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Friedrich Morath: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Friedrich Morath''' (* [[22. Januar]] [[1904]] in Chur/Schweiz; † [[9. Februar]] [[1943]] bei Rostow/Sowjetunion) war katholischer Geistlicher in [[Pforzheim]] und Gegner des [[Nationalsozialismus]].
'''Friedrich Morath''' (* [[Geburtstag::22. Januar]] [[Geburtsjahr::1904]] in {{Geboren in|Chur}}/Schweiz; † [[Todestag::9. Februar]] [[Todesjahr::1943]] bei {{Gestorben in|Rostow}}/Sowjetunion) war katholischer [[Ist::Theologe|Geistlicher]] in [[Tätig in::Pforzheim]] und Gegner des [[Nationalsozialismus]].


== Werdegang ==
== Werdegang ==
Friedrich Morath wird am 11. März 1928 in Freiburg zum Priester geweiht; er ist von [[1929]] bis [[1932]] Kaplan an der [[Herz-Jesu-Kirche|Herz-Jesu-Pfarrei]] in Pforzheim und ab [[1933]] arbeitet er an der Pfarrei [[St. Franziskus]]. Er betreut die männliche Jugend im früheren [[Bernhardus-Heim]] an der [[Durlacher Straße]] und gibt Religionsunterricht an Volksschulen und Gymnasien.
Friedrich Morath wird am 11. März 1928 in Freiburg zum Priester geweiht; er ist von 1929 bis 1932 Kaplan an der [[Herz-Jesu-Kirche (Pforzheim)|Herz-Jesu-Pfarrei]] in Pforzheim und ab 1933 arbeitet er an der Pfarrei [[St. Franziskus]]. Er betreut die männliche Jugend im früheren [[Bernhardus-Heim]] an der [[Durlacher Straße]] und gibt Religionsunterricht an Volksschulen und Gymnasien.


== In der Nazi-Zeit ==
== In der Nazi-Zeit ==
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Friedrich Morath hält an der christlichen Erziehung der ihm anvertrauten Kinder und Jugendlichen fest, deswegen stempeln ihn die Nationalsozialisten zum Feind. Er wird überwacht und muss mehrere Verhöre über sich ergehen lassen. Das Sondergericht Mannheim verurteilt ihn [[1935]] zu vier Monaten Haft wegen ''„Äußerungen über die Hitler-Jugend und Diffamierung der Katholiken“''. Um ihn zu schützen, versetzt ihn die Kirchenleitung [[1937]] nach Konstanz und dann nach Markdorf.
Friedrich Morath hält an der christlichen Erziehung der ihm anvertrauten Kinder und Jugendlichen fest, deswegen stempeln ihn die Nationalsozialisten zum Feind. Er wird überwacht und muss mehrere Verhöre über sich ergehen lassen. Das Sondergericht Mannheim verurteilt ihn [[1935]] zu vier Monaten Haft wegen ''„Äußerungen über die Hitler-Jugend und Diffamierung der Katholiken“''. Um ihn zu schützen, versetzt ihn die Kirchenleitung [[1937]] nach Konstanz und dann nach Markdorf.


[[1939]] wird er – wie der evangelische Pfarrer [[Wilhelm Bollmann]] vom [[Buckenberg]] – zur [[Wehrmacht]] eingezogen, um ihn von der Gemeinde fernzuhalten. Als Sanitätssoldat ist er an vielen Fronten eingesetzt, als Gefreiter mit der Feldpostnummer 28325 fällt er am 9. Februar 1943 bei Rostow in der Sowjetunion.
1939 wird er – wie der evangelische Pfarrer [[Wilhelm Bollmann]] vom [[Buckenberg]] – zur [[Wehrmacht]] eingezogen, um ihn von der Gemeinde fernzuhalten. Als Sanitätssoldat ist er an vielen Fronten eingesetzt, als Gefreiter mit der Feldpostnummer 28325 fällt er am 9. Februar 1943 bei Rostow in der Sowjetunion.


== Literatur ==
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[[Kategorie:Theologe]]
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[[Kategorie:NS-Gegner]]
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Aktuelle Version vom 1. März 2020, 12:04 Uhr

Friedrich Morath

Friedrich Morath (* 22. Januar 1904 in Chur/Schweiz; † 9. Februar 1943 bei Rostow/Sowjetunion) war katholischer Geistlicher in Pforzheim und Gegner des Nationalsozialismus.

Werdegang

Friedrich Morath wird am 11. März 1928 in Freiburg zum Priester geweiht; er ist von 1929 bis 1932 Kaplan an der Herz-Jesu-Pfarrei in Pforzheim und ab 1933 arbeitet er an der Pfarrei St. Franziskus. Er betreut die männliche Jugend im früheren Bernhardus-Heim an der Durlacher Straße und gibt Religionsunterricht an Volksschulen und Gymnasien.

In der Nazi-Zeit

Friedrich Morath hält an der christlichen Erziehung der ihm anvertrauten Kinder und Jugendlichen fest, deswegen stempeln ihn die Nationalsozialisten zum Feind. Er wird überwacht und muss mehrere Verhöre über sich ergehen lassen. Das Sondergericht Mannheim verurteilt ihn 1935 zu vier Monaten Haft wegen „Äußerungen über die Hitler-Jugend und Diffamierung der Katholiken“. Um ihn zu schützen, versetzt ihn die Kirchenleitung 1937 nach Konstanz und dann nach Markdorf.

1939 wird er – wie der evangelische Pfarrer Wilhelm Bollmann vom Buckenberg – zur Wehrmacht eingezogen, um ihn von der Gemeinde fernzuhalten. Als Sanitätssoldat ist er an vielen Fronten eingesetzt, als Gefreiter mit der Feldpostnummer 28325 fällt er am 9. Februar 1943 bei Rostow in der Sowjetunion.

Literatur

  • Manfred Ill: Kaplan Friedrich Morath: als Priester gefallen, in: „Markdorfer Begegnungen“ (= Band 3 der „Beiträge zur Geschichte der Stadt Markdorf“), Tettnang 2000, ISBN 3-9807093-0-2, Seiten 265–271
  • „Mut zum Widerstehen“ (Ausstellung über Pforzheim 1933–1945, Dokumentation der Ausstellungstafeln, herausgegeben vom Stadtjugendring Pforzheim, Redaktion Gerhard Brändle), Pforzheim 1995

Siehe auch Literatur über Friedrich Morath in der Landesbibliographie Baden-Württemberg

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