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Edward Mürrle: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Edward Mürrle (geb. 4.11.1901 in London; gest. 15.8.1995 in Evensburg, Kanada), Gießer-Skulptur der Firma Heimerle & Meule, 1953, umgesetzt zur Dennigstraße 16.jpg|thumb|Gießer-Skulptur von Edward Mürrle in Pforzheim]]
[[Bild:Jahnhalle Wagenlenker.jpg|thumb|Der Wagenlenker von Edward Mürrle an der Jahnhalle.]]
[[Bild:Herz Jesu Kirche .jpg|thumb|Die Herz-Jesu-Kirche mit der Kreuzigungegruppe von Edward Mürrle]]
[[Bild:Jahnhalle Wagenlenker.jpg|thumb|Der Wagenlenker von Edward Mürrle an der Jahnhalle]]
[[Bild:Herz Jesu Kirche .jpg|thumb|Die Herz-Jesu-Kirche mit der Kreuzigungsgruppe von Edward Mürrle]]
'''Edward Mürrle''' (geb. 4.11.1901 in London; gest. 15.8.1995 in Evensburg, Kanada) war ein [[Pforzheim]]er Bildhauer, Designer, Elfenbeinschnitzer und Modellbauer.
'''Edward Mürrle''' (* [[Geburtstag::4. November]] [[Geburtsjahr::1901]] in {{Geboren in|London}}; [[Todestag::15. August]] [[Todesjahr::1995]] in {{Gestorben in|Evensburg}}, Kanada) war ein [[Ist::Bildhauer]], Designer, Elfenbeinschnitzer und Modellbauer in [[Tätig in::Pforzheim]].

== Leben ==
== Leben ==


Edward Mürrle wuchs die ersten 15 Jahre seines Lebens in London auf, bevor er mit seinen Eltern, nach Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]], in die väterliche Heimatstadt zurückkehrte. [[1921]] machte er hier sein Abitur und begann danach eine Ausbildung bei [[Kollmar & Jourdan AG |Kollmar & Jourdan]]. Nach einem Jahr wechselte er in die [[Kunstgewerbeschule]]. Seinen Schwerpunkt legte er auf die Bildhauerei bei [[Max Kassube]].
Edward Mürrle wuchs die ersten 15 Jahre seines Lebens in London auf, bevor er mit seinen Eltern, nach Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]], in die väterliche Heimatstadt zurückkehrte. [[1921]] machte er in Pforzheim sein Abitur und begann danach eine Ausbildung bei [[Kollmar & Jourdan AG |Kollmar & Jourdan]]. Nach einem Jahr wechselte er in die [[Kunstgewerbeschule]]. Seinen Schwerpunkt legte er auf die Bildhauerei bei [[Max Kassube]].


Seinen ersten öffentlichen Auftrag erhielt er [[1929]], als er die [[Herz-Jesu-Kirche]] in Pforzheim mit einer Reihe von Skulpturen und Reliefs ausstatten konnte. Nach der Zerstörung der Kirche am [[Luftangriff auf Pforzheim|23.Februar 1945]] sind nur noch die Kreuzigungsfigurengruppe überm Hauptportal und einige Reliefs die heute im Innenraum recht und links des Portals angebracht sind, erhalten. Durch diesen Auftrag ergaben sich für Edward Mürrle noch andere Folgeaufträge sakraler Kunst.
Seinen ersten öffentlichen Auftrag erhielt er [[1929]], als er die [[Herz-Jesu-Kirche (Pforzheim)|Herz-Jesu-Kirche]] in Pforzheim mit einer Reihe von Skulpturen und Reliefs ausstatten konnte. Nach der Zerstörung der Kirche am [[Luftangriff auf Pforzheim|23.Februar 1945]] sind nur noch die Kreuzigungsfigurengruppe überm Hauptportal und einige Reliefs die heute im Innenraum recht und links des Portals angebracht sind, erhalten. Durch diesen Auftrag ergaben sich für Edward Mürrle noch andere Folgeaufträge sakraler Kunst.


[[1941]] wurde er zur [[Wehrmacht]] eingezogen. [[1946]] kehrte er dann aus der Kriegsgefangenschaft nach Pforzheim zurück. Der künstlerische Neuanfang nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war sehr schwierig für ihn. Danach verdiente er sich sein Geld als Modellbauer beim Planungsamt des Städtischen Hochbauamts.
[[1941]] wurde er zur [[Wehrmacht]] eingezogen. [[1946]] kehrte er dann aus der Kriegsgefangenschaft nach Pforzheim zurück. Der künstlerische Neuanfang nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war sehr schwierig für ihn. Danach verdiente er sich sein Geld als Modellbauer beim Planungsamt des Städtischen Hochbauamts.
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* Holzreliefs an der Eingangstür zur Gaststätte Schüttelfass, Bahnhofsplatz 5, 1950
* Holzreliefs an der Eingangstür zur Gaststätte Schüttelfass, Bahnhofsplatz 5, 1950
* Wagenlenker, Jahnhalle, 1953
* Wagenlenker, Jahnhalle, 1953
* Gießer für die Firma Heimerle & Meule, 1953, umgesetzt zur Dennigstr. 16.
* Gießer-Skulptur der Firma Heimerle & Meule, 1953, umgesetzt zur Dennigstraße 16.

