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Hagen Franke

Von PFENZ
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Hagen Franke (* 1945 in Niklasdorf, Sudetenschlesien) ist ein deutscher Historiker, Autor und ehemaliger Oberstudienrat. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Stadt- und Regionalgeschichte sowie insbesondere in der Militärgeschichte. Darüber hinaus befasst er sich mit Wirtschafts-, Migrations- und Vermessungsgeschichte.

Ausbildung

Hagen Franke besuchte zunächst Schulen in Tauberbischofsheim und Pforzheim, wo er die Mittlere Reife ablegte. Anschließend erwarb er in Karlsruhe die Hochschulreife.

Seinen verlängerten Wehrdienst leistete er bei den Pionieren. Als Reserveoffizier war er in den Bereichen Brücken- und Wegebau sowie Vermessungstechnik tätig. Beim Landesvermessungsamt Baden-Württemberg legte er anschließend die Prüfung zum Vermessungstechniker ab. Danach studierte er für das Lehramt in Karlsruhe und Stuttgart sowie berufsbegleitend am Deutschen Institut für Fernstudien (DIFF) in Tübingen. Dabei erwarb er Lehrbefähigungen für Geschichte, Politik und Deutsch sowie für Berufs- und Arbeitspädagogik und Wirtschafts-, Rechts- und Sozialkunde. Zudem erhielt er die katholische Missio canonica.

Berufliche Tätigkeit

Hagen Franke war als Lehrer im beruflichen Schulwesen an der Heinrich-Wieland-Schule in Pforzheim tätig. Darüber hinaus arbeitete er als Lehrerfortbilder am Oberschulamt Karlsruhe. Des Weiteren war er Lehrbeauftragter an der Fachhochschule für Gestaltung Pforzheim und dem Berufsfortbildungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB).

Gesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement

Über mehr als zwei Jahrzehnte engagierte sich Hagen Franke beim Badischen Sportbund als Trainer und Sportabzeichenprüfer. Dem Sportbund ist er weiterhin als Mitglied verbunden.

Darüber hinaus engagierte er sich in verschiedenen gesellschaftlichen, kirchlichen und schulischen Organisationen. Dazu gehörten unter anderem die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg, der Katholische Kirchengemeinderat in Bad Liebenzell sowie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Bei der GEW war Hagen Franke Kreisfachgruppenvorsitzender der Lehrkräfte an beruflichen Schulen Pforzheim-Enzkreis. Zudem übernahm er den Vorsitz von Elternbeiräten an den Schulen seiner beiden Kinder.

Tätigkeit als Autor und Historiker

Seit 1979 ist Hagen Franke als freier Autor tätig. Seit 2007 arbeitet er zudem als freier Historiker. Seine Veröffentlichungen umfassen verschiedene Forschungsbereiche der Stadt-, Regional- und Militärgeschichte. Weitere Schwerpunkte bilden die Wirtschafts-, Migrations- und Vermessungsgeschichte. Seine Forschungsergebnisse vermittelt Hagen Franke durch Veröffentlichungen in verschiedenen Publikationsorganen sowie durch Vorträge. Unter anderem referierte er im PZ-Forum und im Stadtarchiv Pforzheim sowie bei regionalen Vereinen und Gesellschaften.

Hagen Franke ist Mitglied verschiedener regionalhistorischer Vereine, Fördervereine und kulturgeschichtlich ausgerichteter Gesellschaften, darunter die Löbliche Singergesellschaft Pforzheim und der Kreisgeschichtsverein Calw; zudem engagiert er sich beim Stadtarchiv Pforzheim – Institut für Stadtgeschichte.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Lehr- und Fachbücher

  • informieren – diskutieren. Fach- und Lehrbuch für Gemeinschaftskunde an beruflichen Schulen. Köln 1980 (Koautor).
  • Gesellschaft und Demokratie. Fach- und Lehrbuch für Sozialkunde. Köln 1988 (Koautor).
  • produzieren – konsumieren. Fach- und Lehrbuch für Wirtschaftskunde an beruflichen Schulen. Köln 1989 (Koautor).
  • Wirtschaft verstehen lernen. Köln 1997 (Leiter des Autorenteams).

