg|thumb|Matthäuskirche]]
; Adresse
Sie wurde als Sichtbeton-Skelettbau nach dem Vorbild von Industriebauten in den Jahren [[1952]]/[[1953]] von [[Egon Eiermann]] erbaut. Der Entwurf der Matthäuskirche gehört zum Hauptwerk Eiermanns und diente als Vorbild für zahlreiche Nachkriegs-Kirchenbauten, darunter die berühmte Kaiser-Wilhelm-Gedächniskirche in Berlin. Das Mobiliar der Kirche stammt ebenfalls vom Architekten. Das ursprüngliche Altarkruzifix von Eiermann wurde 1959 durch ein vom Braunschweiger Künstler Jürgen Weber entworfenes ersetzt.
:Matthäuskirche
:[[Hochkopfstraße]] 30
:[[Postleitzahl#Pforzheim|75179]] Pforzheim (Arlinger)


Die Einweihung erfolgte am [[Jahrestag::12. Juli]] [[Eröffnet::1953]], unter Beisein des Architekten Egon Eiermann schloss Pfarrer Ludwig Eiermann symbolisch die Tür auf. Der Turm nördlich der Kirche wurde [[1956]] erbaut.
; Pfarrgemeinde
*Pfarrer ist Martin Schleifer
:Matthäusgemeinde
:[[Oosstraße]] 1
:[[Postleitzahl#Pforzheim|75179]] Pforzheim (Arlinger)
: {{Telefon|0 72 31|44 24 24}}
: {{Telefax|0 72 31|46 82 26}}
: {{E-Mail|Ev.Matthaeusgemeinde-Pf|t-online.de}}

Die '''Matthäuskirche''' ist die evangelische [[Kirche]] im [[Pforzheim]]er [[Stadtteil]] [[Arlinger]].

Sie wurde als Sichtbeton-Skelettbau nach dem Vorbild von Industriebauten
in den Jahren [[1952]]/[[1953]] von [[Egon Eiermann]] erbaut. Der Entwurf der Matthäuskirche gehört zum Hauptwerk Eiermanns und diente als Vorbild für zahlreiche Nachkriegs-Kirchenbauten, darunter die berühmte Kaiser-Wilhelm-Gedächniskirche in Berlin. Das Mobiliar der Kirche stammt ebenfalls vom Architekten. Das ursprüngliche Altarkruzifix von Eiermann wurde 1959 durch ein vom Braunschweiger Künstler Jürgen Weber entworfenes ersetzt.

Die Einweihung erfolgte am [[12. Juli]] [[1953]], unter Beisein des Architekten Egon Eiermann schloss Pfarrer Ludwig Eiermann symbolisch die Tür auf. Der Turm nördlich der Kirche wurde [[1956]] erbaut.


Die Betonwabensteine mit der farbigen Glasfüllung wurden aus dem Trümmersplitt des am [[23. Februar 1945]] zerstörten Pforzheim hergestellt. Durch bewusstes Beimengen des Schutts entstanden die weißen und roten Steine.
Die Betonwabensteine mit der farbigen Glasfüllung wurden aus dem Trümmersplitt des am [[23. Februar 1945]] zerstörten Pforzheim hergestellt. Durch bewusstes Beimengen des Schutts entstanden die weißen und roten Steine.
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[[1974]]-[[1975]] musste aufgrund massiver Betonschäden eine Tragwerksanierung vorgenommen werden. Die Betonsanierung setzte sich [[1990]] am Vordach über der Freitreppe und [[1998]]-[[1999]] am Turm fort.
[[1974]]-[[1975]] musste aufgrund massiver Betonschäden eine Tragwerksanierung vorgenommen werden. Die Betonsanierung setzte sich [[1990]] am Vordach über der Freitreppe und [[1998]]-[[1999]] am Turm fort.


Christoph Timm gibt folgende Bewertung für das Kulturdenkmal ab: ''„Ihre Formgebung im französisch anmutenden Palaststil eines barocken Historismus gehört zu den regional herausragenden Beispielen der Villenbaukunst der wilhelminischen Epoche..“''<ref>''' Lameystraße 67, Ehem. Villa Beckh '''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 369-370, hier S. 370.</ref>
Christoph Timm gibt folgende Bewertung für das Kulturdenkmal ab: ''„Künstlerische Bezüge lassen sich auch zu den Architektur-Utopien des frühen 20. Jahrhunderts von Bruno Taut und [[Otto Bartning]] herstellen“''<ref>'''Ein Kleinod aus Glas und Beton: Hochkopfstraße 30, Matthäuskirche'''. In: Christoph Timm:''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen'' Pforzheim 2006, S. 77-82, hier S. 82.</ref>


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
<references/>
<references/>


== Literatur ==
== Quellen ==
* '''Ein Kleinod aus Glas und Beton: Hochkopfstraße 30, Matthäuskirche'''. In: Christoph Timm:''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen'' Pforzheim 2006, S. 77-82.

