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Burgkapelle (Steinegg): Unterschied zwischen den Versionen

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Der Ausbau von Schlosskapelle und der nahe der Burg im Wald auf einem Felsen errichteten Waldkapelle Hamberg geht auf Karl Dietrichs Sohn Karl Dietrich Anton von Gemmingen (1694–1745) zurück.
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Die '''Burgkapelle''' liegt am [[Kapellenweg]] im [[Neuhausen|Neuhausener]] Ortsteil [[Steinegg]] bei der [[Burg Steinegg]].
Die Kapelle wurde [[1520]] erbaut, als die Burg im Besitz der [[Herren von Gemmingen]] war. [[1832]] kaufte die Gemeinde Steinegg die Schlosskapelle für 500 Gulden. [[1948]] ging die Kapelle in den Besitz der katholischen Gemeinde über. [[1973]] übernahm die evangelische Gemeinde die schon schwer sanierungsbedürftige Kapelle. [[1983]] bis [[1985]] wurde die Schlosskapelle umfassend saniert und renoviert.

== Geschichte ==
Die Kapelle wurde [[1520]] als einschiffiger Bau mit dem dreiseitigen Altarraum erbaut, als die Burg im Besitz der [[Herren von Gemmingen]] war. Der weitere Ausbau von Burgkapelle und von der nahe der Burg im Wald auf einem Felsen errichteten [[Waldkapelle (Hamberg)|Waldkapelle]] geht auf Karl Dietrich von Gemmingen (1694–1745) zurück. Zu seiner Zeit wurde 1723 die Kapelle vergrößert und umgeformt. Die Außenmauern wurden erhöht. Es entstanden große Rundbogenfenster. Eine Muldendecke wurde eingezogen. Ein achteckiger Dachreiter mit eingezogener Haube dient seitdem als Glockenturm. Der Innenraum wurde mit reichem Stuckdekor versehen. Das große ovale Mittelfeld an der Decke zeigt als Flachrelief Marie mit Engeln. Die Darstellung verkündet die unbefleckte Empfängnis Marias. Zwischen Mittelfeld und Altarkrönung halten zwei Putten das Gemmingsche Wappen, darüber die Initialen des Stifters. Die Altarwand mit dem Bilderrahmen wurde mehrfach überarbeitet, das Altarbild 1914 eingefügt. Es ist ein Ölbild mit den 14 Nothelfern. Die Ölbilder an den Längsseiten greifen Szenen aus der Leidensgeschichte Jesu auf. An der stuckierten Brüstung der Empore ist ein Ölbild „David mit der Harfe“ eingelassen. Die geschweiften Wangen des barocken Gestühls sind mit aus Muschelformen entwickelten Schnitzereien verziert.

1823 traten Freiherr Julius von Gemmingen mit seiner Familie (außer Sohn Eduard) und 44 Familien aus Mühlhausen in dieser Kapelle zur evang. Kirche über.

[[1832]] verkaufte die Familie von gemmingen die Kapelle an die Gemeinde Steinegg für 500 Gulden. [[1948]] ging die Kapelle in den Besitz der katholischen Gemeinde über. [[1973]] übernahm die evangelische Gemeinde die schon schwer sanierungsbedürftige Kapelle. [[1983]] bis [[1985]] wurde die Schlosskapelle umfassend saniert und renoviert.


== Quelle ==
== Quelle ==
* Festschrift zur Einweihung nach der Renovierung am 27. Mai 1985
* Festschrift zur Einweihung nach der Renovierung am 27. Mai 1985
* https://www.eki-muehlhausen.de/unsere-pfarrgemeinde/gebaeude/burgkapelle-steinegg/


[[Kategorie:Kirche (Neuhausen)]]
[[Kategorie:Kirche (Neuhausen)]]

Aktuelle Version vom 23. April 2020, 19:36 Uhr

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Die Burgkapelle bei der Burg Steinegg
Die Burgkapelle bei der Burg Steinegg
Datei:20140905 Neuhausen-Steinegg 002.JPG
Die Burgkapelle bei der Burg Steinegg
Die Burgkapelle
Die Burgkapelle
Die Burgkapelle
Die Burgkapelle

Die Burgkapelle liegt am Kapellenweg im Neuhausener Ortsteil Steinegg bei der Burg Steinegg.

Geschichte

Die Kapelle wurde 1520 als einschiffiger Bau mit dem dreiseitigen Altarraum erbaut, als die Burg im Besitz der Herren von Gemmingen war. Der weitere Ausbau von Burgkapelle und von der nahe der Burg im Wald auf einem Felsen errichteten Waldkapelle geht auf Karl Dietrich von Gemmingen (1694–1745) zurück. Zu seiner Zeit wurde 1723 die Kapelle vergrößert und umgeformt. Die Außenmauern wurden erhöht. Es entstanden große Rundbogenfenster. Eine Muldendecke wurde eingezogen. Ein achteckiger Dachreiter mit eingezogener Haube dient seitdem als Glockenturm. Der Innenraum wurde mit reichem Stuckdekor versehen. Das große ovale Mittelfeld an der Decke zeigt als Flachrelief Marie mit Engeln. Die Darstellung verkündet die unbefleckte Empfängnis Marias. Zwischen Mittelfeld und Altarkrönung halten zwei Putten das Gemmingsche Wappen, darüber die Initialen des Stifters. Die Altarwand mit dem Bilderrahmen wurde mehrfach überarbeitet, das Altarbild 1914 eingefügt. Es ist ein Ölbild mit den 14 Nothelfern. Die Ölbilder an den Längsseiten greifen Szenen aus der Leidensgeschichte Jesu auf. An der stuckierten Brüstung der Empore ist ein Ölbild „David mit der Harfe“ eingelassen. Die geschweiften Wangen des barocken Gestühls sind mit aus Muschelformen entwickelten Schnitzereien verziert.

1823 traten Freiherr Julius von Gemmingen mit seiner Familie (außer Sohn Eduard) und 44 Familien aus Mühlhausen in dieser Kapelle zur evang. Kirche über.

1832 verkaufte die Familie von gemmingen die Kapelle an die Gemeinde Steinegg für 500 Gulden. 1948 ging die Kapelle in den Besitz der katholischen Gemeinde über. 1973 übernahm die evangelische Gemeinde die schon schwer sanierungsbedürftige Kapelle. 1983 bis 1985 wurde die Schlosskapelle umfassend saniert und renoviert.

Quelle