Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
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Ingeborg Röttgen: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Bild:St-Georgen-Drogerie 1950.JPG|thumb|Werbung aus dem Jahr 1950]] |
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[[Bild:Benzinflasche.jpg|thumb|Benzinflasche aus der St.-Georgen-Drogerie, um 1980]] |
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| ⚫ | '''Ingeborg Röttgen''' geborene Schreiner (* [[Geburtstag::11. März]] [[Geburtsjahr::1923]]; † [[Todestag::15. Januar]] [[Todesjahr::1995]]) war Fachdrogistin und [[Ist::Unternehmer|Inhaberin]] der [[St.-Georgen-Drogerie]] in der [[Kreuzstraße]] 6 im [[Tätig in::Pforzheim]]er Stadtviertel [[Au]]. Ihr Vater war der Lehrer, Schulleiter und Heimatforscher [[Otto Schreiner]]. |
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== Zum 25-jährigen Geschäftsjubiläum == |
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Als Pforzheim noch weitgehend in Schutt und Asche lag und die Versorgung der Bevölkerung mit dem Notwendigsten große Schwierigkeiten bereitete, bewies eine junge Pforzheimerin, wie so viele andere, Mut und Tatkraft. Als gelernte Fachdrogistin machte sich im Alter von 22 Jahren Ingeborg Röttgen selbständig und richtete behelfsmäßig ihre Drogerie in einer Garage der [[Friesenstraße]] ein. 1951 konnte ein Laden im alten Gänssle-Haus in der [[Kreuzstraße]] 9 bezogen wenden, der jedoch später wieder geräumt werden mußte. |
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Seither ist die [[St.-Georgen-Drogerie]] in der Kreuzstraße 6 untergebracht. Sie kann dieser Tage ihr 25jähriges Jubiläum feiern. Dem [[Luftangriff auf Pforzheim|Angriff auf Pforzheim]] im Februar 1945 waren auch sämtliche Drogerien der Innenstadt zum Opfer gefallen. Alteingesessene Geschäfte unterhielten provisorische Verkaufsstellen in den Außenbezirken der Stadt oder versuchten, in den Landkreisgemeinden vorübergehend Fuß zu fassen. Die Drogerie von Ingeborg Röttgen war die erste Neugründung unmittelbar nach dem Zusammenbruch. Wer sich an jene Zeit im Herbst [[Gegründet::1945]] zurückerinnern kann, weiß, was es für eine Zweiundzwanzigjährige bedeutet hat, das Wagnis einer Geschäftsgründung unter äußerst schlechten Bedingungen einzugehen. |
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Zielstrebigkeit und Schaffenskraft aber halfen der jungen Fachdrogistin gegen manchen Widerstand zu bestehen. Damals war nicht die Kunst des Verkaufens gefragt; Geschäftsinhaber aller Sparten mußten oft in mühseligen "Organisationsreisen" zu Fuß, mit dem Fahrrad oder der wieder leidlich funktionierenden Eisenbahn Waren von Produzenten beschaffen, die zudem noch streng kontingentiert waren. |
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Das liegt nun 25 Jahre zurück, und die St.-Georgen-Drogerie hat sich längst in der Südstadt einen guten Namen zu machen verstanden. Als Tochter des Heimatforschers, Rektor [[Otto Schreiner]], fühlt sich Fachdrogistin Ingeborg Röttgen ihrer Vaterstadt aufs engste verbunden. Sie möchte auch weiterhin am angestammten Platz in der Kreuzstraße tätig sein, weil sie sich ihrer großen Stammkundenschaft gegenüber verpflichtet fühlt. Wertvolle Stütze der "Geschäftsjubilarin" ist ihr Mann Paul, der zusammen mit jungen Fachkräften dafür sorgt, daß der gute Ruf der Firma auch weiterhin gefestigt wird.<ref>Pforzheimer Zeitung: ''Gegründet 1945 in einer Garage: St.-Georgen-Drogerie begeht ihr 25jähriges Geschäftsjubiläum.'' Ausgabe vom 21. Oktober 1970.</ref> |
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Der Betrieb wurde [[Geschlossen::1983]] aufgelöst. |
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== Einzelnachweise == |
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Aktuelle Version vom 11. März 2023, 17:10 Uhr


Ingeborg Röttgen geborene Schreiner (* 11. März 1923; † 15. Januar 1995) war Fachdrogistin und Inhaberin der St.-Georgen-Drogerie in der Kreuzstraße 6 im Pforzheimer Stadtviertel Au. Ihr Vater war der Lehrer, Schulleiter und Heimatforscher Otto Schreiner.
Zum 25-jährigen Geschäftsjubiläum
Als Pforzheim noch weitgehend in Schutt und Asche lag und die Versorgung der Bevölkerung mit dem Notwendigsten große Schwierigkeiten bereitete, bewies eine junge Pforzheimerin, wie so viele andere, Mut und Tatkraft. Als gelernte Fachdrogistin machte sich im Alter von 22 Jahren Ingeborg Röttgen selbständig und richtete behelfsmäßig ihre Drogerie in einer Garage der Friesenstraße ein. 1951 konnte ein Laden im alten Gänssle-Haus in der Kreuzstraße 9 bezogen wenden, der jedoch später wieder geräumt werden mußte.
Seither ist die St.-Georgen-Drogerie in der Kreuzstraße 6 untergebracht. Sie kann dieser Tage ihr 25jähriges Jubiläum feiern. Dem Angriff auf Pforzheim im Februar 1945 waren auch sämtliche Drogerien der Innenstadt zum Opfer gefallen. Alteingesessene Geschäfte unterhielten provisorische Verkaufsstellen in den Außenbezirken der Stadt oder versuchten, in den Landkreisgemeinden vorübergehend Fuß zu fassen. Die Drogerie von Ingeborg Röttgen war die erste Neugründung unmittelbar nach dem Zusammenbruch. Wer sich an jene Zeit im Herbst 1945 zurückerinnern kann, weiß, was es für eine Zweiundzwanzigjährige bedeutet hat, das Wagnis einer Geschäftsgründung unter äußerst schlechten Bedingungen einzugehen.
Zielstrebigkeit und Schaffenskraft aber halfen der jungen Fachdrogistin gegen manchen Widerstand zu bestehen. Damals war nicht die Kunst des Verkaufens gefragt; Geschäftsinhaber aller Sparten mußten oft in mühseligen "Organisationsreisen" zu Fuß, mit dem Fahrrad oder der wieder leidlich funktionierenden Eisenbahn Waren von Produzenten beschaffen, die zudem noch streng kontingentiert waren.
Das liegt nun 25 Jahre zurück, und die St.-Georgen-Drogerie hat sich längst in der Südstadt einen guten Namen zu machen verstanden. Als Tochter des Heimatforschers, Rektor Otto Schreiner, fühlt sich Fachdrogistin Ingeborg Röttgen ihrer Vaterstadt aufs engste verbunden. Sie möchte auch weiterhin am angestammten Platz in der Kreuzstraße tätig sein, weil sie sich ihrer großen Stammkundenschaft gegenüber verpflichtet fühlt. Wertvolle Stütze der "Geschäftsjubilarin" ist ihr Mann Paul, der zusammen mit jungen Fachkräften dafür sorgt, daß der gute Ruf der Firma auch weiterhin gefestigt wird.[1]
Der Betrieb wurde 1983 aufgelöst.
Einzelnachweise
- ↑ Pforzheimer Zeitung: Gegründet 1945 in einer Garage: St.-Georgen-Drogerie begeht ihr 25jähriges Geschäftsjubiläum. Ausgabe vom 21. Oktober 1970.