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'''Anja Römer-Hahn''' (geb. Dittler, * [[13. November]] [[1904]] in {{Geboren in|Pforzheim}}; † [[15. September]] [[1999]]) war eine |
'''Anja Römer-Hahn''' (geb. Dittler, * [[Geburtstag::13. November]] [[Geburtsjahr::1904]] in {{Geboren in|Pforzheim}}; † [[Todestag::15. September]] [[Todesjahr::1999]]) war eine [[Tätig in::Pforzheim]]er [[Ist::Tänzer]]in und Tanzpädagogin. |
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Sie wurde als Anneliese Dittler, Tochter des Pforzheimer Fabrikanten [[Gustav Dittler]] geboren. Ihr Onkel war der Bildhauer [[Emil Dittler]]. |
Sie wurde als Anneliese Dittler, Tochter des Pforzheimer Fabrikanten [[Gustav Dittler]] geboren. Ihr Onkel war der Bildhauer [[Emil Dittler]]. |
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Sie machte erst einen Abschluss an dem Pforzheimer Privatgymnasium für Höhere Töchter, bevor sie mit sechzehn nach München zog, um klassischen Tanz zu studieren und dann nach Berlin wechselte, um die Ausbildung abzuschließen. [[1931]] hatte sie ihr erstes großes Engagement in Mannhein als Solotänzerin. Dort bekam sie den Titel Ballettmeisterin. [[1935]] zog sie mit ihrem Ehemann [[Gustav Römer-Hahn]], einem angesehenen Schauspieler, nach Remscheid. Dann verschlug es sie nach Hamburg, wo sie an allen bedeutenden Bühnen tanzte und ihre ersten Choreographien verfasste. Ab September [[1943]] ist sie mit ihrem Mann für eine Weile bei ihren Eltern in [[Pforzheim]] an der [[Rossbrücke]] untergekommen, als Hamburg stark bombardiert wurde. |
Sie machte erst einen Abschluss an dem Pforzheimer Privatgymnasium für Höhere Töchter, bevor sie mit sechzehn nach München zog, um klassischen Tanz zu studieren und dann nach Berlin wechselte, um die Ausbildung abzuschließen. [[1931]] hatte sie ihr erstes großes Engagement in Mannhein als Solotänzerin. Dort bekam sie den Titel Ballettmeisterin. [[1935]] zog sie mit ihrem Ehemann [[Verheiratet mit::Gustav Römer-Hahn]], einem angesehenen Schauspieler, nach Remscheid. Dann verschlug es sie nach Hamburg, wo sie an allen bedeutenden Bühnen tanzte und ihre ersten Choreographien verfasste. Ab September [[1943]] ist sie mit ihrem Mann für eine Weile bei ihren Eltern in [[Pforzheim]] an der [[Rossbrücke]] untergekommen, als Hamburg stark bombardiert wurde. |
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Nach dem Krieg fand das Ehepaar in den Städten [[Stuttgart]], Esslingen, Heidelberg, Braunschweig und Gelsenkirchen jeweils gemeinsam berufliche Anstellungen. Bevor ihr schon erkrankter Ehemann [[1960]] starb, kehrten die beiden in ihre Geburtsstadt Pforzheim zurück. Hier begann sie vorerst als Leiterin einer musischen Gruppe des [[Jugendrotkreuz]]es, bevor sie an der [[Leopoldstraße]] eine private Gymnastik-und-Ballett-Schule eröffnete. Sie begann dann neben Ballettchoreographien auch Texte und Verse zu verfassen. |
Nach dem Krieg fand das Ehepaar in den Städten [[Stuttgart]], Esslingen, Heidelberg, Braunschweig und Gelsenkirchen jeweils gemeinsam berufliche Anstellungen. Bevor ihr schon erkrankter Ehemann [[1960]] starb, kehrten die beiden in ihre Geburtsstadt Pforzheim zurück. Hier begann sie vorerst als Leiterin einer musischen Gruppe des [[Jugendrotkreuz]]es, bevor sie an der [[Leopoldstraße]] eine private Gymnastik-und-Ballett-Schule eröffnete. Sie begann dann neben Ballettchoreographien auch Texte und Verse zu verfassen. |
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* Pforzheimer Zeitung vom 13. November 2004 |
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Aktuelle Version vom 18. Februar 2019, 16:56 Uhr

Anja Römer-Hahn (geb. Dittler, * 13. November 1904 in Pforzheim; † 15. September 1999) war eine Pforzheimer Tänzerin und Tanzpädagogin.
