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Oberhofen (Knittlingen)

Von PFENZ
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Oberhofen ist eine Wüstung auf der Gemarkung Knittlingens.

Der Ort wird nicht urkundlich erwähnt und ist nur durch den Fund eines Friedhofes aus der spät- oder endmerowinger Zeit (7./8. Jahrhundert) nachgewiesen. Der Friedhof befand sich in der Flur "Ob Oberhofen" östlich vom Knittlinger Zentrum, weshalb man davon ausgeht, dass der Name der Siedlung Oberhofen war. Angesichts des auffallenden Flursnamens ging man schon länger davon aus, dass sich dort eine Wüstung befindet. Allerdings weist Knittlingen mehrere Flure auf, die auf ehemalige Siedlungsanlagen spekulieren lassen, wie zum Beispiel Altenhofen, Kalkofen, Wartbühl oder Stetten.

Die Einwohner Oberhofens

Der Arächologe Folke Damminger schätzt anhand der Skelette die Zahl der Einwohner auf 80-120 bzw. 55-75, bei einer längeren Friedhofsnutzung bis in die Mitte des 8. Jahrhunderts.[1] Dadurch dürfte es sich bei Oberhofen um eine kleinere und jüngere Siedlung gegenüber dem Hauptort Knittlingen handeln. Auch anhand der geringen Grabbeigaben ist anzunehmen, dass die Bewohner eher einer unteren Schicht angehört haben.[2]

Erwähnungen

In Urkunden aus dem Jahr 1250 und 1259 ist von "inferiori villa de Knuthelingen, superiori va media" (unteres Dorf Knittlingens, oberes und mittleres") die Rede. Dass es sich beim oberen Dorf vielleicht um Oberhofen handelt, ist nicht nachweisbar.


Einzelnachweise

  1. Folke Damminger, 1994, S. 206
  2. Ian Wood (Hrsg): Franks and Alamanni in the Merovingian Period: An Ethnographic Perspective, S. 209