Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
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Lucerne
Die Kolonie Lucerne ist eine in Wurmberg aufgegangene ehemalige Waldensersiedlung.
Name
Die Siedlung wurde als "Colonie de Luserne et Queiras et Guillestre" gegründet. Die meisten Gründer stammten aus dem Gebiet Queyras im südostfranzösischen Dauphine. Guillestre ist ein Ort ebenda. Diese Glaubensflüchtlinge fanden 1690 im Val Lucerne am Fluss Pellice im Piemont Asyl bis sie von dort ebenfalls vertrieben wurden.[1]
Lage
Die Siedlung schloss westlich von Wurmberg an. Der Ort lag an der heutigen Pforzheimer Straße (früher auch Welsche Gasse). Die Nebenstraßen "Luzerne-" und "Waldenserstraße" gedenken heute noch an die Ortschaft.
Geschichte
Aufgrund wüster Äcker, Höfe und Weinberge[2] wurde Wurmberg als Aufnahmeort für die französischen Flüchtlinge als geeignet angesehen. 1699 wurde Lucerne von etwa 200 Waldensern gegründet und zwei Jahre später siedelten sich ungefähr 60 französische Glaubensflüchtlinge dazu, die über Hessen kamen.[3] Darunter auch Anton Seignoret, welcher in Württemberg die Kartoffel und die Pflanze Luzerne einführte. 1721 wurde mit Neubärental eine weitere Waldensersiedlung auf Wurmberger Gemarkung errichtet, mit welcher Lucerne bis 1823 eine eigene Pfarrei besaß. 1808 wurde die Gemeinde Lucerne politisch mit Wurmberg vereinigt. Die ehemalige Kirche wurde mit der Zeit in ein Wohngebäude umfunktioniert und letztlich im 2. Weltkrieg zerstört.[4]
Einzelnachweise
Literatur
Eugen Bellon: "Geschichte der Kolonie Wurmberg - Lucerne - Neubärental, 1698-1823", 1989.