Leben
Sie wurde als Anneliese Dittler, Tochter des Pforzheimer Fabrikanten Gustav Dittler geboren. Ihr Onkel war der Bildhauer Emil Dittler. Sie machte erst einen Abschluss an dem Pforzheimer Privatgymnasium für Höhere Töchter, bevor sie mit sechzehn nach München zog, um klassischen Tanz zu studieren und dann nach Berlin wechselte, um die Ausbildung abzuschließen. 1931 hatte sie ihr erstes großes Engagement in Mannhein als Solotänzerin. Dort bekam sie den Titel Ballettmeisterin. 1935 zog sie mit ihrem Ehemann Gustav Römer-Hahn, einem angesehenen Schauspieler, nach Remscheid. Dann verschlug es sie nach Hamburg, wo sie an allen bedeutenden Bühnen tanzte und ihre ersten Choreographien verfasste. Ab September 1943 ist sie mit ihrem Mann für eine Weile bei ihren Eltern in Pforzheim an der Rossbrücke untergekommen, als Hamburg stark bombardiert wurde.
Nach dem Krieg fand das Ehepaar in den Städten Stuttgart, Esslingen, Heidelberg, Braunschweig und Gelsenkirchen jeweils gemeinsam berufliche Anstellungen. Bevor ihr schon erkrankter Ehemann 1960 starb, kehrten die beiden in ihre Geburtsstadt Pforzheim zurück. Hier begann sie vorerst als Leiterin einer musischen Gruppe des Jugendrotkreuzes, bevor sie an der Leopoldstraße eine private Gymnastik-und-Ballett-Schule eröffnete. Sie begann dann neben Ballettchoreographien auch Texte und Verse zu verfassen.
Sie pflegte eine enge Freundschaft mit dem Malerehepaar Bert und Vera Joho. Vom Maler Richard Ziegler gibt es von 1924 eine Reihe graphische Blätter mit dem Titel "Anja tanzt". Nach den Erzählungen von Anja Römer-Hahn entstanden die Bilder und Zeichnungen aus mehreren Treffen bei den Johos, die damals schon ein Grammophon besaßen. Anja tanzte dort viel zu Foxtrott-, Onestep-, Tango- und Slowfox-Platten, während die drei Maler zeichneten. 1975 malte Richard Ziegler in vielen Sitzungen in Calw ein Portrait der Tänzerin, das sie später der Pforzheim Galerie vermachte.
Mit Dr. Laura Perls war sie ebenfalls befreundet. Auch mit Gisela Bornhorst war sie lange Jahre eng befreundet.
Ausstellung
- 15.11.09 bis 13.12.09
Erinnerungen an eine Tänzerin - Anja Römer-Hahn
Es wurden viele persönliche Erinnerungsstücke sowie Fotografien und Kostüme der Tänzerin im Alten Schulhaus in Brötzingen ausgestellt. Es gab eine Leseecke für die gedruckten Erinnerungen und Gedichte. Dort waren auch kleine illustrierte Geschichten, die Anja Römer-Hahn an Verwandte und Freund schickte, zu sehen.
Zur Eröffnung wurde durch Historiker Olaf Schulze über das Leben der Pforzheimer Künstlerin eingeführt.
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Zeichnungen von Richard Ziegler die Anja Römer-Hahn zeigen, im Stadtmuseum während der Anja Römer-Hahn Ausstellung.
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Eine Büste von Fritz Wolber
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Zeichnungen von Vera Joho
Veröffentlichungen
- Römer-Hahn, Anja: Zwischen Gras und Sternen, Druckerei Klingel Verlag, Pforzheim, 1985
- Römer-Hahn, Anja: Im Garten verwurzelt : Erinnerungen. Mit einem Nachw. von Christoph Timm, Kieselbronn : Windrose-Verl., 1995. ISBN 398036125X
- Römer-Hahn, Anja: Erinnerungen, Pforzheim - Esslinger, 1997.
Quellen
- Pforzheimer Zeitung vom 13. November 1979
- Pforzheimer Zeitung vom 24. Juli 1990
- Pforzheimer Zeitung vom 6. Februar 1993
- Pforzheimer Zeitung vom 13. November 2004