Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
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Paul Leutrum von Ertingen
Der Pforzheimer Amtsmann Paul Lutran (Leutrum) von Ertingen war ein schwäbischer Reichsritter aus Esslingen, der 1434 nach Pforzheim kam. Er wurde als Beauftragter des Markgrafen Jakob, 1437 Schultheiß von Pforzheim, anschließend Obervogt und Kriegsrat.[1]
Familie
Er heiratete die Prinzession Anna von Baden. Dadurch wurde seine Beziehung zum markgräflichen Haus gefestigt. Markgraf Karl II. wurde durch die Heirat zu Paul Lutrans Schwager. 1466 übertrug der Markgraf die Pfandherrschaft über die Burg Liebeneck und über das Dorf Würm. Daraus entstand das erbliche Lehen der Familie Leutrum, das als reichsritterlicher Miniaturstaat mehr als 300 Jahre lang existierte.
Haus
Das Haus wird bereits 1447 erwähnt. Paul Lutran beherbergte in seinem Haus bei der Hochzeitsfeier für Markgraf Karl und Katharina von Österreich den Pfalzgrafen Ludwig mit Ehefrau. Das Gebäude an der Reuchlinstraße 9 ist ein verputzter Fachwerkbau. Es handelt sich dabei um einen Neubau von 1709.[2]
Das Haus des Paul Lutran (Leutrum) von Ertingen in der Reuchlinstraße 9 / Östliche Karl-Friedrich-Str. 2 zählte zu den Adelsitzen im alten Pforzheim um 1500. Paul Lutran (Leutrum) von Ertingen, genannt Leutrum, besaß 1451 das Haus beim Prediger Kloster (Dominikanerkloster).[3][4]
Grablege
Von 1659 bis 1820 diente die Evangelische Kirche Würm als Grablege der Familie Leutrum. In dieser Zeit fanden mindestens 15 Bestattungen aus der Familie statt.
Einzelnachweise
- ↑ Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, S. 206.
- ↑ Früheres Haus Leutrum, Reuchlinstraße 9. In: Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, unveränderter Nachdruck Frankfurt am Main 1, S. 314f.
- ↑ J. G. F. Pflueger: Geschichte der Stadt Pforzheim, 1862, S. 163.
- ↑ Paul Lutram. In: Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, S. 206, 314, 315, 378.
Literatur
- Der Miniaturstaat der Familie Leutrum von Ertingen . In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 234.
- Leutrum, von Ertingen (Familie). In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 446, 451.
- Leutrum, von Ertingen (Familie). In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 18,19, 215, 232-235, 238, 240, 335, 337-339.
- Oskar Trost:Die Adelsitze im alten Pforzheim. In :Pforzheimer Geschichtsblätter 1, 1961, S. 82-145.
- Früheres Haus Leutrum, Reuchlinstraße 9. In: Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, unveränderter Nachdruck Frankfurt am Main 1, S. 314f.
- Früheres Oberforsthaus, heute Östliche Karl-Friedrich-Straße 29. In: Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, unveränderter Nachdruck Frankfurt am Main 1, S. 307f.
- Hans Rott: Kunst und Künstler am Baden-Durlacher Hof bis zur Gründung Karlsruhes, Karlsruhe, 1917, S. 6 online bei Heidelberger historische Bestände digital
- J.C.B. Mohr: Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden: Bd. 7. Abt. Kreis Karlsruhe : Pforzheim Land, 1913, S. 96
- Pforzheimer Geschichtsblätter, Band 1, Stadtarchiv Pforzheim, 1961, S. 96, 123
- J. G. F. Pflueger: Geschichte der Stadt Pforzheim, 1862, S. 152, 163, 174, 175, 282, 306, 339, 432, 502, 540, 545.[1]