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Villa rustica Kieselbronn
Die Villa rustica von Kieselbronn (Villa rustica Aspenwald) ist eine Villa rustica auf der Gemarkung von Kieselbronn.
Aufbau
Während den archäologischen Grabungen Ende der 1950er wurden nur zwei Gebäude teilweise untersucht. Das Hauptgebäude war eine Risalitvilla, die nach Süden ausgerichtet war. In ihm befanden sich u. a. ein Heizraum, ein Bad und ein Keller. Das zweite, etwa 24 m x 36 m großes Gebiet lag östlich davon. Beide Gebäude fanden sich an der Nordseite der 190 m x 170 m großen Anlage, die von einer Mauer umrahmt war. An der östlichen Ecke befand sich eine zusätzliche ummauerte Fläche mit Maßen zwischen 45 und 60 m.[1] Ferner fand man auf dem Gelände einen Teil eines Schafts einer Jupitergigantensäule.
Aufgrund des Wassermangels im Aspenwald ist die Wasserversorgung der Villa rustica ungeklärt. Der Archäologe Hugonot vermutet in der Villa eine Straßenstation.[2]
Entdeckung und Ausgrabung
Seit der frühen Neuzeit sind die sichtbaren Reste des Hauptgebäudes als "Schlössle" bekannt. Als römische Anlage ist sie seit 1833 bekannt. 1958 und 1959 wurde eine unvollständige archäologische Grabung durchgeführt. Die Funde befinden sich heute in der archäologischen Sammlung der Stadt Pforzheim. Nach den Grabungen wurde die Anlage wieder aufgeschüttet.
Einzelnachweise
- ↑ Jean-Claude Hugonot: Das Schlössle - Die römische Niederlassung. In: Ein Juwel im Lande Baden. Das Dorf Kieselbronn. Bd. 2. Hrgg. von Bärbel Rudin. Pforzheim 2000. S. 302
- ↑ Jean-Claude Hugonot: Das Schlössle - Die römische Niederlassung. In: Ein Juwel im Lande Baden. Das Dorf Kieselbronn. Bd. 2. Hrgg. von Bärbel Rudin. Pforzheim 2000. S. 303