Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!
Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenz![]()
mail.de
Emma Weiß
Emma Weiß (* 31. März 1893 in Pforzheim, † 5. April 1945 im Zwangsarbeiterlager Fort Haslang/Ingolstadt) war Gegnerin und Opfer der Nationalsozialisten.
Emma Weiß wurde auf Grund einer Denunziation am 25. August 1943 mit ihrem Mann Emil und der Tochter Margarete verhaftet und von der Gestapo an der Bahnhofstraße ins Gefängnis an der Rohrstraße gebracht. Die Anschuldigung lautete „Rundfunkverbrechen“, sie hätten „Feind-Sender“ gehört und diese Nachrichten weiterverbreitet. Der Mann, beschäftigt bei der Firma Saacke, habe regimefeindliche Zettel, hergestellt mit aus Zeitungen ausgeschnittenen Buchstaben, in Briefkästen auch von NSDAP-Stellen gesteckt.
Emil Weiß wurde am 26. August 1943 nach Karlsruhe verlegt, die Tochter am 13. September entlassen. Am 4. November standen die Eheleute in Mannheim vor Gericht wegen „Verbreitung staatsfeindlicher Nachrichten“. Die Strafe für den Ehemann ist nicht bekannt, er war bis zur Befreiung im Zuchthaus Bruchsal.
Die Ehefrau war in den Gefängnissen Pforzheim und Karlsruhe und ab Ende November 1943 im Frauengefängnis in Hagenau im Elsaß eingesperrt. Im Oktober 1944 deportierten die Nazis die weiblichen Häftlinge in das Frauengefängnis Aichach und von dort nach Ingolstadt zu einem Arbeitskommando in der ehemaligen Befestigungsanlage „Fort Haslang“.
Bei einem Bombenangriff am 5. April 1945 kam Emma Weiß zu Tode.
Emil Weiß und die Tochter Margarete überlebten die Nazi-Diktatur.
Quellen
- Auskunft Stadtarchiv Ingolstadt
- Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes (VVN): Liste der Kreisstelle für die politisch Verfolgten des Naziregimes, Fragebogen 1945/46, Zusammenstellung: K. Richardon
- Auskunft Margarete Weiss, 2011