Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
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Karl Bauer (Gewerkschafter)
Karl Bauer
Gewerkschaftssekretär und Nazi-Gegner
Karl Bauer ist 1889 in Arnbach bei Neuenbürg geboren. Er besucht in Pforzheim die Goldschmiede- und dann die Kunstgewerbeschule. Da er als Graveur keine Arbeit findet, geht er ins Hotel- und Gaststättengewerbe, wird Mitglied der Gewerkschaft und der SPD und 1924 hauptamtlicher Gewerkschaftssekretär des Gaststätten-Angestelltenverbandes u.a. in Heidelberg. Nach der Zerschlagung der Gewerkschaften am 2. Mai 1933 verdient Bauer den Lebensunterhalt für seine Familie als Versicherungsvertreter. Im Oktober 1935 verhaftet die Gestapo den in Pforzheim lebenden Karl Bauer, weil er "hochverräterische Druckschriften aus dem Ausland" einführt und weiterverbreitet. Unter der großen Anzahl von Druckschriften, die die Gestapo bei der Hausdurchsuchung findet, ist auch die Zeitung des "Internationalen Verbandes der Hotel-, Restaurant- und Kaffeehausangestellten", der zum Sturz der Hitlerdiktatur aufruft. Eine Vielzahl von Adressen auch im Ausland beweisen der Gestapo, dass Bauer versucht, eine SPD-Widerstandsgruppe aufzubauen. Er wird am 16.März 1936 vom Oberlandesgericht Karlsruhe zu 22 Monaten Gefängnis verurteilt. Nach der Entlassung aus dem Gefängnis werden Bauer und seine Frau ständig von der Gestapo beschattet, nach dem Attentatsversuch am 20.Juli 1944 wird er ohne Verhör oder Anklage ins Konzentrationslager Dachau verschleppt. Nach der Befreiung ist Karl Bauer bis 1948 Bürgermeister in Heidelberg, später Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung - Genuss – Gaststätten (NGG) in Baden-Württemberg. Er stirbt 1967 in Heidelberg.
Literatur: Pforzheimer Kurier 27. 4. 1995
Bild: siehe Artikel Pforzheimer Kurier 27. 4. 1995 (Bildquelle: Gewerkschaft Nahrung - Genuss - Gaststätten Heidelberg)