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Arnold Ginsberger

Von PFENZ
Version vom 11. Juli 2009, 16:32 Uhr von Svenman (Diskussion | Beiträge) (Deportation: Enzstraße heute Jörg-Ratgeb-Straße)
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Arnold Ginsberger (geb. 22. Dezember 1870 in Frankfurt, gest. 1942 in Gurs/Südfrankreich) war Fabrikant in Pforzheim und Opfer der Nationalsozialisten.

Leben

Arnold Ginsberger war Mitglied der jüdischen Gemeinde in Pforzheim und wohnte in der Osterfeldstraße 33.

Im Lagebericht der Gestapo Karlsruhe für die 2. Dezemberwoche 1933 heißt es:

„Bei dem Fabrikanten Arnold Ginsberger wurde eine Schreibmaschine beschlagnahmt, die dessen im Schutzhaftlager Heuberg befindlicher Sohn seinerzeit zur Herstellung kommunistischer Flugschriften benutzt hatte“.

Der genannte Sohn Edgar floh 1934/1935 nach Großbritannien und starb dort 1942.

Deportation

Am 22. Oktober 1940 holten die Nazis Arnold Ginsberger aus seiner Wohnung in der Enzstraße 17 (heute Jörg-Ratgeb-Straße) und deportierten ihn wie 194 andere jüdische Menschen aus Pforzheim ins Internierungslager Gurs in Südfrankreich, wo er 1942 gestorben ist.

Aus dem Haus Enzstraße 17 wurde auch Edwin Weil nach Gurs und am 12. August 1942 ins Vernichtungslager Auschwitz verschleppt, er ist für tot erklärt.

Erinnerung

Im Rahmen der Aktion "Stolpersteine" wurde für Arnold Ginsberger am 28. Mai 2009 ein Stein vor seiner ursprünglichen Wohnadresse in der Osterfeldstraße 33 in den Boden eingelassen.

Quellen

  • Adressbuch Pforzheim
  • Gerhard Brändle: "Die jüdischen Mitbürger der Stadt Pforzheim", herausgegeben von der Stadt Pforzheim, Pforzheim 1985 (1. Auflage) ISBN 3-9800843-1-0