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'''Expressionistische Architektur''' ist ein in Deutschland fast ausschließlich in der Zeit vom Ende des Ersten Weltkrieges bis Ende der 1920er Jahre praktizierter Architekturstil. In Pforzheim wurde der Stil des Expressionismus auch '''„Zick-Zack-Stil“'''<ref name="Timm_92"/> wegen seiner Prismen-Ornamentik genannt. Hauptvertreter des Expressionismus in Pforzheim war der Direktor der Kunstgewerbeschule [[Friedrich Wilhelm Jochem]]. Die Pforzheimer Kunstgewerbeschule sowie der Direktor der Kunstgewerbeschule [[Friedrich Wilhelm Jochem|Jochem]] verteidigten den Ruf der Kunstgewerbeschule als ''„Designzentrum“''<ref name="Timm_92">'''Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Expressionismus und Neues Bauen'''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 92.</ref> und Pforzheim wurde zu einer ''„Hochburg des Expressionismus“''<ref name="Timm_92"/>. |
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[[Friedrich Wilhelm Jochem|Jochem]] schuf von 1921 bis 1922 die expressionistische Innenausstattung des [[Haus Ludwig Ballin|Hauses Ballin]] an der Friedensstraße 69 . Im Jahre 1924 baute [[Josef Lorscheidt]] den „Victoria-Theatersaal“<ref name="Timm_93">'''Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Expressionismus und Neues Bauen'''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 93.</ref> im Stil des Expressionismus um. Mit diesem Umbau wurden die „expressionistischen Formen im städtischen Kulturleben populär“.<ref name="Timm_93"/> Die [[Herz-Jesu-Kirche (Pforzheim)|Herz-Jesu-Kirche]] wurde [[1928]] bis [[1929]] vom Architekten [[Otto Lindner]] mit expressionistischen Parabelbögen erbaut. Der [[Postkraftwagenhof]], 1930, in der Zeppelinstraße orientiert sich an den norddeutschen Klinker-Expressionismus im Sinne [[Fritz Höger]]s. [[Arthur Schrade]] zeigte im Jahre 1931 bei dem [[Haus Erwin Aichele]], in der Eutinger [[Künstlerkolonie]] ''„expressionistische Ausdrucksformen“''<ref name="Timm_93"/><ref name="Timm_92f">'''Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Expressionismus und Neues Bauen'''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 92f.</ref> Ein weiteres Beispiel für den Expressionismus in Pforzheim ist der [[Trafoturm 69 Rod]] , 1924/1925 von [[Alfred Roepert]]. |
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[[Friedrich Wilhelm Jochem]] schuf von 1921 bis 1922 die expressionistische Innenausstattung des [[Haus Ludwig Ballin|Hauses Ballin]] an der Friedensstraße 69 . Im Jahre 1924 baute [[Josef Lorscheidt]] den „Victoria-Theatersaal“<ref name="Timm_93">'''Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Expressionismus und Neues Bauen'''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 93.</ref> im Stil des Expressionismus um. Mit diesem Umbau wurden die „expressionistischen Formen im städtischen Kulturleben populär“.<ref name="Timm_93"/> Die [[Herz-Jesu-Kirche]] wurde [[1928]] bis [[1929]] vom Architekten [[Albert Otto Linder]] mit expressionistischen Parabelbögen erbaut. Der [[Postkraftwagenhof]], 1930, in der Zeppelinstraße orientiert sich an den norddeutschen Klinker-Expressionismus im Sinne [[Fritz Höger]]s. [[Arthur Schrade]] zeigte im Jahre 1931 bei dem [[Haus Erwin Aichele]], in der Eutinger [[Künstlerkolonie]] ''„expressionistische Ausdrucksformen“''<ref name="Timm_93"/><ref name="Timm_92f">'''Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Expressionismus und Neues Bauen'''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 92f.</ref> Ein weiteres Beispiel für den Expressionismus in Pforzheim ist der [[Trafoturm 69 Rod]] , 1924/1925 von [[Alfred Roepert]]. |
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Aktuelle Version vom 20. August 2019, 10:03 Uhr
Expressionistische Architektur ist ein in Deutschland fast ausschließlich in der Zeit vom Ende des Ersten Weltkrieges bis Ende der 1920er Jahre praktizierter Architekturstil. In Pforzheim wurde der Stil des Expressionismus auch „Zick-Zack-Stil“[1] wegen seiner Prismen-Ornamentik genannt. Hauptvertreter des Expressionismus in Pforzheim war der Direktor der Kunstgewerbeschule Friedrich Wilhelm Jochem. Die Pforzheimer Kunstgewerbeschule sowie der Direktor der Kunstgewerbeschule Jochem verteidigten den Ruf der Kunstgewerbeschule als „Designzentrum“[1] und Pforzheim wurde zu einer „Hochburg des Expressionismus“[1].
Jochem schuf von 1921 bis 1922 die expressionistische Innenausstattung des Hauses Ballin an der Friedensstraße 69 . Im Jahre 1924 baute Josef Lorscheidt den „Victoria-Theatersaal“[2] im Stil des Expressionismus um. Mit diesem Umbau wurden die „expressionistischen Formen im städtischen Kulturleben populär“.[2] Die Herz-Jesu-Kirche wurde 1928 bis 1929 vom Architekten Otto Lindner mit expressionistischen Parabelbögen erbaut. Der Postkraftwagenhof, 1930, in der Zeppelinstraße orientiert sich an den norddeutschen Klinker-Expressionismus im Sinne Fritz Högers. Arthur Schrade zeigte im Jahre 1931 bei dem Haus Erwin Aichele, in der Eutinger Künstlerkolonie „expressionistische Ausdrucksformen“[2][3] Ein weiteres Beispiel für den Expressionismus in Pforzheim ist der Trafoturm 69 Rod , 1924/1925 von Alfred Roepert.
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Expressionismus und Neues Bauen. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 92.
- ↑ 2,0 2,1 2,2 Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Expressionismus und Neues Bauen. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 93.
- ↑ Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Expressionismus und Neues Bauen. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 92f.