Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
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Karl Ludwig Hamm
Carl Hamm (1874-1919)[1] war ein Pforzheimer Architekt des Historismus.[2] Christoph Timm bezeichnet Hamm als lokalen „Meister der Neogotik“[3], der „einige Bauten von kunsthandwerklichen Rang“ [4] schuf. Er arbeitete in einer Bürogemeinschaft Carl Hamm & Heinrich Klingenfuß. Das Gebäude Zähringerallee 27/29 zeigt das Wappen der Familie Hamm. Er arbeitete zusammen mit seinem Schwager, dem Bildhauer Gustav Schultheiß. Zusammen mit Schultheiß entstand das Gebäude Zähringerallee 27/29 als ein „lokales Meisterwerk der späten Neogotik, mit dem er an das Bild altstadttypischer Bürgerhäuser anknüpfte.“ [5]
Werke
- 1907, Eutinger Straße 37, Entwurf Carl Hamm für den Fabrikanten Adolf Mohr.[6]
- 1907, Zeppelinstraße 21, Entwurf Carl Hamm für den Gastwirt Robert Schofer.[7]
- 1902, Nebeniusstraße 4/6, Entwurf Carl Hamm & Heinrich Klingenfuß auf eigene Rechnung.[8]
- 1902, Schwarzwaldstraße 36/38, Entwurf Carl Hamm für Robert Haug, Schreiner-Witwe.[9]
- 1901, Bismarckstraße 10, Entwurf Carl Hamm & Heinrich Klingenfuß für die Bauunternehmer Wörner, Lansche und Visel.[10]
- 1906, Bismarckstraße 20, Entwurf Carl Hamm für den Bauunternehmer Alexander Geist senior.[11]
- 1906, Zähringerallee 27/29, Entwurf Carl Hamm auf eigene Rechnung für sich selbst und seinen Schwager, den Bildhauer Gustav Schultheiß erbaut.[12]
Geschichte
Die Gründerzeit und die Jahrhundertwende leiteten einen großen Bauboom ein.[13] Die Ansprüche an repräsentative Fassaden stiegen zunehmend an.[13] Daher fanden nun Architekten aus der Region ein reiches Betätigungsfeld.[13] Sie stammten aus dem Bauhandwerk und hatten ihre architektonische Ausbildung an einer der Baugewerkeschulen in Karlsruhe oder Stuttgart genossen: Carl Hamm,[14] Alexander Geist junior,[15] Christian Hering, Otto Klein,[16] Hermann Neutz,[17] Albert Rau[18] und Josef Roos.[13] So war die Innenstadt bis zum Luftangriff auf Pforzheim „stark von der Architektur des Historismus geprägt.“[19] Christoph Timm erklärt wie wichtig diese Bauten für Pforzheim waren: „Wie selbstbewusst man sich mit den Bauwerken jener Epoche identifizierte, zeigen die zahlreichen Ansichtskarten, die aus der Goldstadt in alle Welt gingen.“[19]
Einzelnachweise
- ↑ Timm, S. 136, 379.
- ↑ Timm, S. 83, 136, 148, 379, 392, 397, 399, 471-473, 595, 596.
- ↑ Timm, S. 136.
- ↑ Timm, S. 136.
- ↑ Timm, S. 596.
- ↑ Timm, S. 136.
- ↑ Timm, S. 148-149.
- ↑ Timm, S. 379.
- ↑ Timm, S. 399.
- ↑ Timm, S. 471.
- ↑ Timm, S. 472-473.
- ↑ Timm, S. 595-596.
- ↑ 13,0 13,1 13,2 13,3 Timm 2004, S. 83.
- ↑ Timm, 83, 136, 148, 379, 392, 397, 399, 471-473, 595, 596.
- ↑ Timm, 62, 83, 132, 309, 473, 552,556,559,565, 575, 578, 579, 590, 595.
- ↑ Timm, 49, 83, 85, 190, 356, 476, 477.
- ↑ Timm, 83, 289, 309, 355, 436, 469, 523.
- ↑ Timm, 83, 306, 395, 396, 561.
- ↑ 19,0 19,1 Timm 2004, S. 85.
Literatur
- Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004.