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Im Reible

Von PFENZ
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Dieser Artikel behandelt das Kieselbronner Wohngebiet Im Reible. Die Straße Im Reible (Straße) und die Sportstättenanlage Im Reible (Sportanlage) haben eigene Artikel.


Das Wohngebiet Im Reible liegt im Südosten von Kieselbronn.

In diesem Wohngebiet stehen fünf Wohnblöcke sowie eine zentrale Heizanlage. Diese Gebäude wurden nach dem Zweiten Weltkrieg für Familien von Offizieren der amerikanischen Streitkräfte errichtet, die in der Pforzheimer Wartberg-Kaserne stationiert waren oder später die Nike-Station im Hagenschieß bemannten. Die Wohnblocks waren damals von der Ortslage Kieselbronn noch deutlich abgesetzt und sind bis heute aufgrund ihrer topografischen Lage nach Süden weithin sichtbar, auch von der in der Nähe vorbeiführenden Autobahn. Offiziell als Amerikanische Wohnsiedlung Kieselbronn bezeichnet, erhielten sie von der deutschen Bevölkerung den Spitznamen "Amibronn".

Im März 1992 war die Wohnsiedlung Gegenstand einer Anfrage des Abgeordneten Hans Albrecht im Landtag von Baden-Württemberg.[1]

Anfang der 1990er-Jahre, als die amerikanischen Militärstandorte in der näheren Umgebung aufgelöst wurden, gab die amerikanische Armee die Wohnsiedlung frei. Anschließend zogen dort zivile Bewohner ein, einen Teil der Wohnblocks erwarb die Baugenossenschaft Familienheim Pforzheim und vermietete die Wohnungen.

Im März 2018 stellte die Baugenossenschaft erstmals Pläne vor, zwei der bestehenden Wohnblocks und das alte Heizkraftwerk abzureißen und an deren Stelle acht neue, günstiger geschnittene Wohngebäude mit insgesamt 95 Wohneinheiten sowie Tiefgaragen für die gleiche Anzahl von Fahrzeugen zu bauen.[2][3] Nachdem der Gemeinderat von Kieselbronn den Planungen zu Abriss und Neubau Anfang September 2021 bereits zugestimmt hatte[4] und die betroffenen beiden Wohnblocks teilweise leerstanden, ergab sich durch den russischen Großangriff auf die Ukraine Anfang 2022 eine neue Situation, und der Enzkreis mietete 18 leerstehende Wohnungen ab März 2022 zur vorläufigen Unterbringungen von Flüchtlingsfamilien aus der Ukraine an.[5][6] Zahlreiche freiwillige Helfer halfen, die Wohnungen instandzusetzen.[7] Die so entstandene Belegung der Wohnblocks bestand auch im Mai 2025, als bekannt wurde, dass sich die Neubaupläne der Baugenossenschaft Familienheim Pforzheim weiter verzögern würden.[8]

Einzelnachweise