Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
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Bohningen
Bohningen ist eine Wüstung an der Gemeindegrenze zwischen Kämpfelbach und Remchingen.
Nachweise und Lokalisierung
Der Name ist nur anhand des Bohninger Wegs bezeugt. Dieser verläuft von Ersingen in Richtung des Sperlinghofs am Gemarkungsdreiecks von letzteren, Bilfingen und Wilferdingen. Da der Sperlingshof an der Verbindungsstraße Durlach-Pforzheim (heutige B10) liegt, vermutet der Historiker Rüdiger Stenzel an dieser Stelle den abgegangenen Ort Bohningen. Als weiteren Beweis für die Existenz des Dorfes, führt der das Ersinger Weistum von 1506 an. Dort wird von einem alten Hochgericht mit Galgen auf Ersinger Gemarkung, das bei "der Eych, da ein Kürch und etliche Häuser gewesen," gewesen war und der Ort damals noch "Henckheych" genannt wurde. Das Hochgericht sei nun "uff den Ebenen [...] gestellt worden" (wahrscheinlich die heutige Flur "Auf der Ebb" nördlich des Sperlinghofs). Stenzel lokalisiert die Henkeiche anhand dem Frauenalber Kopialbuch von 1714 in den Bereich um den Sperlinghof. Damit will er bewiesen haben, dass mit dem erwähnten abgegangenen Siedlungsplatz mit Kirche das Dorf Bohningen gemeint ist.
Auch hält er es für möglich, dass die schon im 15. Jahrhundert erwähnte Liebfrauenkirche zur Eich die Kirche Bohningens war. Jedoch gibt er zu, dass diese in einer Urkunde von 1510 als noch intakt beschrieben wird (siehe Eich).
Geschichte
An diesem Schnittpunkt ist an den Flurnamen erkennbar, dass das Kloster Maulbronn dort Besitz hatte ("Klosteräcker", "Maulbronner Wiesen"). 1289 gelang das Areal um den Sperlingshof genau wie die Kämpfelbacher Ortschaften an das Kloster Frauenalb.
Stenzel vermutet, dass Bohningen einst ein bedeutender Kirch- und Gerichsort gewesen sein muss. Den Abgang vermutet er im späten 15. Jahrhundert und als Ursache die Grenzlage, die entstand als Wilferdingen 1454 badisch wurde.
Quelle
Rüdiger Stenzel: Abgegangene Siedlungen zwischen Rhein und Enz, Murg und Angelbach. In: Oberrheinische Studien. Bd. III. Fs. für G. Haselier. Bretten 1975. S. 125-127