Feier mit! 20 Jahre Pfenz!

Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!


Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenzmail.de

Eisinger Loch: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Inhalt gelöscht Inhalt hinzugefügt
Ah (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Schmelzle (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
(8 dazwischenliegende Versionen von 5 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
{{OpenStreetMap|48.94799|8.702|15}}
{{Bildergalerie}}
{{Bildergalerie}}
[[Bild:Eisingerloch2.jpg|thumb|Neues Eisinger Loch]]
[[Bild:Eisingerloch2.jpg|thumb|Neues Eisinger Loch]]
Zeile 8: Zeile 9:


== Das alte Eisinger Loch ==
== Das alte Eisinger Loch ==
Das alte Eisinger Loch brach im Jahre [[1527]] ein und ist heute 21 m tief und 43 m lang. Es entstand dadurch, dass sich in tieferen Schichten des [[Muschelkalk]]s Salzeinlagerungen auflösten. Das Gestein darüber brach ein. Das alte Eisinger Loch kann begangen werden. Man gelangt über eine steile Steintreppe mit Geländer zum Boden des Loches und kann die verschiedenen Schichten des Muschelkalks wie in einem [[Steinbruch]] betrachten. Es ist jedoch Vorsicht geboten, da sich trotz Kontrollen durch die Gemeinde immer wieder Steine lösen.
Das alte Eisinger Loch brach im Jahre [[1527]] ein und ist heute 21 m tief und 43 m lang. Es entstand dadurch, dass sich in tieferen Schichten des [[Muschelkalk]]s Salzeinlagerungen auflösten. Das Gestein darüber brach ein. Das alte Eisinger Loch kann begangen werden. Man gelangt über eine steile Steintreppe mit Geländer zum Boden des Loches und kann die verschiedenen Schichten des Muschelkalks wie in einem Steinbruch betrachten. Es ist jedoch Vorsicht geboten, da sich trotz Kontrollen durch die Gemeinde immer wieder Steine lösen.


== Das neue Eisinger Loch ==
== Das neue Eisinger Loch ==
Das neue Eisinger Loch entstand erst [[1966]] und war ursprünglich 47 m tief. Inzwischen füllt sich das Loch mit den von den Seiten herabfallenden Steinen und leider auch mit Zivilisationsmüll. Die Öffnung misst etwa 7 m. Im neuen Eisinger Loch ist deutlich zu erkennen, dass der Einbruch in einer geotektonischen Störungszone liegt. Auf der einen Seite liegen Schichten des [[Keuper]] obenauf, auf der anderen Seite die viel älteren Schichten des Muschelkalk. Das heißt, das Gebiet auf der einen Seite der Verwerfung ist vor langer Zeit bereits tiefer gesackt, so dass Gesteinsschichten aus der gleichen Entwicklungszeit in verschiedener Höhe liegen. Das Vorhandensein dieser Verwerfung hat vermutlich den Einbruch des Loches begünstigt.
Das neue Eisinger Loch entstand erst [[1966]] und war ursprünglich 47 m tief. Inzwischen füllt sich das Loch mit den von den Seiten herabfallenden Steinen und leider auch mit Zivilisationsmüll. Die Öffnung misst etwa 7 m. Im neuen Eisinger Loch ist deutlich zu erkennen, dass der Einbruch in einer geotektonischen Störungszone liegt. Auf der einen Seite liegen Schichten des Keuper obenauf, auf der anderen Seite die viel älteren Schichten des Muschelkalk. Das heißt, das Gebiet auf der einen Seite der Verwerfung ist vor langer Zeit bereits tiefer gesackt, so dass Gesteinsschichten aus der gleichen Entwicklungszeit in verschiedener Höhe liegen. Das Vorhandensein dieser Verwerfung hat vermutlich den Einbruch des Loches begünstigt.