== Literatur ==
== Literatur ==


* Karl-Ludwig Hofmann und Alfred Hübner: '''In und aus Pforzheim, Band 1: 63 Künstler/Künstlerinnen'''.
* Karl-Ludwig Hofmann und Alfred Hübner: '''In und aus Pforzheim, Band 1: 63 Künstler/Künstlerinnen''' (herausgegeben vom Stadt Pforzheim Stadtarchiv).
* ''' Mürrle, Edward'''. In: Christoph Timm: ''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen,'' Pforzheim 2006, S. 342 bis S. 376: '''Baumeister und Bildhauer. Kleines Who-is-Who der baubeteiligten Künstler''', hier S. 364.
(herausgegeben vom Stadt Pforzheim Stadtarchiv).
* ''' Mürrle, Edward '''. In: Christoph Timm:''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen'' Pforzheim 2006, S. 342 bis S. 376: '''Baumeister und Bildhauer. Kleines Who-is-Who der baubeteiligten Künstler''', hier S. 364.


[[Kategorie:Künstler|Mürrle, Edward]]
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[[Kategorie:Elfenbeinschnitzer]]
[[Kategorie:Modellbauer]]

Aktuelle Version vom 20. August 2019, 09:55 Uhr

Gießer-Skulptur von Edward Mürrle in Pforzheim
Der Wagenlenker von Edward Mürrle an der Jahnhalle
Die Herz-Jesu-Kirche mit der Kreuzigungsgruppe von Edward Mürrle

Edward Mürrle (* 4. November 1901 in London; † 15. August 1995 in Evensburg, Kanada) war ein Bildhauer, Designer, Elfenbeinschnitzer und Modellbauer in Pforzheim.

Leben

Edward Mürrle wuchs die ersten 15 Jahre seines Lebens in London auf, bevor er mit seinen Eltern, nach Beginn des Ersten Weltkriegs, in die väterliche Heimatstadt zurückkehrte. 1921 machte er in Pforzheim sein Abitur und begann danach eine Ausbildung bei Kollmar & Jourdan. Nach einem Jahr wechselte er in die Kunstgewerbeschule. Seinen Schwerpunkt legte er auf die Bildhauerei bei Max Kassube.

Seinen ersten öffentlichen Auftrag erhielt er 1929, als er die Herz-Jesu-Kirche in Pforzheim mit einer Reihe von Skulpturen und Reliefs ausstatten konnte. Nach der Zerstörung der Kirche am 23.Februar 1945 sind nur noch die Kreuzigungsfigurengruppe überm Hauptportal und einige Reliefs die heute im Innenraum recht und links des Portals angebracht sind, erhalten. Durch diesen Auftrag ergaben sich für Edward Mürrle noch andere Folgeaufträge sakraler Kunst.

1941 wurde er zur Wehrmacht eingezogen. 1946 kehrte er dann aus der Kriegsgefangenschaft nach Pforzheim zurück. Der künstlerische Neuanfang nach dem Krieg war sehr schwierig für ihn. Danach verdiente er sich sein Geld als Modellbauer beim Planungsamt des Städtischen Hochbauamts.

In den fünfziger Jahren begann er wieder mit seinem künstlerischen Schaffen. Von ihm stammen aus dieser Zeit zahlreich Skulpturen und Reliefs an Kirchen und öffentlichen Gebäuden in Pforzheim und Umgebung. Am bekanntesten dürfte wohl der Wagenlenker an der Jahnhalle sein, ein Wandbild aus Mosaik und Metallbändern. Im Alter suchte er sich einen Ruhesitz in Kanada.

Werke

  • Kreuzigungsgruppe, Reliefs und Hl. Bernhard in der Herz-Jesu-Kirche, 1929
  • Madonna, Franziskusstr. 3
  • Trauernde, Eingangsbereich Hauptfriedhof, 1930
  • Mitwirkung am Bauschmuck der Buckenberg-Kaserne, 1935-1936
  • Holzreliefs an der Eingangstür zur Gaststätte Schüttelfass, Bahnhofsplatz 5, 1950
  • Wagenlenker, Jahnhalle, 1953
  • Gießer-Skulptur der Firma Heimerle & Meule, 1953, umgesetzt zur Dennigstraße 16.

Literatur

  • Karl-Ludwig Hofmann und Alfred Hübner: In und aus Pforzheim, Band 1: 63 Künstler/Künstlerinnen (herausgegeben vom Stadt Pforzheim Stadtarchiv).
  • Mürrle, Edward. In: Christoph Timm: Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen, Pforzheim 2006, S. 342 bis S. 376: Baumeister und Bildhauer. Kleines Who-is-Who der baubeteiligten Künstler, hier S. 364.