Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!
Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenzDatei:At sign.svgmail.de
Museum auf dem Schafhof/Obergeschoss
Der erste Stock beherbergt eine Küche mit Einrichtungsgegenständen aus dem 19.Jahrhundert. Die Küche wird während der offiziellen Öffnungszeiten als Café benutzt.
Das Hauptthema des großen Saales ist Maulbronn. Exponate, Vitrinen und Bildtafeln zeigen Aspekte des Lebens und der Arbeit in der bürgerlichen Gemeinde. Maulbronn als früherer Oberamtssitz, war durch Beamte aber auch Bauern und Handwerker geprägt. Die Steinbruchbetriebe und die Aluminiumgiessereien drückten der Stadt einen industriell-proletarischen Stempel auf. Der Schafhof, Heimat des Museums, ist in einem Modell zu sehen. Der Saal wird vom GHV für Sonderausstellungen, Vortrags- und Filmveranstaltungen genutzt.
Historische Küche
Die Küche als sozialer Treffpunkt mit einer offenen Feuerstelle, Gerätschaften und Mobiliar des 18. und 19. Jahrhunderts vermittelt Authentizität
Der gemauerte Herd mit offener Feuerstelle wurde bis ins ausgehende 19 Jahrhundert von der bäuerlichen und ärmeren Bevölkerung genutzt. [1]Der Nachbau von Dieter Ziegelbauer und Mattes Sieber (?) orientiert sich an Vorbilder um 1830. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen verschiedene Kombinationen aus Heizofen und Kochherd auf den Markt, teilweise mit seitlich eingebauten Backröhren.[2] Diese waren bis ins beginnende 20. Jahrhundert gebräuchlich. Der ausgestellte Herd der Marke "Ebeha" (Erste Bruchsaler Herdfabrik) stammt aus dem Haus von Robs Meyer in der Frankfurter Straße.[3]
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Küche
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Herd
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Herd Ebeha
Spielzeug
Giesserei
Wilhelm Schenk erwarb einst ein Patent zur "Herstellung nahtloser Aluminiumgeschirre im Wege des Gussverfahrens" und gründete 1913 eine Gießerei in Maulbronn. 1914 brannte die Fabrik völlig nieder, konnte aber im folgenden Jahr wieder neu aufgebaut werden.
1921 übernahm Sohn Willy Schenk als junger Ingenieur die Aluminium-Gießerei.
Brauerei
Als während des Ersten Weltkriegs (1914-1918) die Klosterbrauerei in Konkurs geriet, beteiligte sich Wilhelm Schenk an einem Nachfolgebetrieb, dem 1923 die Aktiengesellschaft "Firma Klosterkellerei Maulbronn" mit einem Grundkapital von 35 Millionen Mark während der Inflationszeit folgte. Das Unternehmen produzierte und vertrieb Malz, Bier und sonstige Erzeugnisse der Nahrungs- sowie Futtermittelindustrie und handelte mit Wein. Nebenbei betrieb er eine aus der Brauerei stammende Branntweinbrennerei.
Druckerei
Robert Friedrich Mayer übernahm die von seinem Schwager geleitete elterliche Druckerei in Maulbronn und gab die Zeitung "Maulbronner Bürgerfreund", später "Maulbronner Tagblatt", für den Oberamtsbezirk Maulbronn heraus. Die Zeitung wurde als offizielles Amtsblatt vom nationalsozialistischen "Braunen Sender" ab 1. September 1933 offizielles Bezirksamtsblatt. Im Gemeinderatsprotokoll der Stadt Maulbronn vom 19. September 1933 heißt es: "Der Vorsitzende (Bürgermeister August Kienzle) bemerkte hiezu, dass ihm diese Veröffentlichung die peinlichste gewesen sei, die er in den 17 Jahren seiner hies. Ortsvorstehertätigkeiot bekanntgeben musste; er erblicke in dieser Massnahme selbst einen Prestigeverlust für die Oberamtsstadt, die ganz unbeteiligt ist und nicht einmal gehört wurde."
In den Rechnungsunterlagen der Stadt Maulbronn ist das "Maulbronner Tagblatt" bis ins Jahr 1941 nachgewiesen.
Außer der Zeitung gab Robert Mayer verschiedene lokalgeschichtliche Bücher, Klosterführer und den Titel "Bruder Ulricus" von Max Dürr, illustriert von Marianne Schneegans, heraus.
Nur durch gelegentliche Druckaufträge und den Laden der Frau konnte nach dem Zweiten Weltkrieg der Lebensunterhalt gesichert werden.
Modell-Schafhof
Das Modell zum Schafhof wurde im Maßstab 1:87 angefertigt. Es wurde von Siegfried Strobel (Maulbronn) angefertigt und im September 2010 dem Museum übergeben.
Robs Mayer
(eigentlich Robert Manfred Friedrich Mayer )
Robs Mayer, Selbstbildnis, 1943
Pianoforte
Möbel
Der Schrank neben dem Eingang zur Küche wurde in Maulbronn geschreinert.
Spange datiert auf 1775 Johann Gottfried Sauter (Sohn des Closterschreiners Johann Georg Sauter).
Er stand ursprünglich im Gasthaus Löwen in Schmie.
