Feier mit! 20 Jahre Pfenz!

Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!


Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenzmail.de

Niefernburg

Von PFENZ
Zur Navigation springen Zur Suche springen
OpenStreetMap
OpenStreetMap
Karte anzeigen
Die Niefernburg von Westen
Lageplan der Niefernburg 1925

Die Niefernburg ist ein Schloss in Niefern aus der Reformationszeit.

Das Schloss steht auf den Resten der Talburg, die spätestens 1185 von den Herren von Niefern erbaut wurde.

In Niefern standen einst zwei Burgen, eine über dem Dorf, die Burg Hohenniefern und unten auf den Wiesen, die Talburg, beide schon früh erbaut. Die Besitzverhältnisse werden wohl immer ungeklärt bleiben. Es scheint sicher, dass die beiden Burgen im Besitz des nach dem Dorf sich nennenden Geschlechts, den Herren von Niefern gewesen sind. Ein Teil ihrer Besitzungen ging offenbar im 13. Jahrhundert in die Hände der nah verwandten Herren von Enzberg über, und aus deren Besitz kamen diese Besitzungen zusammen mit der Talburg an die Herren von Wallstein und von Bach. Auch diese beiden Geschlechter waren mit denen von Niefern verwandt und verschwägert.

Auf Hohenniefern saßen die Herren von Niefern bis zu ihrem Aussterben gegen Anfang des 16. Jahrhunderts. Aus badischem Besitz erwarb dann Ludwig Leutrum von Ertringen das Schloss, der auch darin seinen Wohnsitz nahm. Nach dem Tode seines Enkels Ernst Ludwig Leutrum 1630, war die Burg dem Verfall preisgegeben. Die Pest hauste in jenen Jahren in Niefern. Danach mag Hohenniefern in den Kriegswirren (Bauernkrieg, Dreißigjähriger Krieg, Franzosenkrieg) zerstört und später als Steinbruch abgetragen worden sein.

Die Talburg kam unter Markgraf Christoph in badischen Besitz, zusammen mit drei Vierteln des Dorfes, die er vom Kloster Maulbronn und dem Ritter Georg von Bach erwarb. Sein Sohn Markgraf Philipp kaufte das letzte Viertel von Niefern, von Konrad von Wallstein. Damit waren die altansässigen Geschlechter aus Niefern verschwunden. Angeblich stand die Talburg dann leer und zerfiel. Wahrscheinlich ist, dass ein markgräflicher Verwalter dort gewohnt hat, der die zugehörigen Güter zu verwalten hatte. Da die Erhaltung der Befestigungsmauern ein enormer Kostenfaktor war, ließ man sie zerfallen.

Im Jahre 1555 schenkte Markgraf Karl II. das alte, nicht mehr adlige Burganwesen in Niefern und die zugehörigen Güter und Rechte seinem jungen Kanzler Martin Achtsynit. In dem mit einem Graben und zerfallenen Mauern umgebenen Hof errichtete dieser sich auf dem alten Platz ein neues Schlösschen, das er Niefernburg nannte.

Nachdem er 1584 seine Kanzlerschaft niedergelegt hatte, lebte er bis zu seinem Tode im Jahr 1592 hier in der Niefernburg. Sein Schwiegersohn übernahm das Schloss und baute es weiter aus. Bis 1711 blieb es Besitztum seiner Familie. Danach fiel der Besitztum wieder zurück in die Markgrafschaft und wurde nach einiger Zeit Pfarrwohnung. 1856 wurde das Schlösschen eine Rettungsanstalt (Waisenhaus) für Kinder, woraus sich die heutige sozialpädagogischen Einrichtung für Mädchen und Jungen entwickelte und ist eine Einrichtung des Diakonischen Werks der Evangelischen Landeskirche für die Jugendhilfe.

Der Treppenturm mit 27 Metern Höhe ist das auffälligste und beste erhaltene Merkmal des Baus.

Quelle

Burgen und Schlösser von Hans Detlef Rösiger, Karlsruhe

Adresse

Niefernburg
Schloßstraße 57
75223 Niefern-Öschelbronn

Weblink