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Das Bauwerk wird erstmals als "Steynin Brucken" [[1356]] urkundlich erwähnt. Mehrmals wurde diese Brücke durch Hochwasser zerstört. Der Grundstein der alten "Steynin Brucken" zeigt folgende eingravierte Inschrift aus dem Jahre 1573 :<br> ''„ ANNO. M.D. LXXXIII (=1573) <br> DAS EYS UND GROS WASSER GUSSEN <br> DIE BRUCK MIT GWALT ZU STUCKN RISSEN <br> DARUMB EIN RAT ZU NUZ DER GMEIND <br> DEN PFEILER SEZT VON STARCKE STEIN <br> DER LANDSFURST MARGGRAF CAROLUS <br> DEN ERSTEN STEIN LEGT SELBST IN FLUS “''<ref name="Timm_283"/> <br> Ein Ausschnitt aus der Stadtansicht des Matthäus Merian, aus dem Jahre 1643, zeigt eine Holzbrücke, die auf gemauerten Pfeilern ruhte. |
Das Bauwerk wird erstmals als "Steynin Brucken" [[1356]] urkundlich erwähnt. Mehrmals wurde diese Brücke durch Hochwasser zerstört. Der Grundstein der alten "Steynin Brucken" zeigt folgende eingravierte Inschrift aus dem Jahre 1573 :<br> ''„ ANNO. M.D. LXXXIII (=1573) <br> DAS EYS UND GROS WASSER GUSSEN <br> DIE BRUCK MIT GWALT ZU STUCKN RISSEN <br> DARUMB EIN RAT ZU NUZ DER GMEIND <br> DEN PFEILER SEZT VON STARCKE STEIN <br> DER LANDSFURST MARGGRAF CAROLUS <br> DEN ERSTEN STEIN LEGT SELBST IN FLUS “''<ref name="Timm_283"/> <br> Ein Ausschnitt aus der Stadtansicht des Matthäus Merian, aus dem Jahre 1643, zeigt eine Holzbrücke, die auf gemauerten Pfeilern ruhte. |
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=== eiserne Gitterträgerbrücke === |
=== eiserne Gitterträgerbrücke (1851) === |
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Nachdem die Auerbrücke |
Nachdem die Auerbrücke durch Hochwasser zerstört worden war entstand 1851 eine neue Brücke. Dieses Bauwerk wurde durch das Eisenwerk [[Benckiser]] nach Plänen von [[Julius Naeher]] konstruiert. Es handelte sich hierbei um eine eiserne Gitterträgerbrücke, die wegen ihrer ''„neuartigen Technologie in Fachkreisen Aufsehen“''<ref name="Timm_283"> ''' Auerbrückenstein '''. In: Christoph Timm:''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen'' Pforzheim 2006, S. 283.</ref> erregte. Die ''„Gitterbrücke am Lindenplatz“''<ref name="Timm_81"/> war eine ''„reine Ingenieurkonstruktion“''.<ref name="Timm_81">''' Naeher, Julius '''. In: Christoph Timm: ''Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet.'' Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 80-82, hier S. 81.</ref> Bis 1880 wurde in einem Zollhaus auf der Brücke ein ''„Brückengeld“''<ref name="Timm_283"/> erhoben. |
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Datei:Entwurf des Bauingenieurs Julius Ernst Naeher (geb. 1.4.1824 in Pforzheim; gest. 18.2.1911 in Tolkewitz bei Dresden) für die eiserne Gitterträgerbrücke (sog. Auerbrücke am Lindenplatz), 1851.png|Entwurf des Bauingenieurs Julius Ernst Naeher für die eiserne Gitterträgerbrücke (sog. Auerbrücke am Lindenplatz), 1851 |
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Datei:Gedenkblatt des Bauingenieurs Julius Ernst Naeher (geb. 1.4.1824 in Pforzheim; gest. 18.2.1911 in Tolkewitz bei Dresden) zur Erinnerung an die Auer Gitter-Brücke von 1851.png|Gedenkblatt des Bauingenieurs Julius Ernst Naeher (geb. 1.4.1824 in Pforzheim; gest. 18.2.1911 in Tolkewitz bei Dresden) zur Erinnerung an die Auer Gitter-Brücke von 1851 |
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Datei:Die neue eiserne Gitterträgerbrücke am Lindenplatz, Entwurf des Bauingenieurs Julius Ernst Naeher (geb. 1.4.1824 in Pforzheim; gest. 18.2.1911 in Tolkewitz bei Dresden), 1851.jpg |
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Datei:Die neue eiserne Gitterträgerbrücke am Lindenplatz, Entwurf des Bauingenieurs Julius Ernst Naeher (geb. 1.4.1824 in Pforzheim; gest. 18.2.1911 in Tolkewitz bei Dresden), historische Postkarte.jpg| |
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=== neue Brücke ( 1912-1913) === |
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Erbaut 1912-1913 nach Entwürfen von [[Hermann Billing]]. |
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=== Betonbrücke (Nachkriegszeit) === |
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Heute befindet sich an dieser Stelle eine Betonbrücke aus der frühen Nachkriegszeit, seit 1990 geschmückt vom [[Flößerdenkmal]], ein Brückentempel mit der Figur eines Flößers.<ref name="Timm_283"/> Es ist ein gemeinsames Werk der Brüder Leon und Rob Krier. |
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== Siehe auch == |
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== Literatur == |
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* ''' Eisen aus Pforzheim '''. In: Christoph Timm: ''Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet.'' Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 276. |
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* ''' Auerbrückenstein '''. In: Christoph Timm: ''Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet.'' Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 283. |
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* ''' Naeher, Julius '''. In: Christoph Timm:''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen'' Pforzheim 2006, S. 342 bis S. 376: '''Baumeister und Bildhauer. Kleines Who-is-Who der baubeteiligten Künstler''', hier S. 365. |
* ''' Naeher, Julius '''. In: Christoph Timm:''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen'' Pforzheim 2006, S. 342 bis S. 376: '''Baumeister und Bildhauer. Kleines Who-is-Who der baubeteiligten Künstler''', hier S. 365. |
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* ''' Naeher, Julius '''. Christoph Timm:''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen'' Pforzheim 2006, S. 283. |
* ''' Naeher, Julius '''. Christoph Timm:''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen'' Pforzheim 2006, S. 283. |
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Aktuelle Version vom 19. April 2020, 14:34 Uhr

