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Emil Kühner: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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'''Emil Kühner''' (* 1904, † 13. Januar [[1943]]) war Kriegsgegner-Gegner und Opfer des NS-Regimes
'''Emil Kühner''' (* [[Geburtsjahr::1904]], † [[Todestag::13. Januar]] [[Todesjahr::1943]] in {{Gestorben in|Butzbach}}) war [[Ist::Goldschmied]], Kriegsgegner und [[Ist::NS-Opfer|Opfer des NS-Regimes]].


Emil Kühner, Goldschmied aus [[Niefern-Öschelbronn]] bei [[Pforzheim]], arbeitet während des 2. Weltkrieges bei der Firma [[Kollmar & Jourdan AG|Kollmar und Jourdan]] in Pforzheim in der [[Bleichstraße]]. Dort werden u.a. feinmechanische Teile für die [[Rüstungsindustrie]] (Flakzünder) hergestellt. Emil Kühner gehört keiner politischen Gruppierung an, ist aber erklärter Gegner des Nationalsozialismus.
Emil Kühner, Goldschmied aus [[Niefern-Öschelbronn]] bei [[Pforzheim]], arbeitete während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] bei der Firma [[Kollmar & Jourdan AG|Kollmar & Jourdan]] in [[Tätig in::Pforzheim]] in der [[Bleichstraße]]. Dort wurden unter anderem feinmechanische Teile für die Rüstungsindustrie (Flakzünder) hergestellt. Emil Kühner gehörte keiner politischen Gruppierung an, war aber erklärter Gegner des Nationalsozialismus.
Was er genau in seiner Firma gemacht hat, ist den Akten nicht zu entnehmen, doch wird er wegen Sabotage am 11.6. 1942 in Pforzheim verhaftet und bis zum Prozess am 17. 12. 1942 in Karlsruhe eingesperrt.
Er wird wegen „Wehrmittelbeschädigung“ zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt.


Was er genau in seiner Firma machte, ist den Akten nicht zu entnehmen, doch wurde er wegen Sabotage am [[11. Juni]] [[1942]] in Pforzheim verhaftet und bis zum Prozess am [[17. Dezember]] [[1942]] in [[Karlsruhe]] eingesperrt. Er wurde wegen „Wehrmittelbeschädigung“ zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt.
Am 13.Januar 1943 stirbt er im Zuchthaus in Butzbach (Hessen) unter ungeklärten Umständen.


Am 13. Januar 1943 starb er im Zuchthaus in Butzbach (Hessen) unter ungeklärten Umständen.
Ein Exemplar der Flakzünder ist heute im [[Technisches Museum|Technischen Museum]] im Gebäude der früheren Firma Kollmar und Jourdan ausgestellt, jegliche Hinweise auf Zweck und Umfang der Zünderproduktion sowie auf Kriegsgegner in Pforzheim fehlen.

Ein Exemplar der Flakzünder ist heute im [[Technisches Museum|Technischen Museum]] im Gebäude der früheren Firma Kollmar & Jourdan ausgestellt, jegliche Hinweise auf Zweck und Umfang der Zünderproduktion sowie auf Kriegsgegner in Pforzheim fehlen.


==Literatur==
==Literatur==
Ausstellung: Mut zum Widerstehen – Pforzheim 1933 – 1945, Dokumentation der Ausstellungstafeln, Hrsg.: Stadtjugendring Pforzheim und Volkshochschule, Redaktion: Gerhard Brändle, Pforzheim, 1995
Ausstellung: Mut zum Widerstehen – Pforzheim 1933 – 1945, Dokumentation der Ausstellungstafeln, Hrsg.: [[Stadtjugendring Pforzheim]] und [[Volkshochschule]], Redaktion: [[Gerhard Brändle]], Pforzheim, 1995


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Aktuelle Version vom 11. September 2019, 09:23 Uhr

Emil Kühner (* 1904, † 13. Januar 1943 in Butzbach) war Goldschmied, Kriegsgegner und Opfer des NS-Regimes.

Emil Kühner, Goldschmied aus Niefern-Öschelbronn bei Pforzheim, arbeitete während des Zweiten Weltkrieges bei der Firma Kollmar & Jourdan in Pforzheim in der Bleichstraße. Dort wurden unter anderem feinmechanische Teile für die Rüstungsindustrie (Flakzünder) hergestellt. Emil Kühner gehörte keiner politischen Gruppierung an, war aber erklärter Gegner des Nationalsozialismus.

Was er genau in seiner Firma machte, ist den Akten nicht zu entnehmen, doch wurde er wegen Sabotage am 11. Juni 1942 in Pforzheim verhaftet und bis zum Prozess am 17. Dezember 1942 in Karlsruhe eingesperrt. Er wurde wegen „Wehrmittelbeschädigung“ zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt.

Am 13. Januar 1943 starb er im Zuchthaus in Butzbach (Hessen) unter ungeklärten Umständen.

Ein Exemplar der Flakzünder ist heute im Technischen Museum im Gebäude der früheren Firma Kollmar & Jourdan ausgestellt, jegliche Hinweise auf Zweck und Umfang der Zünderproduktion sowie auf Kriegsgegner in Pforzheim fehlen.

Literatur

Ausstellung: Mut zum Widerstehen – Pforzheim 1933 – 1945, Dokumentation der Ausstellungstafeln, Hrsg.: Stadtjugendring Pforzheim und Volkshochschule, Redaktion: Gerhard Brändle, Pforzheim, 1995