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Luis Schneider: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Luis Schneider''' (* [[7. Februar]] [[1904]] in [[Pforzheim]]; Schicksal unbekannt) war Nazi-Gegner, Sozialdemokrat, Gewerkschafter und Kämpfer in den Internationalen Brigaden gegen den Militärputsch Francos in Spanien.
'''Luis Schneider''' (* [[Geburtstag::7. Februar]] [[Geburtsjahr::1904]] in {{Geboren in|Pforzheim}}) war Sozialdemokrat, [[Ist::Gewerkschafter]] und Kämpfer in den Internationalen Brigaden gegen den Militärputsch Francos in Spanien.


== Bei den Internationalen Brigaden in Spanien ==
== Bei den Internationalen Brigaden in Spanien ==


Schneider war schon [[1924]] als Kaufmann nach Spanien gegangen. Er wurde dort Mitglied der UGT (Union General de Trabajadores), der sozialistischen Gewerkschaft, und der PSOE (Partido Socialista Obrero Espanol), der spanischen sozialistischen Arbeiterpartei, die ab [[1935]] an der Koalition der Volksfront-Regierung beteiligt war. Ab [[1936]] kämpfte er in den Internationalen Brigaden und musste nach dem Sieg der Putschisten über die Pyrenäen nach Frankreich fliehen.
Schneider war schon [[1924]] als [[Ist::Kaufmann]] nach Spanien gegangen. Er wurde dort Mitglied der UGT (Union General de Trabajadores), der sozialistischen Gewerkschaft, und der PSOE (Partido Socialista Obrero Espanol), der spanischen sozialistischen Arbeiterpartei, die ab [[1935]] an der Koalition der Volksfront-Regierung beteiligt war. Ab [[1936]] kämpfte er in den Internationalen Brigaden und musste nach dem Sieg der Putschisten über die Pyrenäen nach Frankreich fliehen.


== Im Lager [[Gurs]] (Südfrankreich) ==
== Im Lager [[Gurs]] (Südfrankreich) ==


Ab Juni [[1939]] war er wie 650 Interbrigadisten aus Deutschland im Lager Gurs interniert, er erhielt monatlich 50 Francs als Hilfssendung der SoPaDe, des Vorstands der Exil-[[SPD]]. Ebenso sind Bemühungen der SoPaDe belegt, ihn nach Großbritannien oder Norwegen in Sicherheit zu bringen. Im April [[1940]] endeten die Hilfssendungen für Schneider, er war nicht mehr im Lager Gurs.
Ab Juni [[1939]] war er wie 650 Interbrigadisten aus Deutschland im Lager Gurs interniert, er erhielt monatlich 50 Francs als Hilfssendung der SoPaDe, des Vorstands der Exil-[[SPD]]. Ebenso sind Bemühungen der SoPaDe belegt, ihn nach Großbritannien oder Norwegen in Sicherheit zu bringen. Im April [[1940]] endeten die Hilfssendungen für Schneider, er war nicht mehr im Lager Gurs. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt.
Sein weiteres Schicksal ist noch nicht geklärt.


Es war bisher nicht herauszufinden, ob und wie Luis Schneider mit den vier Personen namens Schneider verwandt ist, die noch rechtzeitig im April 1939 nach Brasilien fliehen konnten.
Es war bisher nicht herauszufinden, ob und wie Luis Schneider mit den vier Personen namens Schneider verwandt ist, die noch rechtzeitig im April 1939 nach Brasilien fliehen konnten.

Aktuelle Version vom 14. März 2020, 12:22 Uhr

Luis Schneider (* 7. Februar 1904 in Pforzheim) war Sozialdemokrat, Gewerkschafter und Kämpfer in den Internationalen Brigaden gegen den Militärputsch Francos in Spanien.

Bei den Internationalen Brigaden in Spanien

Schneider war schon 1924 als Kaufmann nach Spanien gegangen. Er wurde dort Mitglied der UGT (Union General de Trabajadores), der sozialistischen Gewerkschaft, und der PSOE (Partido Socialista Obrero Espanol), der spanischen sozialistischen Arbeiterpartei, die ab 1935 an der Koalition der Volksfront-Regierung beteiligt war. Ab 1936 kämpfte er in den Internationalen Brigaden und musste nach dem Sieg der Putschisten über die Pyrenäen nach Frankreich fliehen.

Im Lager Gurs (Südfrankreich)

Ab Juni 1939 war er wie 650 Interbrigadisten aus Deutschland im Lager Gurs interniert, er erhielt monatlich 50 Francs als Hilfssendung der SoPaDe, des Vorstands der Exil-SPD. Ebenso sind Bemühungen der SoPaDe belegt, ihn nach Großbritannien oder Norwegen in Sicherheit zu bringen. Im April 1940 endeten die Hilfssendungen für Schneider, er war nicht mehr im Lager Gurs. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt.

Es war bisher nicht herauszufinden, ob und wie Luis Schneider mit den vier Personen namens Schneider verwandt ist, die noch rechtzeitig im April 1939 nach Brasilien fliehen konnten.

Am 22. Oktober 1940 verschleppten die Nazis 195 jüdische Menschen aus Pforzheim ins Lager Gurs, nur 55 von ihnen überlebten beziehungsweise wurden gerettet.