Stadt- und Militärgeschichte

  • Bau- und Belegungsgeschichte der Buckenberg-Kaserne. Dokumentation für die Denkmalbehörde, Konversions-Gesellschaft, Pforzheim 2007.
  • Das „Goldschmiedsbataillon“ (IR 111) von Pforzheim. Pforzheim 2008.
  • Das Berufliche Schulwesen in Pforzheim. In: 175 Jahre Gewerbliche Schulen Pforzheim. Jubiläumsschrift der Heinrich-Wieland-Schule/Alfons-Kern-Schule, Pforzheim 2009.
  • Heinrich-Wieland-Schule Pforzheim - Chronik der Jahre 1984 - 2009. 106 Seiten, auch auf CD. (Unter Verschluss/ DSGVO) im Stadtarchiv 2009,
  • Militär in Pforzheim – ein Beitrag zu Stadt- und Regionalgeschichte. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2011, ISBN 978-3-89735-651-1.
  • Reisevorschläge zur deutsch-französischen Militärgeschichte im Elsass. Kreisgeschichtsverein Calw e. V., Nachrichtenbrief Nr. 165, 2014, S. 6.
  • Der Deutsche Krieg in der Tauberregion 1866. Unter anderem mit Bezügen zum Kreis Calw, Pforzheim und Enzkreis. In: Der Bote, Nr. 47, Jahresschrift des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt, Karlsruhe 2016, S. 10–21; außerdem in: Kreisgeschichtsverein Calw e. V., Nachrichtenbrief Nr. 182, 2016, S. 3.
  • Der Nordschwarzwald aus militärgeografischer Sicht. Im Rahmen des Forschungsprojekts „Die Verteidigungslinien im Nordschwarzwald des 17. und 18. Jahrhunderts (Erbfolgekriege)“. In: Kreisgeschichtsverein Calw e. V., Nachrichtenbriefe Nr. 168, 2014, S. 7, sowie Nr. 206, 2019, S. 7.

Regional-, Wirtschafts- und Vermessungsgeschichte

  • Das Eyachtal aus wirtschafts- und militärgeschichtlicher Betrachtung. In: Kreisgeschichtsverein Calw e. V., Nachrichtenbrief Nr. 185, 2016, S. 8.
  • Blick in die Vermessungsgeschichte von Baden und Württemberg – beispielhaft an der Region Pforzheim-Calw aufgezeigt. In: Einst & Heute. Historisches Jahrbuch des Landkreises Calw, Ausgabe 2017/18, S. 47–58.
  • Der Alt-Württembergische Landgraben bei Bad Liebenzell/Neuhausen. In: Kreisgeschichtsverein Calw e. V., Nachrichtenbrief Nr. 196, 2018, S. 2.
  • Streifzug durch die Geschichte der Vermessung von Baden und Württemberg – mit besonderer Berücksichtigung badischer Ingenieur-Offiziere. In: Der Bote, Nr. 49, Jahresschrift des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt, Karlsruhe 2019, S. 56–64.
  • Die Württembergische Schwarzwaldbahn – eine bau- und vermessungstechnische Meisterleistung. Zur Geschichte der heutigen Hermann-Hesse-Bahn. In: Kreisgeschichtsverein Calw e. V., Nachrichtenbrief Nr. 219, 2021, S. 9 f.
  • Hofgut Georgenau – Geschichte. Bad Liebenzell-Möttlingen. In: Kreisgeschichtsverein Calw e. V., Nachrichtenbrief Nr. 218, 2021, S. 8.

Einzelstudien und biografische Arbeiten

  • Ezéchiel du Mas, Comte de Mélac – War er ein Mordbrenner? In: Kreisgeschichtsverein Calw e. V. (Hrsg.): Einst & Heute. Historisches Jahrbuch für den Landkreis Calw, Ausgabe 2020/21, Calw-Bad Wildbad 2020, ISBN 978-3-948968-22-9, S. 9–18.
  • Schicksalswege des k. u. k. Hauptmanns Wilhelm Ilchmann. Von Böhmen nach Nordbaden. Biografie eines Artillerieoffiziers Österreich-Ungarns im Spiegel der Zeit zwischen 1880 und 1954. In: Pallasch. Zeitschrift für Militärgeschichte, Band 88, Miliz-Verlag, Salzburg 2024, S. 129–132, ISBN 978-3-902721-88-4.

Weblinks