Feier mit! 20 Jahre Pfenz!

Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!


Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenzmail.de

Fritz Roth

Von PFENZ
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Dr. Fritz Roth (1878-1968)[1] war ein Wuppertaler Stadtbaurat, der als Gutachter vom Gemeinderat Pforzheims 1947 eingeladen wurde um über den Wiederaufbauplan der Innenstadt zu beraten. Fritz Roth (* 1878 in Pforzheim; † 1968) war

In seinem Gutachten über den Allgemeinen Verkehrs- und Bebauungssplan forderte Roth eine autogerechte Stadt. Im Oktober 1948 wurden Roths Vorschläge vom Gemeinderat angenommen und beschlossen.[2] Der im Jahre 1948 beschlossene Verkehrs- und Bebbaungsplan wollte „das Gewimmel von Gässchen und Sträßchen“[3] der „Altstadt“[3] beseitigen. Neu enstehen sollten „große Geschäfts und Ladenbauten“.[3] Die originalgetreue Rekonstruktion der Altstadt, so wie in Danzig, wurde in Pforzheim abgeleht: „Der Versuch, etwa mittelalterliche Straßenbilder herstellen zu wollen, wäre völlig abwegig.“.[3]


Der Brief von Dr. Fritz Roth (1878-1968) an den damals noch stellvertretenden Oberbürgermeister Dr. Brandenburg vom 27. August 1947 wird hier kurz vorgestellt. Der Inhalt ist weder spektakulär noch witzig, doch spiegelt sich der Zeitgeist wider. Im vorliegenden Schreiben geht es um ein Gutachten, das Fritz Roth, der in Karlsruhe aufwuchs und von 1911 bis 1914 stellvertretender Leiter der Bauverwaltung in Pforzheim war, für die Stadt anfertigen soll. Das Gutachten des Ingenieurs und zur damaligen Zeit Beigeordneter und Stadtbaurat a. D. von Wuppertal wurde im Januar 1948 in Pforzheim veröffentlicht als Gutachten über den Allgemeinen Verkehrs- und Bebauungsplan der Stadt Pforzheim i. Baden und kann natürlich im Lesesaal des Stadtarchivs eingesehen werden. Roth war zur damaligen Zeit ein gefragter und politisch unbedenklicher Mann. Er erstellte unter anderem Organisationspläne für die Wiener Bauverwaltung und verschiedene andere städtebauliche Gutachten. Eine Reise in das kriegszerstörte Pforzheim scheint für Fritz Roth ein kleines Abenteuer zu sein, da eine gesicherte Unterkunft und die Verpflegung reine Glücksachen sind. Die Sprache erscheint antiquiert – wer ist heute noch „in der Sommerfrische“ oder verschickt Telegramme in ihrem ureigenen verkürzten Schreibstil. Wurden 1978 noch drei Millionen Telegramme übermittelt, findet man heute nur noch veränderte Formen von „Schmucktelegrammen“ für kurze und termingebundene Mitteilungen. Das Telegramm ist vergessen in einer von SMS, E-Mail oder Instant Messaging überfluteten modernen Kommunikation.

Einzelnachweise

  1. Andrea Binz-Rudek:Zu guter Letzt … ein unscheinbarer Brief?. In: Archivmagazin Nr. 2015/2 Neues aus dem Stadtarchiv Pforzheim [1]
  2. City-Konzepte, 1946-1959 . In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 69-70.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Städtebauliche Megastrukturen. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 97f.

Weblink

  • [2] Archivmagazin Nr. 2015/2

Neues aus dem Stadtarchiv Pforzheim