* ''' Lameystraße 67, Ehem. Villa Beckh '''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 369-370.
[[Kategorie:Pforzheim]]




==Quelle==
*[[Christoph Timm]],
: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Band 1, ISBN 3-89735-221-4
: Pforzheim, Kulturdenkmale in den Ortsteilen, Band 2, ISBN 3-89735-428-9
:Verlag Regionalkultur
==Weblink==


[[Kategorie:Kirche (Pforzheim)]]
*[http://www.loebliche-singer-pforzheim.de/ArlingerEiermann2004.html Die Matthäuskirche auf der Seite der Löblichen Singer]
[[Kategorie:Kirche]]
[[Kategorie:Kirchengebäude]]
[[Kategorie:Bestehendes Bauwerk]]
[[Kategorie:Baudenkmal]]
[[Kategorie:Arlinger]]
[[Kategorie:Arlinger]]

Aktuelle Version vom 3. April 2026, 11:13 Uhr

OpenStreetMap
OpenStreetMap
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Datei:Eingangsseite mit kirchturm.jpg
Matthäuskirche Pforzheim

Die Matthäuskirche ist eine evangelische Kirche an der Hochkopfstraße 30 im Pforzheimer Stadtteil Arlinger. Sie liegt am Rande der Gartenstadt und gehört zu den wichtigsten Kirchenbauten der Nachkriegsmoderne.

Beschreibung

Grundriß
Die Matthäuskirche innen
Die Matthäuskirche innen
Datei:Eierman Detail.jpg
Wabensteine und Gedenktafel
Matthäuskirche

Sie wurde als Sichtbeton-Skelettbau nach dem Vorbild von Industriebauten in den Jahren 1952/1953 von Egon Eiermann erbaut. Der Entwurf der Matthäuskirche gehört zum Hauptwerk Eiermanns und diente als Vorbild für zahlreiche Nachkriegs-Kirchenbauten, darunter die berühmte Kaiser-Wilhelm-Gedächniskirche in Berlin. Das Mobiliar der Kirche stammt ebenfalls vom Architekten. Das ursprüngliche Altarkruzifix von Eiermann wurde 1959 durch ein vom Braunschweiger Künstler Jürgen Weber entworfenes ersetzt.

Die Einweihung erfolgte am 12. Juli 1953, unter Beisein des Architekten Egon Eiermann schloss Pfarrer Ludwig Eiermann symbolisch die Tür auf. Der Turm nördlich der Kirche wurde 1956 erbaut.

Die Betonwabensteine mit der farbigen Glasfüllung wurden aus dem Trümmersplitt des am 23. Februar 1945 zerstörten Pforzheim hergestellt. Durch bewusstes Beimengen des Schutts entstanden die weißen und roten Steine. Diese Fensterwände wurden nach einem Entwurf von Theo Baumann gefertigt.

Das Kirchengebäude ist zweistöckig, unter dem Kirchensaal in den ehemaligen Gemeinderäumen befindet sich heute ein Kindergarten.

Es gibt Bauschmuck an der Südwand, einen Engel als Relief vom Berliner Bildhauer Paul Dierkes, und am Turm einen Turmhahn von Fritz Theilmann.

1972-1975 wurde der begrünte Vorplatz, im Zusammenhang mit dem Neubau des benachbarten Gemeindezentrums, umgestaltet und gepflastert.

1974-1975 musste aufgrund massiver Betonschäden eine Tragwerksanierung vorgenommen werden. Die Betonsanierung setzte sich 1990 am Vordach über der Freitreppe und 1998-1999 am Turm fort.

Christoph Timm gibt folgende Bewertung für das Kulturdenkmal ab: „Künstlerische Bezüge lassen sich auch zu den Architektur-Utopien des frühen 20. Jahrhunderts von Bruno Taut und Otto Bartning herstellen“[1]

Einzelnachweise

  1. Ein Kleinod aus Glas und Beton: Hochkopfstraße 30, Matthäuskirche. In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 77-82, hier S. 82.

Quellen

  • Ein Kleinod aus Glas und Beton: Hochkopfstraße 30, Matthäuskirche. In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 77-82.