Feier mit! 20 Jahre Pfenz!

Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
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Grösseltalquelle

Von PFENZ
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Die Grösseltalquellen, bestehend aus der Jages- und Reichstetterquelle, gehören zur Trinkwasserversorgung der Stadt Pforzheim. Sie zeichnen sich durch ein eher weiches Wasser im Härtebereich I (zwischen 1° und 7° Deutsche Härte) aus.

Im März 1866 wurde dem Oberamt Neuenbürg durch den Gemeinderat mitgeteilt, dass die Stadt Pforzheim beabsichtige, eine Wasserleitung von der Jages- und Reichstetterquelle nach Pforzheim zu verlegen. Das Verfahren dauerte mehrere Jahre und drohte zu scheitern. Erst als sich die Württembergische Eisenbahnverwaltung für das Projekt aussprach konnte eine Einigung erzielt und die Baugenehemigung der Wasserleitung am 8. Mai 1874 erteilt werden. Die Württembergische Eisenbahnverwaltung benötigte das Wasser dringend am Pforzheimer Hauptbahnhof für den Betrieb ihrer Dampflokomotiven.


Beschreibung der Grösseltalquellen 1954

Es sind 8 Quellen vorhanden, davon werden 4, die Jagesquelle, die Reichstätterquelle, der Glasbrunnen II und der Keck`sche Brunnen, nicht mehr benützt. Der Keck`sche Brunnen war der 1919 von Waldrennach her mit Typhusbakterien verunreinigte; nach einem Bericht ist 1919 und zehn Jahre später wieder während der Schneeschmelze ein Färbversuch am Keck`schen Brunnen durchgeführt und der Nachweis erbracht worden, dass von Waldrennach her Oberflächenwasser zu dieser Quelle Zufluss hat. Die Quellen liegen alle in einer sogenannten Rotunde zwischen den Bergen. Das Wasser ist stark kohlensäurehaltig und würde angreifend wirken Es wird deshalb mit Kalkhydrat in einer besonderen Entsäuerungsanlage entsäuert. Der pH-Wert ist vor der Entsäuerung 5,7 und nach der Entsäuerung 8,3 – 8,4. Die Entkeimung erfolgt in einer Chlorungsanlage mittels an Ort und Stelle erzeugter elektolytischer Chlorlauge. Die Regulierung schaltet sich automatisch ein und aus. Die benutzen Quellen, Dettlingsbrunnen, Jakobsbrunnen, Kohlbrunnen und Glasbrunnen I sind gut gefasst. Die Anlagen sind überall peinlichst sauber gehalten.

So der Bericht aus dem Buch “Volksgesundheit im Raum Pforzheim“ von O. Geissler im Jahr 1954


13% der Pforzheimer Haushalte in folgenden Stadtteilen werden aus den Grösseltalquellen versorgt:

Außerdem wird noch der Neuenbürger Ortsteil Waldrennach mitversorgt.

Quelle

  • - - - Vorlage veraltet, bitte nicht mehr benutzen! Ersatz: {{Lit. Trinkwasser 2000}} (Link) - - - Literaturangabe war:
  • Stadtwerke Pforzheim (Hrsg.): Leben mit Wasser – Wasser ist leben – Trinkwasser für Pforzheim, Pforzheim 2000.