Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!
Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenzDatei:At sign.svgmail.de
Klara Müßle
Klara Müßle
Klara Müßle (geb. 1901 in Pforzheim, ermordet 24.9.1942 in Auschwitz) war als Zeugin Jehovas Kriegsgegnerin und Opfer des NS-Regimes
Leben:
Die Näherin Klara Müßle geb. Vogt gehört zu den „Ernsten Bibelforschern“, heute „Zeugen Jehovas“ genannt. Die kleine religiöse Gruppe wird schon im Mai 1933 verboten, da ihre Mitglieder mit Berufung auf die Bibel jegliche Eidesleistung verweigern und auf dem fünften Gebot: „Du sollst nicht töten“ beharren.
Widerstehen aus dem Glauben:
1939 kommt Klara Müßle in die Schusslinie der Gestapo, weil sie sich weigert, am Betriebsappell der Firma Schmidt und Bruckmann in der Bleichstraße mit kollektivem Anhören der im Rundfunk übertragenen Hitler-Rede teilzunehmen. 1940 verhaftet die Pforzheimer Gestapo Klara Müßle, die Mutter von zwei kleinen Kindern, weil sie aus Glaubens- und Gewissensgründen die Beteiligung an Kriegsvorbereitung und Krieg ablehnt und sich deswegen weigert, einen Luftschutzkurs mitzumachen.
Gefängnis Pforzheim – KZ Ravensbrück – Vernichtungslager Auschwitz:
Im Pforzheimer Gefängnis ist sie in einer Dunkelzelle eingesperrt und soll so gezwungen werden zu unterschreiben, dass sie ihrem Glauben abschwört. Ohne Anklage oder Urteil ist sie von September 1940 bis Juli 1942 im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück, dann wird sie in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort am 24. 9. 1942 ermordet.
Literatur:
- Hesse, Hans (HRSG), „Am mutigsten waren immer wieder die Zeugen Jehovas“, Bremen, 1998
- „Mut zum Widerstehen“, Ausstellung Pforzheim 1933 – 1945, Dokumentation der Ausstellungstafeln, HRSG: Stadtjugendring Pforzheim, Redaktion: Gerhard Brändle, Pforzheim, 1995
- Rupp, Steffen, Widerstand und Verfolgung der Zeugen Jehovas in Pforzheim während des Nationalsozialismus, in: Pforzheimer Geschichtsblätter Band 10, Stuttgart, 2001