Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
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Brauerei Beckh


Die Brauerei Beckh war die größte und älteste Privatbrauerei Pforzheims. Das Brauereigelände befand sich in der Maximilianstraße in der Pforzheimer Weststadt.
Geschichte
1855 pachtete der aus Wilferdingen stammende Christoph Beckh (* 1828 † 1885) die Brauerei Ungerer (gegründet 1809) in der westlichen Vorstadt Pforzheims (heutige Westliche Karl-Friedrich-Straße 47). Um 1861 erwarb er ein Gebäude am Markt 4, das er zu seiner neuen Brauerei ausbaute. In Brötzingen errichtete er in den 1870er Jahren große Kellereien, die er bis 1885 um Eis- und Bierkeller erweiterte. Mit dem modernen Brauereineubau in der Neustadt im Osterfeld (heute Weststadt), im Jahr 1897 schaffte Beckh schließlich den Sprung zur industriellen Großbrauerei. Als Christoph Beckh 1885 gestorben war führte sein Sohn Adolf die Geschäfte weiter, in dessen Fußstapfen Christoph jun. trat, sein jüngerer Bruder. Erhatte sich im In- und Ausland weitergebildet, bevor er in sine Heimatstadt zurückkehrte.
1901 wird Christoph Beckh noch als Technischer Leiter der Firma genannt. Als dritte Generation1924 übernahmen die Enkel des Firmengründers, Dipl.-Braumeister Adolf Beckh und Dr. jur. Christopf Beckh, das Unternehmen und wandelten es von einer Offenen Handelsgesellschaft in eine Familien-Aktiengesellschaft um. [1] Von nun an trug das Unternehmen den Namen Brauerei Beckh AG.
Das große Brauereisterben in Pforzheim um die Jahrhundertwende überlebte das Unternehmen ebenso wie die beiden Großbrauereien Ketterer und Bayerisches Brauhaus.
Beim Luftangriff am 23. Februar 1945 entging die Brauerei Beckh größeren Zerstörungen, was den Neubeginn nach dem Krieg gegenüber der lokalen Konkurrenz sicherlich erleichterte. In lokaler Verbundenheit wurden die Biere von Brauhaus und Ketterer in den Produktionsanlagen mitgebraut.
Die Umwandlung der Brauerei in eine GmbH im Jahr 1972 - sollte man den entsprechenden Quellen Glauben schenken - käme einer rechtlichen Rückführung der Aktiengesellschaft in eine Privatbrauerei gleich. Anfang der 1980er Jahre wurde Beckh von der Stuttgarter Brauerei Dinkelacker übernommen. Kurz darauf, im Jahr 1983, wurde der Brauereibetrieb eingestellt.
Die Brauereigebäude zwischen Maximilianstraße und Westlicher Karl-Friedrich-Straße wurden 1986 abgerissen. Ursprünglich war der Neubau eines Möbel-Großmarktes vorgesehen. Dieses Unternehmen kam jedoch in eine finanzielle Schieflage, als die ehemalige Brauerei bereits zur Hälfte abgebrochen war. Der Abriss kam zum Erliegen und wurde später aus Sicherheitsgründen abgeschlossen. Das Gelände lag, wie ein riesiger Mondkrater, circa fünf Jahre brach, bis zu Beginn der 1990er-Jahre das unmittelbar benachbarte Versandhaus Bader sowie ein Seniorenheim das Areal neu bebauten.
Standort
- Letzte Adresse (1983)
- Brauerei Beckh GmbH
- Westliche Karl-Friedrich-Straße 184
- 7530 Pforzheim
Quellen
- Brauwesen-Historisch - Das große historische Brauereiverzeichnis
- http://www.brauwesen-historisch.de/Uebersicht.html
- "Geschichte der Stadt Pforzheim"
- von Aloys Stolz, Verlag des Städtischen Tagblatts, Pforzheim, 1901
- ↑ Informationsbroschüre 125 Jahre Beckh-Bier, herausgegeben von Brauerei Beckh GmbH, 1980
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