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Julius Helmstädter

Von PFENZ
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Julius Helmstädter

Julius Helmstädter (* 17. Juli 1879 in Pforzheim; † 11. Februar 1945 im Konzentrationslager Dachau) war Gegner und Opfer des Nationalsozialismus.

Herkunft

Julius Helmstädter wird 1879 als Sohn eines Zigarrenmachers in Pforzheim geboren, über die Mutter ist nichts bekannt. Nach einer Maurerlehre verlässt er 1897 Pforzheim und arbeitet in Edingen bei Mannheim als Maurer.

Gemeinderat und Landtagsabgeordneter

1907 wird Julius Helmstädter Vorsitzender der Edinger SPD, an deren Spitze er bis 1933 bleibt. 1912 wird er Gemeinderat und bleibt dies bis zur Machtübernahme der NSDAP 1933. 1929 kandidiert er ohne Erfolg für den badischen Landtag, rückt dann aber 1932 für den verstorbenen Bernhard Gehweiler ins Landesparlament nach. Helmstädter erlebt dort allerdings nur noch den Niedergang der Demokratie und den Beginn der NS-Diktatur.

1944: Aktion Gitter

1933 sitzt er sechs Monate in Mannheim im Gefängnis. Nach dem Attentat am 20. Juli 1944 wird er – wie über 5.000 Regimegegner im ganzen Reich – im Zuge der „Aktion Gitter“ verhaftet, ab dem 29. August 1944 ist er wie 14 frühere sozialdemokratische und kommunistische Stadtverordnete aus Pforzheim im Konzentrationslager Dachau eingesperrt.

Julius Helmstädter stirbt am 11. Februar 1945 im Konzentrationslager Dachau unter unbekannten Umständen kurz vor Kriegsende bzw. der Befreiung.

Literatur