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Karl Ludwig Hamm

Von PFENZ
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Zähringerallee 27/29, Entwurf Carl Hamm auf eigene Rechnung für sich selbst und seinen Schwager, den Bildhauer Gustav Schultheiß erbaut.[1]

Carl Hamm (1874-1919)[2] war ein Pforzheimer Architekt des Historismus.[3] Christoph Timm bezeichnet Hamm als lokalen „Meister der Neogotik[4], der „einige Bauten von kunsthandwerklichen Rang“ [5] schuf. Er arbeitete in einer Bürogemeinschaft Carl Hamm & Heinrich Klingenfuß. Das Gebäude Zähringerallee 27/29 zeigt das Wappen der Familie Hamm. Er arbeitete zusammen mit seinem Schwager, dem Bildhauer Gustav Schultheiß. Zusammen mit Schultheiß entstand das Gebäude Zähringerallee 27/29 als ein „lokales Meisterwerk der späten Neogotik, mit dem er an das Bild altstadttypischer Bürgerhäuser anknüpfte.“ [6]

Werke

  • 1907, Eutinger Straße 37, Entwurf Carl Hamm für den Fabrikanten Adolf Mohr.[7]
  • 1907, Zeppelinstraße 21, Entwurf Carl Hamm für den Gastwirt Robert Schofer.[8]
  • 1902, Nebeniusstraße 4/6, Entwurf Carl Hamm & Heinrich Klingenfuß auf eigene Rechnung.[9]
  • 1902, Schwarzwaldstraße 36/38, Entwurf Carl Hamm für Robert Haug, Schreiner-Witwe.[10]
  • 1901, Bismarckstraße 10, Entwurf Carl Hamm & Heinrich Klingenfuß für die Bauunternehmer Wörner, Lansche und Visel.[11]
  • 1906, Bismarckstraße 20, Entwurf Carl Hamm für den Bauunternehmer Alexander Geist senior.[12]
  • 1906, Zähringerallee 27/29, Entwurf Carl Hamm auf eigene Rechnung für sich selbst und seinen Schwager, den Bildhauer Gustav Schultheiß erbaut.[13]

Geschichte

Die Gründerzeit und die Jahrhundertwende leiteten einen großen Bauboom ein.[14] Die Ansprüche an repräsentative Fassaden stiegen zunehmend an.[14] Daher fanden nun Architekten aus der Region ein reiches Betätigungsfeld.[14] Sie stammten aus dem Bauhandwerk und hatten ihre architektonische Ausbildung an einer der Baugewerkeschulen in Karlsruhe oder Stuttgart genossen: Carl Hamm,[15] Alexander Geist junior,[16] Christian Hering, Otto Klein,[17] Hermann Neutz,[18] Albert Rau[19] und Josef Roos.[14] So war die Innenstadt bis zum Luftangriff auf Pforzheim „stark von der Architektur des Historismus geprägt.“[20] Christoph Timm erklärt wie wichtig diese Bauten für Pforzheim waren: „Wie selbstbewusst man sich mit den Bauwerken jener Epoche identifizierte, zeigen die zahlreichen Ansichtskarten, die aus der Goldstadt in alle Welt gingen.“[20]

Einzelnachweise

  1. Timm, S. 595-596.
  2. Timm, S. 136, 379.
  3. Timm, S. 83, 136, 148, 379, 392, 397, 399, 471-473, 595, 596.
  4. Timm, S. 136.
  5. Timm, S. 136.
  6. Timm, S. 596.
  7. Timm, S. 136.
  8. Timm, S. 148-149.
  9. Timm, S. 379.
  10. Timm, S. 399.
  11. Timm, S. 471.
  12. Timm, S. 472-473.
  13. Timm, S. 595-596.
  14. 14,0 14,1 14,2 14,3 Timm 2004, S. 83.
  15. Timm, 83, 136, 148, 379, 392, 397, 399, 471-473, 595, 596.
  16. Timm, 62, 83, 132, 309, 473, 552,556,559,565, 575, 578, 579, 590, 595.
  17. Timm, 49, 83, 85, 190, 356, 476, 477.
  18. Timm, 83, 289, 309, 355, 436, 469, 523.
  19. Timm, 83, 306, 395, 396, 561.
  20. 20,0 20,1 Timm 2004, S. 85.

Literatur

  • Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004.