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Günther Schlorch

Von PFENZ
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Günther Schlorch (geboren 26. Mai 1920) war Lehrling in Pforzheim und Mühlacker und Opfer der antisemitischen Maßnahmen der NS-Herrschaft.

Ausbildung

Günther Schlorch war 1937 von Kuppenheim nach Pforzheim zugezogen und in den Jahren 1937 bis 1938 wie Bruno Fischer an der Gewerbeschule Pforzheim und Lehrling für Maschinenbau bei der Firma Gack in Mühlacker.

Diskriminierungen und Verfolgung

Nach der Kristallnacht im November 1938 konnte er als Jude die Schule in Pforzheim nicht mehr besuchen, aber durch Einfluss der Firma Gack seine Ausbildung an der Gewerbeschule in Mühlacker bis Mai 1939 fortsetzen. Wann er die Schule verlassen musste, ist noch nicht bekannt.

Am 22. Okt. 1940 deportierten ihn die Nazis ins Lager Gurs in Südfrankreich, am 16.4.1942 ins Vernichtungslager Auschwitz, er gilt "f.t.e.", die amtliche Abkürzung "für tot erklärt".

Erinnerung

Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Bruno Fischer am 26.01.2011 ein Stein vor seiner früheren Schule, der heutigen Ulrich-von-Dürrmenz-Schule in Mühlacker, in den Boden eingelassen.


Literatur

Gerhard Brändle, Sarah Hary: "„... als ob wir Feinde wären“: jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim 1933 bis 1945: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs"; herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Pforzheim, Pforzheim 2000 ISBN 3-933924-01-4 erschienen in der Reihe Pforzheimer Hefte