== Sage ==
== Siehe auch ==
* [[Das Eisinger Loch (Sage)]]
"Eine Viertelstunde vom Heidenkeller bei Eisingen sieht man in den Teufelsäckern das Große Loch, in das ein ganzes Haus hineingestellt werden kann. Mächtige Felsen bilden seine Wände, und an seinen beiden Enden führen Gänge unter die Erde. Der eine führt in den Keller des Lammwirtshauses zu Göbrichen, der andere bis in die Hölle. Durch diesen pflegt der Teufel aus und einzugehen..." (weiterlesen bei [http://gutenberg.spiegel.de/sagen/schwaben/roel0978.htm Projekt Gutenberg])


== Weblinks ==
== Weblinks ==
* {{Wikipedia2|Doline|Doline}}
* {{Wikipedia|Doline|Doline}}
* [http://www.geoforum.uni-karlsruhe.de/highlights-eisingerloch.htm Informationen auf www.geoforum.uni-karlsruhe.de]
* [http://www.geoforum.uni-karlsruhe.de/highlights-eisingerloch.htm Informationen auf www.geoforum.uni-karlsruhe.de]
* [http://www.leben-im-kraichgau.de/kraichgau-fotos/category/23-eisingerloch.html Fotos des Eisinger Loches]


[[Kategorie:Naturdenkmal]]
[[Kategorie:Naturdenkmal]]
[[Kategorie:Enzkreis]]
[[Kategorie:Eisingen]]
[[Kategorie:Kraichgau]]
[[Kategorie:Geologie]]
[[Kategorie:Ausflugsziel]]

Aktuelle Version vom 27. August 2019, 10:16 Uhr

OpenStreetMap
OpenStreetMap
Karte anzeigen
Bildergalerie: weitere Bilder zu diesem Artikel finden sich auf Eisinger Loch (Galerie)
Neues Eisinger Loch
Altes Eisinger Loch

Das Eisinger Loch ist ein Naturdenkmal südlich von Göbrichen und östlich von Eisingen. Es besteht aus dem alten Eisinger Loch und dem neuen Eisinger Loch. Beide sind Dolinen auf der verkarsteten Bauschlotter Platte, das heißt, sie sind dadurch entstanden, dass in etwa 100 m Tiefe Gips und Steinsalz aus dem Muschelkalkgestein gelöst und ausgewaschen wurde und ein Teil der Erdoberfläche einstürzte.

Lage

Das alte und das neue Eisinger Loch liegen direkt nebeneinander, abseits der Kreisstraße 4531 von Süden nach Göbrichen. Auf einem Feldweg, der links von der Straße abbiegt, gelangt man dorthin. Von Weitem sieht man schon eine Buschgruppe links des Weges. Der Weg zu den beiden Naturdenkmalen ist vom Feldweg aus ausgeschildert und es befinden sich jeweils Informationstafeln am Rande der Löcher.

Das alte Eisinger Loch

Das alte Eisinger Loch brach im Jahre 1527 ein und ist heute 21 m tief und 43 m lang. Es entstand dadurch, dass sich in tieferen Schichten des Muschelkalks Salzeinlagerungen auflösten. Das Gestein darüber brach ein. Das alte Eisinger Loch kann begangen werden. Man gelangt über eine steile Steintreppe mit Geländer zum Boden des Loches und kann die verschiedenen Schichten des Muschelkalks wie in einem Steinbruch betrachten. Es ist jedoch Vorsicht geboten, da sich trotz Kontrollen durch die Gemeinde immer wieder Steine lösen.

Das neue Eisinger Loch

Das neue Eisinger Loch entstand erst 1966 und war ursprünglich 47 m tief. Inzwischen füllt sich das Loch mit den von den Seiten herabfallenden Steinen und leider auch mit Zivilisationsmüll. Die Öffnung misst etwa 7 m. Im neuen Eisinger Loch ist deutlich zu erkennen, dass der Einbruch in einer geotektonischen Störungszone liegt. Auf der einen Seite liegen Schichten des Keuper obenauf, auf der anderen Seite die viel älteren Schichten des Muschelkalk. Das heißt, das Gebiet auf der einen Seite der Verwerfung ist vor langer Zeit bereits tiefer gesackt, so dass Gesteinsschichten aus der gleichen Entwicklungszeit in verschiedener Höhe liegen. Das Vorhandensein dieser Verwerfung hat vermutlich den Einbruch des Loches begünstigt.

Siehe auch

Weblinks