Die Auerbrücke befindet sich in Pforzheim und überspannt die Enz und die Nagold an deren Zusammenfluss in Nord-Süd-Richtung und verbindet so die Deimlingstraße über das Ostende des Lindenplatzes mit der Kreuzstraße.
Namensgebung
Die Brücke hat ihren Namen vom Stadtgebiet Au (von Aue = Flusslandschaft).
Geschichte
"Steynin Brucken" (1356)

Das Bauwerk wird erstmals als "Steynin Brucken" 1356 urkundlich erwähnt. Mehrmals wurde diese Brücke durch Hochwasser zerstört. Der Grundstein der alten "Steynin Brucken" zeigt folgende eingravierte Inschrift aus dem Jahre 1573 :
„ ANNO. M.D. LXXXIII (=1573)
DAS EYS UND GROS WASSER GUSSEN
DIE BRUCK MIT GWALT ZU STUCKN RISSEN
DARUMB EIN RAT ZU NUZ DER GMEIND
DEN PFEILER SEZT VON STARCKE STEIN
DER LANDSFURST MARGGRAF CAROLUS
DEN ERSTEN STEIN LEGT SELBST IN FLUS “[1]
Ein Ausschnitt aus der Stadtansicht des Matthäus Merian, aus dem Jahre 1643, zeigt eine Holzbrücke, die auf gemauerten Pfeilern ruhte.
eiserne Gitterträgerbrücke (1851)
Nachdem die Auerbrücke durch Hochwasser zerstört worden war entstand 1851 eine neue Brücke. Dieses Bauwerk wurde durch das Eisenwerk Benckiser nach Plänen von Julius Naeher konstruiert. Es handelte sich hierbei um eine eiserne Gitterträgerbrücke, die wegen ihrer „neuartigen Technologie in Fachkreisen Aufsehen“[1] erregte. Die „Gitterbrücke am Lindenplatz“[2] war eine „reine Ingenieurkonstruktion“.[2] Bis 1880 wurde in einem Zollhaus auf der Brücke ein „Brückengeld“[1] erhoben.
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Entwurf des Bauingenieurs Julius Ernst Naeher für die eiserne Gitterträgerbrücke (sog. Auerbrücke am Lindenplatz), 1851
-
Gedenkblatt des Bauingenieurs Julius Ernst Naeher (geb. 1.4.1824 in Pforzheim; gest. 18.2.1911 in Tolkewitz bei Dresden) zur Erinnerung an die Auer Gitter-Brücke von 1851
neue Brücke ( 1912-1913)
Erbaut 1912-1913 nach Entwürfen von Hermann Billing.
Betonbrücke (Nachkriegszeit)

Heute befindet sich an dieser Stelle eine Betonbrücke aus der frühen Nachkriegszeit, seit 1990 geschmückt vom Flößerdenkmal, ein Brückentempel mit der Figur eines Flößers.[1] Es ist ein gemeinsames Werk der Brüder Leon und Rob Krier.
Siehe auch
Einzelnachweise
Literatur
- Eisen aus Pforzheim . In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 276.
- Auerbrückenstein . In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 283.
- Naeher, Julius . In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 342 bis S. 376: Baumeister und Bildhauer. Kleines Who-is-Who der baubeteiligten Künstler, hier S. 365.
- Naeher, Julius . Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 283.
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